Chorea Huntington – die seltene ErbkrankheitChorea Huntington – die seltene Erbkrankheit

Bei Chorea Huntington handelt es sich um eine Erkrankung des Gehirns, die vererbt wird. Das Gehirn wird über die Jahre hinweg schwer zerstört. Sowohl die Muskelsteuerung als auch psychische Funktionen sind davon betroffen. Das fehlerhafte Gen ist außerdem dafür verantwortlich, dass die Nervenzellen nach und nach absterben. Studien besagen, dass in Deutschland ungefähr 8.000 Menschen unter der Krankheit leiden.

Der Ausbruch dieser Erbkrankheit kann in jedem Lebensalter erfolgen, meistens zeigen sich jedoch zwischen 35 und 45 Jahren die ersten Symptome. Wann die typischen Anzeichen wie Bewegungsstörungen und Wesensveränderungen eintreten, hängt auch immer davon ab, wo die Veränderung im Erbgut vorliegt. Bis heute konnten Wissenschaftler keine Substanz entwickeln, die eine wirklich Einflussmöglichkeit auf die Krankheit offenbart. Eine Milderung ist mittels verschiedener Medikamente denkbar, doch der Verlauf kann nicht unterbrochen werden.

Klassische Symptome der verschiedenen Krankheitsstadien

Bei Chorea Huntington werden mehrere Stadien unterschieden. Im Anfangsstadium leiden Betroffene meistens unter relativ unspezifischen Symptomen. Psychische Auffälligkeiten sind sehr verbreitet. Auch eine gewisse Reizbarkeit gepaart mit großer Aggressivität ist ein mögliches Anzeichen. Viele Betroffene berichten auch über eine zunehmende Ängstlichkeit und Bewegungsstörungen.

Diese treten in den meisten Fällen sehr überraschend auf und wirken unwillkürlich. Sowohl Kopf, Hände, Beine und auch Arme können betroffen sein. Für Außenstehende erscheinen die Symptome oftmals so als würde der Betroffene übertrieben gestikulieren. In späteren Stadien wirkt die Sprache abgehackt, ebenso können Schluckstörungen auftreten. Je weiter die Krankheit fortschreitet, umso mehr nehmen auch die geistigen Fähigkeiten ab. Durchschnittlich leiden alle Betroffenen nach 15 Jahren unter einer schweren Demenz und werden zum Pflegefall.

Chorea Huntington – Ursache und Diagnostik

Die Erkrankung kann sowohl Männer als auch Frauen heimsuchen, eine genetische Vererbung ist dabei die klassische Ursache. Für eine Diagnose eignet sich keinesfalls der Hausarzt, denn viel eher ist ein erfahrener Neurologe die richtige Anlaufstelle. Viele Allgemeinärzte deuten die Symptome falsch. Eine gefestigte Diagnose ist erst nach einer Blutuntersuchung und einem ausführlichen Gespräch möglich. Zudem muss eine Bestimmung der bereits bestehenden Nervenschäden erfolgen.

 

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