CMD – eine psychosoziale Krankheit?

Wacht man morgens mit schwerwiegenden Kopfschmerzen auf, kann das mehrere Ursachen haben. Unter anderem kann die Kiefermuskulatur dafür verantwortlich sein. Dies kann mit einer Biss-Fehlstellung, auch Craniomandibulärer Dysfunktion genannt, zusammen hängen. Cranio bedeutet Schädel und Mandibula ist der Unterkiefer. CMD ist zunächst einmal ein Überbegriff für Störungen im Schädel und Unterkiefer. Damit werden Schmerzen im Kiefergelenk, beim Kauen und eine eingeschränkte Kaumöglichkeit bezeichnet . Weiterhin können durch diese Störungen auch unangenehme Geräusche im Kiefergelenk ausgelöst werden.

Diese Beschwerden können laut Spezialisten sogar zu Rücken- und Nackenschmerzen führen. In manchen Fällen wirken sich Störungen am Kiefermuskel sogar auf den gesamten Körper aus und rufen Schmerzen bis in die Füße hervor. An dieser Stelle streiten sich die Fachärzte allerdings.

Einige sprechen sich gegen diese „erweiterten Schmerzen“ aus und auch gegen eine Therapie, die die Zahnbeschaffenheit drastisch verändert, so zum Beispiel, wenn Zähne abgeschliffen oder überkront werden. Das solle eigentlich der allerletzte Schritt in einer Therapie gegen CMD sein. Dass die Meinungen bei Kaufunktionsstörungen so stark auseinander gehen, liegt in den unterschiedlichen Diagnose- und Therapieverfahren begründet. Die Schmerzdiagnose – und therapie käme dabei zu kurz, konstatieren die Ärzte. Auch Stress oder das Allgemeinbefinden kann eine Ursache für CMD sein und wird in der Diagnosestellung oftmals vernachlässigt.

Behandlung bei CMD

Zunächst einmal erfolgt eine typische Tastuntersuchung, während der der Arzt die Schmerzen des Betroffenen lokalisiert. Erst in der Folge können Messgeräte eingesetzt werden. Dabei wird der Kieferumfang, die Beziehung der einzelnen Kiefermuskeln zueinander und die Zentrierung des Kiefers bei Zahnkontakt gemessen werden. Dieses Verfahren ist nach wie vor sehr umstritten in Medizinerkreisen, da dessen Nutzen bislang nicht einwandfrei nachgewiesen werden konnte.

Oftmals ist es schwer die Ursache für bestimmte Schmerzpartien zu eruieren, da es sich häufig um ausstrahlende Schmerzen handelt. So kann ein Rückenschmerz von einer Kieferstörung herrühren oder eine Kieferstörung von Kopfschmerzen. Oftmals seien allerdings psychosoziale Faktoren Grund für Kieferbeschwerden, sodass Beruf, Familie und das Allgemeinbefinden des Patienten genausten untersucht werden sollten.

CMD hat nicht immer Krankheitswert

Viele Ärzte warnen weiterhin vor einer Diagnoseflut von CMD. Nur bei einem sehr geringen Anteil der mit CMD diagnostizierten, muss eine Behandlung erfolgen. Schätzungen zufolge lag die Zahl dieser Betroffenen im Jahr 2008 bei 16 Prozent. CMD hat erst dann Krankheitswert, wenn der Betroffene spürbar darunter leidet. 80 bis 90 Prozent der CMD-Diagnostizierten könnten daher mit einfachen Mitteln wie einer Aufbisschiene, Entspannungsübungen oder Physiotherapie behandelt werden. Heilungen versprechen Mediziner sich dann nicht mehr, wenn lediglich die Zahnbeschaffenheit Teil der Therapie ist. Auch hier gilt: Der Mensch als Ganzes muss in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt werden. Gründe für CMD lassen sich meist nicht in der Physis des Menschen finden.

 

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