Eine Gürtelrose erhöht das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko

An einer Gürtelrose zu erkranken, ist oft schmerzhaft und kann in seltenen Fällen sogar zu lebensbedrohlichen Erscheinungen führen. Im medizinischen Jargon wird die Krankheit Herpes Zoster genannt und jeder Mensch, der als Kind an Windpocken gelitten hat, ist dafür empfänglich. Doch mit den herkömmlichen Symptomen nicht genug, zeigen nun zwei aktuelle Studien, dass die Infektion mit einer Gürtelrose auch das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöhen kann.

Von Windpocken zur Gürtelrose

Was viele Betroffene nicht wissen: den Anfang nimmt eine Gürtelrose meist schon im Kindesalter. Infiziert sich ein Kind mit den sogenannten Varizella-Zoster-Viren und entwickelt die bekannte Kinderkrankheit Windpocken, dann nisten sich diese Viren ein Leben lang in den Hirn- und Rückenmarksnerven des Betroffenen ein. Ist die Immunabwehr dann einmal geschwächt, ist es möglich, dass die Viren diese Schwäche ausnutzen und zu einer schmerzhaften Gürtelrose führen.

Fakten rund um die Gürtelrose

Demnach tragen fast 96 Prozent der Menschen Viren in sich, die zur Gürtelrose führen. Bei fast jedem Dritten tritt dann auch eine Gürtelrose auf. Die Mehrheit der Betroffenen sind über 60 Jahre alt. Eine neue Studie zeigt nun, dass in den ersten drei Monaten nach der Infektion deutlich mehr Schlaganfälle auftreten. Forscher um Barbara P. Yawn vom Olmsted Medical Center untersuchten 4862 über 50-Jährige in Olmsted County im US-Bundestaat Minnesota, die bereits eine Gürtelrose-Infektion erlitten hatten. Als Kontrollgruppe wurde eine Gruppe aus bislang nicht Infizierten gleichaltrigen Probanden ebenfalls untersucht. Die Studie zeigt deutlich, dass das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko bei der ersten Gruppe während der ersten drei Monate um 53 Prozent höher lag.

In einer zweiten Studie um Caroline Minassian von der London School of Hygiene and Tropical Medicine wurde der Zusammenhang zwischen dem Herzinfarktrisiko und der Infektion mit einer Gürtelrose untersucht. Die Daten einer großen US-amerikanischen Kundenversicherung wurden dafür als Grundlage genommen. Die Patienten waren alle über 65 Jahre alt und hatten innerhalb der letzten fünf Jahre nach dem Auftreten der Gürtelrose entweder einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erlitten. Die Daten von über 60.000 Personen wurden von den Forschern ausgewertet und mit den Daten von Gleichaltrigen verglichen, die bislang an keiner Gürtelrose erkrankt waren. Die Ergebnisse zeigten, dass in der ersten Woche nach dem Auftreten der Gürtelrose das Risiko für einen Schlaganfall 2,4-fach erhöht war und für einen Herzinfarkt 1,7-fach. Innerhalb weiterer sechs Monate flachte das Risiko wieder auf ein normales Level ab.

Gründe für den Zusammenhang

Mögliche Gründe liegen in dem Stressfaktor respektive der Belastung begründet, die durch eine Gürtelrose hervorgerufen werden. Ein erhöhter Blutdruck, der durch Stress und Schmerzen ausgelöst wird, könne beispielsweise ein Grund für das erhöhte Risiko an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu erkranken, sein. Umso häufiger greifen Menschen zu der Impfung gegen die Zoster-Viren, die seit 2013 bei Personen über 50 Jahren zugelassen ist. Das Risiko an einer Gürtelrose zu erkranken, sinkt damit um 50 Prozent.

 

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