Angelina Jolie – ein risikoreicher Einzelfall

Angelina Jolie hat durch eine sehr persönliche Entscheidung, die sie getroffen und dann publik gemacht hat, heftige Diskussionen ausgelöst. Die Schauspielerin und Lebensgefährtin von Hollywood-Star Brad Pitt hat sich, um einer Brustkrebserkrankung vorzubeugen, die kompletten Brustdrüsen entfernen lassen. Die leere Haut nebst Brustwarze wurde durch Silikon-Implantate aufgefüllt. Die Entscheidung Jolies soll keinesfalls dazu führen, dass Frauen zur Brustkrebs-Prophylaxe ihre Brust entfernen lassen, sondern beruht auf einem sehr individuellen Einzelfall, von dem die Schauspielerin betroffen ist.

Nur wenige Frauen, so auch Angelina Jolie, haben ein mutiertes Gen namens Chromosom 17 in ihrem Körper. Diese Breast Cancer Gene 1 (BRCA1) erhöht die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken, ganz erheblich. Es ist nicht sicher, dass sich Krebs entwickelt, aber die Wahrscheinlichkeit liegt durchschnittlich bei 65 %. Ein weiterer Faktor für die Entscheidung der Hollywood-Schönheit lag sicherlich darin, dass Krebs, der sich bei Frauen, die das BRCA1 in sich tragen, sich sehr schnell und aggressiv entwickelt.

Familiär vorbelastet

Der Eingriff, der in Medizinerkreisen prophylaktische bilaterale Mastektomie genannt wird, war für Angelina eine Lösung, da die Mutter der Schauspielerin dem Brustkrebs mit 56 Jahren zum Opfer gefallen ist. Angelina selbst hat auch Kinder und möchte ihnen einen solch schweren Schicksalsschlag ersparen. Es ist bewundernswert, dass sie die Gründe für ihre Entscheidung, die sicherlich sehr persönlich sind, öffentlich macht. Die Entscheidung zur operativen Prophylaxe fiel auf Grund der Auskunft der Ärzte, dass das Krebsrisiko für Jolie bei 87 Prozent liege. Durch den Eingriff ist das Risiko auf weniger als 5 % gesunken. Die Operation ist keine Garantie dafür, nicht an Brustkrebs zu erkranken, aber in diesem speziellen Fall ist die Entscheidung sicherlich zu verstehen.

Zu viel Information?

Jolie ist an die Öffentlichkeit gegangen, weil andere Frauen erfahren sollen, dass das mutierte Gen möglicherweise in ihrem Körper zu finden ist. Ohne den Background der Krankheitsgeschichte Angelina Jolies ist es allerdings zu überlegen, wie sinnvoll es wirklich ist, das Risiko für eine derartige Krebserkrankung zu kennen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, wie z.B. das Abtasten der Brust, Ultraschall oder Mammografie, schenken vielen Frauen ein hohes Maß an Sicherheit. Auch bei diesen herkömmlichen Methoden ist ein gewisses Restrisiko nicht auszuschließen. Ob aber ein Gentest den Betroffenen hilfreich erscheint oder ihr Leben eher negativ beeinflusst, ist so individuell wie die Entscheidung der Schauspielerin. Angelina Jolie ist einen sehr individuellen Weg gegangen, der sicherlich als Einzelfall zu sehen ist. Diese Lösung ist keine Alternative für viele Frauen, sondern nur ein Einzelschicksal. Die positive Folge des öffentlichen Bekenntnisses der Schauspielerin ist aber, dass das Thema Brustkrebs wieder neu thematisiert wird und das Bewusstsein für Krebsfrüherkennung gestärkt wird.

 

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