Die erste Krankenkasse bezuschusst Wearables: ein Spannungsfeld

Puls- und Schrittzähler, Herzfrequenzmesser und viele weitere sogenannte Wearables geistern seit einiger Zeit durch das fitnessbewusste Deutschland. Mit Hilfe dieser kleinen Geräte können wir inzwischen so ziemlich alles messen, was in Sachen Fitness und Gesundheit entscheidend ist. Dass diese Art der Überwachung zweischneidig ist, liest sich relativ deutlich in der Tagespresse. Nun bezuschusst die erste Krankenkasse Wearables und setzt damit eine Grundsatzdiskussion über den gläsernen Bürger in Gang.

Was zunächst nur in den USA gängige Praxis war, schwappt nun auch nach Deutschland. Krankenkassen wollen auch hierzulande fleißige Fitnesstracker für das ständige Erheben ihrer Daten belohnen. Die AOK Nordost gab Anfang der Woche bekannt, dass sie jeden Kauf eines Wearables mit einem Zuschuss von 50 Euro unterstützen will. Auch die Generali-Versicherung und weitere Versicherungen eruieren aktuell ähnliche Angebote für fitnessbewusste Versicherungsnehmer.

Die zwei wichtigsten Fragen

Bei diesem Thema streiten sich die Geister. Zwei Fragen führen dabei immer wieder zu Reibungen. Erstens: Was bringt die Technik? Sprich führt die Nutzung von Fitnesstrackern wirklich zu einer dauerhaft gesünderen Lebensweise und zweitens: Wie ist es um den Datenschutz bestellt? Geben wir in Zukunft jegliche Möglichkeit der Privatsphäre auf, damit unsere Krankenkassen in Form von kleinen Zuschüssen Teil unserer täglichen Fitness werden können?

Dauerhaft gesunde Lebensweise durch Tracker?

Zur ersten Frage lässt sich sagen, dass die Fitnesstracker sicherlich als Ansporn fungieren. Sie fördern uns Bestzeiten abzuliefern und sobald man seine Werte schwarz auf weiß sieht, hilft auch alles leugnen nichts mehr. Doch Wissenschaftler fragen sich noch immer wie langlebig dieser Ansporn ist. Höher wird der eigene Druck dann, wenn die Daten mit anderen Menschen geteilt werden und zu dem eigenen Ansporn auch noch eine soziale Komponente hinzu kommt. Doch Wissenschaftler bezweifeln, dass sich der externe Druck zu internem Ansporn umwandeln lässt und zweitere wäre eine Bedingung für eine dauerhafte Lebensumstellung.

Die Datenschutzfrage

In Sachen Datenschutz sieht es schon wesentlich heikler aus. Verbraucherschützer warnen davor sämtliche Daten um BMI, Pulsfrequenz etc. bedenkenlos an Krankenkassen weiter zu leiten. Die Ausmaße dieser gläsernen Datenverarbeitung sind bislang noch nicht absehbar. Aus diesem Grund nehmen auch einige Krankenkassen Abstand von der Bezuschussung der Wearables, so beispielsweise die AOK Nordost.

Was bei gesetzlichen Krankenversicherungen aufgrund des Solidaritätsprinzips nicht möglich ist, könnte in Zukunft aber bei privaten Versicherungen greifen. Die Bezuschussung von gesundheitsbewussten Versicherungsnehmern kann auch ins Gegenteil umschlagen und Fitnessmuffeln die Versicherung verweigern. Wie Deine Krankenkassen zu dem Thema Bezuschussung von Wearables steht, kann man bei der Versicherung erfragen. Auch in diesem Bereich wird sich noch einiges tun in der Zukunft. Dem Verbraucher sollte der Preis seiner Daten bewusst sein.

 

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