Entzündungen der Nebenhöhlen häufen sich

Rund zehn Prozent der Deutschen leiden unter Entzündungen der Nebenhöhlen – auch chronische Sinusitis genannt. In Europa sind es sogar 11 Prozent. Spitzenreiter war die Bevölkerung Duisburgs mit 14,1 Prozent. Begründet werden könnte dies mit den Schadstoffbelastungen im Ruhrgebiet. Eine schnelle Therapie ist wichtig, da sonst Hirnhautentzündungen und weitere Komplikationen auftreten können.

Bakterie als Auslöser

Ursache der Erkrankungen ist die Bakterie Staphylococcus aureus, die das Immunsystem des Menschen austrickst: Der Keim stößt ein Gift aus, das zu einer hohen Ausschüttung an Immunglobulin E (IgE) führt – eigentlich ein Antikörper zur Abwehr von Würmern und Pilzen. Die eigentliche Bakterie wird in Ruhe gelassen, während sich IgE im ganzen Körper ausbreitet und beispielsweise für Allergien sorgt.

Weitere Folgen sind angeschwollene Schleimhäute in den Nebenhöhlen, verstopfte Nasen und ein Druckgefühl an Stirn und Wange – ein Arzt wird deshalb selten aufgesucht. Wenn die Krankheit aber nicht behandelt wird, besteht die Gefahr für andere Krankheiten. Dazu gehören Asthma und Entzündungen anderer Gewebeteile wie Augenhöhlen oder Gehirn.

Erst Medikamente, dann Operation

Als erster Schritt reicht ein kortisonhaltiges Nasenspray für die Behandlung. Nasenspülungen mit iso- oder hypertonen Kochsalzlösungen können Symptome abschwächen. In einigen Fällen wird auch Antibiotikum eingesetzt. Aber in letzter Zeit wurde häufiger beobachtet, dass Staphylococcus aureus gegen viele Antibiotika resistent ist. Wenn Medikamente nicht mehr helfen und es schon zu Wucherungen, also Polypen, gekommen ist, bleibt eine Operation. Mittlerweile finden in Deutschland 133.000 Operationen an den Nasennebenhöhlen pro Jahr statt. Mit einem Schlauch begradigen die Ärzte die Nasenscheidewand und entfernen Polypen und entzündete Schleimhautpartien. Es wird überlegt, ob der Wirkstoff Omalizumab in der Therapie eingesetzt werden kann, da er als Antikörper gegen das IgE angeht – und so logischerweise auch bei Sinusitis helfen müsste. Die Wirkung muss noch in klinischen Studien untersucht werden. Zudem besteht bei dem Stoff vermutlich ein erhöhtes Krebsrisiko. Weitere Möglichkeiten bietet eine probiotische Therapie, da bei Nasennebenhöhlen-Patienten oft auch eine unausgewogene Darmflora zu beobachten ist.

 

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