Krebserkrankungen und Hauttumore nehmen zu

Jährlich fallen weltweit etwa 8,2 Millionen Menschen den Folgen einer Krebserkrankung zum Opfer. In Deutschland allein sind es etwa 250.000 und damit sind Krebserkrankungen die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die jährlich 350.000 Todesopfer fordern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine Studie veröffentlicht nach der die Zahl der Neuerkrankungen bis 2025 um 40 Prozent steigen soll, bis 2034 sollen es gar 70 Prozent mehr Fälle sein. Die häufigste Krebserkrankung ist der Lungenkrebs, der gleichzeitig auch die meisten Todesopfer fordert und meist eine einfache Ursache hat: das Rauchen. Risikofaktoren für andere Krebsarten sind vor allem eine schlechte Ernährung, Übergewicht und Alkohol.

Auch die Hautkrebsfälle nehmen zu

Einer Studie der Barmer GEK zufolge nehmen auch die Hautkrebserkrankungen zu. So kam es zwischen 2005 und 2012 zu einem Plus von 79 Prozent beim weißen Hautkrebs. Beim schwarzen Hautkrebs kam es zu einer Zunahme von 60 Prozent im gleichen Zeitraum. 318.000 Menschen in Deutschland litten 2012 am malignen Melanom, wie der schwarze Hautkrebs mit seinem medizinischen Fachbegriff genannt wird. Jährlich kommt es bei allen Arten von Hautkrebs zu rund 200.000 Neuerkrankungen allein in Deutschland.

Am häufigsten kommt es zu Basaliomen und zu Plattenepithelkarzinomen, Arten des weißen Hautkrebs. Diese sind zum Glück nur in seltenen Fällen tödlich, da sie kaum streuen. Umso wichtiger ist es daher, dass diese Arten früh erkannt werden, denn dann sind sie gut behandelbar und stellen keine große Gefahr dar. Viel gefährlicher ist der schwarze Hautkrebs, der im Jahr 2012 hierzulande 2875 Menschen das Leben gekostet hat. Selbstverständlich ist auch hier die Früherkennung wichtig. Sie hat in den letzten Jahren viele Leben gerettet.

Die Ursachen

UV-Strahlung

Einer der Hauptrisikofaktoren für Hautkrebs ist zu viel Sonnenlicht und die damit einhergehende hohe Dosis UV-Strahlung. Diese zerstört im Laufe des Lebens die natürliche Reparaturfunktion der Hautzellen und irgendwann kommt es zu Mutationen und Wucherungen. Der Hautkrebs ist somit auch eine Wohlstandskrankheit, denn erst seit den Sechziger Jahren konnten sich die Deutschen in großer Zahl Reisen in sonnigere Länder leisten und gleichzeitig wurde das Sonnenbaden zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung. Deshalb gilt: Sonnenbrände vermeiden, die Mittagssonne umgehen und Kopf sowie Haut bedecken. Übrigens gilt das nicht nur in südlicheren Ländern, sondern auch in Deutschland, denn die Intensität der UV-Strahlung ist hier im Sommer ähnlich hoch.

Alter

Da die Schäden an der Haut mit den Jahren zunehmen, ist Hautkrebs vor allem eine Krankheit, die mit zunehmendem Alter auftritt. Das Risiko daran zu erkranken, steigt einfach mit den Jahren. Das liegt zum einen daran, dass die Haut im Laufe eines langen Lebens mehr UV-Strahlung ausgesetzt war und zum anderen daran, dass die Reparaturmechanismen der Haut im Alter nicht mehr so gut funktionieren. Vor allem Männer erkranken im Alter häufiger an verschiedenen Arten des Hautkrebs.

Immunsuppression

Ein gestörtes Immunsystem ist ein weiterer Risikofaktor für Hautkrebserkrankungen. Werden die Schutzmechanismen der Haut etwa durch Autoimmunerkrankungen oder Medikamente unterdrückt, steigt das Risiko, dass es auf der Haut zu Mutationen in Folge von einfallender UV-Strahlung kommt. Wer hier gefährdet ist, muss noch mehr auf entsprechenden Schutz achten.

Vorsorge

Die Früherkennung durch Vorsorgeuntersuchungen hat in den letzten Jahren erfreulicherweise dafür gesorgt, dass Hautkrebserkrankungen immer seltener zum Tod führen. Die Krankenkassen zahlen die Vorsorgeuntersuchung alle zwei Jahre für Versicherte ab dem 35. Lebensjahr. Wird ein malignes Melanom früh erkannt, beträgt die Überlebenschance auch nach zehn Jahren über 90 Prozent. Zusätzlich zur Vorsorgeuntersuchung sollte jeder selbst auf etwaige auffällige Stellen auf der Haut achten und bei dem kleinsten Verdacht sofort zum Arzt gehen.

 

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