Sepsis - Neue Studie meldet erschreckende Zahlen

60.000 Menschen sterben jährlich an Sepsis. Sepsis bezeichnet eine Blutvergiftung, bei der Erreger den Organismus in kürzester Zeit zerstören. Eine neue Studie aus Jena, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, zeigt nun, dass mehrere tausend erkrankte Menschen aufgrund von verzögertem Eingreifen, auf Seiten der Mediziner, verstarben.

Die Therapie beginnt zu spät

„Goldene Stunde“ nennen Ärzte die ersten 60 Minuten nach Eintritt der Symptome eines septischen Schocks. Kommt es zu einer Blutvergiftung mit Schockzustand, sind die Chancen einer erfolgreichen Behandlung in diesem Zeitraum noch gut. Immerhin 80 Prozent aller Patienten, so die Schätzungen, können gerettet werden, beginnt die Therapie innerhalb dieser Zeitspanne.

Nach Ablauf der Stunde sinken die Chancen dramatisch. In der Folge versterben viele Patienten, da die Therapie zu spät eingeleitet wurde. Die meisten Therapien beginnen nach ein bis drei Stunden. Die Überlebensrate sinkt dann auf 70 Prozent. Bei mehr als zehn Prozent der Betroffenen wird die Behandlung sogar erst nach über zwölf Stunden eingeleitet. Die Überlebenschancen sinken rasch, sodass weniger als 20 Prozent der Erkrankten eine Blutvergiftung überleben. Der Grund für das späte Eingreifen der Ärzte ist banal: Die Sepsis wird zu spät erkannt. Dabei sind die Symptome eindeutig und selbst ohne Kenntnis der Symptome ist von Bakterien auszugehen, da die Symptome typisch für eine Bakterieninfektion sind. Antibiotika sollten daher regelmäßig gegeben werden, setzen die Symptome ein. Doch genau dies geschieht oftmals nicht. Ohne gesicherte Diagnose scheinen die meisten Ärzte nicht zu behandeln. Dabei ist das Krankheitsbild dramatisch und verlangt nach einer schnellen Reaktion.

Ablauf einer Sepsis

Die Sepsis entsteht in den meisten Fällen durch Bakterien. Aber auch Pilze und ähnliche Erreger können zu einer Blutvergiftung führen. Diese dringen durch Wunden oder reguläre Übertragungswege in den Körper ein. Daher können auch kleine Risse in der Haut, Operationen oder Entzündungen im Körper zu einer Vergiftung führen. In der Regel kann der Organismus die Erreger leicht abwehren und es kommt zu Erkrankungen, die sich zunächst auf den gesamten Körper ausdehnen und später dann auf ein Organ beschränkt bleiben. Bei der Sepsis versagt der natürliche Abwehrmechanismus des Körpers.

Starke Gifte der Erreger oder eine schwache Abwehr sorgen dafür, dass sich die Erreger ohne Gegenwehr des Körpers ausbreiten können. Deshalb können sich die Erreger über den gesamten Körper hinweg vermehren. Sie greifen alle Organe und Gewebe des Körpers an. In der Folge davon kommt es zu einer Entzündung des gesamten Körpers und schweren Schäden der Gewebe und damit zu einem hohen Flüssigkeitsverlust. Um eine weitere Ausbreitung der Erreger und damit einer Verstärkung der Entzündungen entgegenzuwirken, wird schließlich ein Antibiotikum gegeben, das die Erreger stoppen soll.

Pilze können mit diesen Mitteln allerdings nicht bekämpft werden. Hier müssen Antimykotika eingenommen werden, wobei die Pilze wesentlich seltener eine Sepsis auslösen, sodass das Mittel der Wahl in der Regel zunächst das Antibiotikum sein wird. Gegen Viren wirken keine Mittel, sodass bei dieser Infektionsart die schlechtesten Überlebenschancen gegeben sind. Antibiotika wirken allerdings nicht sofort, sondern benötigen Zeit. Bis zum Eintritt der Wirkung muss der Arzt die Flüssigkeitsverluste ausgleichen. Dies geschieht in der Regel mit Hilfe von Infusionen. Da die Entzündungen auch die Gefäße und das Herz betreffen, ist der Blutdruck nicht stabil. Der Kreislauf droht zu kollabieren. Deshalb wird der Kreislauf mit Adrenalingaben stabilisiert. Die Maßnahmen können aber nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg angewendet werden. Greifen die Medikamente nicht, dann bricht der Kreislauf zusammen und der Patient verstirbt.

 

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