Sorgt das Zika-Virus für die Unterentwicklung bei Neugeborenen?

Seit Oktober vergangenen Jahres sind über 11.000 Babys in Kolumbien von dem sogenannten Zika-Virus betroffen. Diese Virusform wurde erstmals vor über 40 Jahren in Uganda beschrieben und wird von den Aedes-Mücken übertragen. Diese Virusinfektion kann ohne oder mit nur sehr milden Symptomen ablaufen. In manchen Fällen äußert sie sich durch Fieber, Hautausschlag, Muskel-, Kopf- und Gelenkschmerzen. Das beängstigendste Symptom ist allerdings eine Schädigung des ungeborenen Kindes.

Nun wird das Zika-Virus erstmals mit der Entwicklung eines kleinen Kopfes bei Neugeborenen in Verbindung gebracht. Im November fanden Forscher Genspuren im Fruchtwasser zweier Schwangerer, die ein Kind mit zu kleinem Kopf geboren hatten. Ein einwandfreier Beweis für den Zusammenhang zwischen einem kleinen Kopf und dem Vorkommen des Zika-Virus ist allerdings noch nicht erbracht. Auch andere Infektionen wie Röteln oder auch vermehrter Alkoholkonsum während der Schwangerschaft können die Entwicklung des Kindes immens beeinträchtigen.

Das Zika-Virus breitet sich aus

Es häufen sich allerdings Fälle, bei denen ein Zusammenhang zwischen der Infektion mit dem Zika-Virus und der Unterentwicklung des Kopfwachstums naheliegt. Im medizinischen Jargon wird diese Unterentwicklung Mikrozephalie genannt. Auch wenn der Zusammenhang noch nicht einwandfrei bestätigt wurde, so häufen sich auf jeden Fall die Zahlen der betroffenen Neugeborenen, die an Mikrozephalie leiden. Weil die Zahlen der betroffenen Neugeborenen inzwischen alarmierend angestiegen sind, hat Brasilien den Gesundheitsnotstand ausgerufen und die Gesundheitsämter aufgefordert Vorbeuge-, Dokumentations- und Aufklärungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Besonders nach den Vorkommnissen rund um das Ebola-Virus ist die Angst und Vorsicht nun sehr groß.

Vorbeugung und Forschung

Als mögliche Vorbeugemaßnahmen sind Moskitonetze und die Vermeidung von größeren Müllherden unerlässlich. Besonders im Müll siedeln sich die Moskitos gerne an. Das Zika-Virus ist bislang leider noch sehr unerforscht, weshalb neue Forschungsgruppen gebildet werden, um das Ausmaß dieser Infektion begreiflich machen zu können.

 

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