Was ist eigentlich der Ruhepuls?

Das Herz eines Menschen hat die Aufgabe, genügend Blut in den Kreislauf zu pumpen. Dabei sie aber nicht immer auf dem gleichen Level, sondern verändert sich die im Laufe eines Menschenlebens.  Im Kindesalter schlägt das Herz mit 100 Schlägen in der Minute bereits deutlich schneller als bei Erwachsenen. Ein gesunder Erwachsener hat einen perfekten Ruhepuls von 60 bis 70 Schlägen in der Minute. Jedoch ist die Definition „Ruhepuls“ sehr individuell.

Je nach Leistungsfähigkeit ist auch der Ruhepuls unterschiedlich

Schlägen die Minute – spricht man in der Medizin von „Tachykardie“. Der Puls ist ganz leicht selbst zu messen. Das Fühlen am Hals oder am Handgelenk ist die einfachste Methode. Da jeder Mensch anders ist, ist es wichtig, seinen Körper zu kennen. Sportler zum Beispiel haben einen Ruhepuls von ca. 50 Schlägen die Minute und reden bereits bei 90 Schlägen die Minute von einem zu hohen Puls.

Faktoren für einen schnelleren Puls

Das Herz passt sich unserer Belastung an. Beim Sport benötigen die Muskeln mehr Sauerstoff, sodass das Herz schneller pumpt. Auch bei Fieber reagiert unser Herz mit mehr Schlägen als gewohnt. Dies ist eine Abwehrreaktion des Körpers, damit der Blutdruck nicht sinkt. Auch psychische Belastung erkennt das Herz. Dabei setzt Stress Hormone frei und diese beschleunigen den Puls. Sportärzte sagen: Ein Puls von 220 abzüglich des Lebensalters ist die oberste Grenze bei sportlichen Aktivitäten. Ist an also 60 Jahre, sollte man auch beim Sport einen Puls von 160 nicht überschreiten.

Plötzlicher Beginn – Das „On-Off-Phänomen“

Das Anpassen des Herzens an die aktuelle Belastung bringt auch das Abklingen mit sich. Ist der Sport zu Ende oder nimmt der Stress ab, verlangsamt sich auch der Puls. Ärzte sind jedoch skeptisch, wenn das „On-Off-Phänomen“ von jetzt auf nachher auftritt. Das heißt Herzrasen taucht plötzlich auf, endet jedoch wieder nach einer gewissen Zeit. Patienten, die dies verspüren, leiden meist auch unter Beschwerden wie Schlappheit oder Unwohlsein. Sofort auf ärztliche Hilfe zurückgreifen sollten Personen, die Schmerzen in der Brust oder Atemnot verspüren. Diese Symptome können ein Anzeichen für lebensbedrohliche Erkrankungen sein. Auch plötzliches Herzrasen sollte kontrolliert werden, hier können Ärzte Abhilfe schaffen und die Gründe feststellen.

Jung und Alt

Das sogenannte „Vorhofflimmern“ tritt meist bei älteren Menschen auf. Dies geschieht, wenn die Vorhöfe, welche die Herzkammern mit Blut befüllen, zu schnell und unkontrolliert schlagen. Hier entsteht oft ein Puls von 130 bis 150 Schlägen die Minute. Die Symptomatik wird meist mit Medikamenten behandelt. Schlägt diese Methode nicht an, wird ein kleiner Eingriff vorgenommen. Bei jungen Menschen spricht man vom „Holiday-Heart-Syndrom“. Eine lange Partynacht und der Konsum von Alkohol bewirken meist Herzrasen. Tritt dies jedoch häufiger auf, sollte man sich zur Sicherheit von einem Arzt untersuchen lassen.

Abschließend ist zu sagen, dass wenn der Ruhepuls über 100 liegt und Symptome wie Unwohlsein, Schwindel, ein unregelmäßiger Puls oder Atemnot auftreten, ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden sollte.

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