COVID-19: Wie hoch ist die Aussagekraft der Antikörpertests?

Im Zusammenhang mit der derzeitigen COVID-19-Pandemie fällt häufig das Wort Antikörpertest. Doch worum handelt es sich dabei genau und wie nützlich ist er? Wir schauen uns das Ganze mal genauer an.

Welche Antikörper werden in dem Antikörpertest überhaupt getestet?

Antikörper bildet der Körper in den unterschiedlichen Stadien einer Infektion unterschiedliche Antikörper, die Immunglobuline. Wütet die Infektion noch in unserem Körper, dann bilden wir das Immunglobulin M und A. Das bedeutet aber auch, dass wir schon einige Tage mit der Infektion hinter uns gebracht haben und wir den Erreger streuen konnten. In den ersten Tagen bringt uns dieser Test also nicht weiter.

Haben wir die Infektion überstandenen, bilden wir den Antikörper Immunglobulin G, der uns zumindest temporär vor einer erneuten Ansteckung schützen soll. Bis dieser Antikörper sich gebildet hat, dauert es aber zwei bis drei Wochen.

Wie ist der Antikörpertest zu bewerten?

Es ist von äußerster Wichtigkeit, die Immunität der Bevölkerung bezüglich SARS-CoV-2 zu kennen – Stichwort Herdenimmunität. Ohne die echten Zahlen zu kennen, ist es nicht möglich die tatsächliche Sterberate valide zu errechnen. Nur so kann eine tatsächliche Risikobewertung des Virus stattfinden. Es ist bekannt, dass die Dunkelziffer sehr viel höher als die bekannten Zahlen liegt. Eine massenhafte Testung wäre dementsprechend wichtig, jedoch warnt das Bundesgesundheitsministerium vor den Schnelltests, da sie unzuverlässig sein sollen.

Woran erkennt man die Qualität eines Antikörpertests?

1. Ganz wichtig ist die Zuverlässigkeit (Sensitivität) des Tests. Sie muss einen Wert zwischen 95 und 99 % aufweisen.

2. Die Spezifität des Tests, die anzeigt, wie oft der Test ein falsches Ergebnis aufweist. Der Virologe Professor Christian Drosten mahnt dies bei der aktuellen Heinsberg-Studie an, da der Test auch Antikörper eines normalen Erkältungserregers anzeigt. Wenn nun 1.000 Menschen getestet werden, besagt ein Wert von 98,5 % demnach, dass 15 der getesteten Personen falsch positiv sind.

3. Dann gibt es noch den positiven prädiktiven Wert, der den Wahrscheinlichkeitswert angibt, dass eine positiv getestete Person auch tatsächlich erkrankt ist. Bei diesem Wert kommt es sehr auf die tatsächliche Verbreitung der Krankheit an.

Warum gibt es diesbezüglich noch keine deutschlandweite Antikörper-Studie?

Wir haben gerade gelernt, dass die Spezifität des Tests eine enorme Auswirkung auf die Validität (Gültigkeit) hat. Wenn der Test bei 1.000 getesteten Menschen 15 Mal falsch liegt, ist er nicht zuverlässig genug, um wissenschaftlichen Kriterien einer Studie standzuhalten. Die Labore arbeiten aber aktuell mit hoher Dringlichkeit an der Entwicklung eines treffsicheren Antikörpertests. Wir werden auch nicht mehr besonders lange auf diesen Test warten müssen.

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