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Kinderkrankheiten

Manche Krankheiten treten im Kindesalter sehr häufig auf und hinterlassen eine lebenslange Immunität, die den Erwachsenen schützt

Kinderkrankheiten

Kinderkrankheiten und Schutz

Kinderkrankheiten treten häufig auf, da das kindliche Immunsystem noch nicht so stark ausgeprägt ist. Besonders bei engem Kontakt mit Gleichaltrigen, wie in der Krippe, im Kindergarten oder in der Schule, haben es die Keime leicht von Kind zu Kind zu wandern. Neben Erkältungen und Fieber gibt es auch viele ansteckende Infektionskrankheiten, die bereits im Kindesalter auftreten und in der Regel eine lebenslange Immunität hinterlassen. Zu den typischen Kinderkrankheiten, die mit einem Hautauschlag verbunden sind, gehören Windpocken, Scharlach und Masern. Gegen viele dieser Krankheiten existieren heute Impfungen. Daher stecken sich eher ungeschützte und ungeimpfte Erwachsene an, bei denen die Krankheiten aber oft mit Komplikationen verbunden sind. Besonders gefährlich können Kinderkrankheiten in der Schwangerschaft sein. Deshalb sollten Frauen mit Kinderwunsch vor der Schwangerschaft fehlende Impfungen nachholen.

Masern

Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende, virale Erkrankung. Der gesundheitliche Allgemeinzustand ist bei Patienten stark beeinträchtigt. Das Virus selbst kann nicht behandelt werden, die Symptome können jedoch gemildert werden. In der Regel verläuft die Erkrankung in zwei Phasen: die erste Phase ist das grippeähnliche Vorstadium, daran schließt sich das Hauptstadium mit dem typisch rötlichen Hautauschlag an. Die Ansteckung erfolgt beim Husten, Niesen oder Sprechen über Tröpfchen. Zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit liegen acht bis zehn Tage und der Ausschlag tritt nach circa 14 Tagen auf. Nicht nur Kinder sind von Masern betroffen, sondern häufig auch Jugendliche und junge Erwachsene. Bei Schwangeren kann es bei einer Maserninfektion zu schweren Komplikationen kommen, denn das Risiko einer Frühgeburt oder einer Totgeburt ist stark erhöht. Als wirksamste präventive Maßnahme gilt die Schutzimpfung. Jeder, der Masern überstanden hat, ist ein Leben lang gegen das Virus immun.

Scharlach

Scharlach ist eine der häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten bei Kindern. Zu den typischen Symptomen gehören Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Schüttelfrost, Fieber, ein nicht juckender Hautausschlag sowie die „Himbeer-Zunge“. Übertragen wird die Krankheit über Tröpfchen durch Sprechen, Husten oder Niesen. Die Krankheit ist demnach hochansteckend, weshalb Scharlach gehäuft in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kindergärten oder Schulen, vorkommt. Die Inkubationszeit liegt bei zwei bis vier Tagen. Erwachsene erkranken nur selten an Scharlach und wenn Scharlach bei Schwangeren schnell erkannt und behandelt wird, gibt es kein erhöhtes Risiko für das Kind. Durch die Bakterien kann es zur Bildung von Giftstoffen, den Toxinen, kommen, aber eine Impfung gegen Scharlach existiert nicht. Nach der Erkrankung ist der Patient zukünftig vor dem jeweiligen Giftstoff des Erregers geschützt, vor allen anderen allerdings nicht. Aufgrund dessen ist eine mehrfache Erkrankung an Scharlach möglich.

Röteln

Die Viruserkrankung Röteln tritt meist im Kindesalter auf. Typische Symptome sind Fieber, fleckiger Hautauschlag und geschwollene Lymphknoten. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also beispielsweise durch Husten, Niesen oder Sprechen, daher ist die Erkrankung auch sehr ansteckend. Die Inkubationszeit beträgt circa zwei bis drei Wochen. Oftmals können Röteln bei Kindern auch ohne Beschwerden verlaufen. Zu schwerwiegenden Symptomen, wie Gelenkentzündungen, Gehirnentzündung, Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung, kommt es eher bei Erwachsenen. In der Schwangerschaft sind Röteln besonders gravierend, da die Organe des Embryos schwer geschädigt werden können. Die Röteln-Impfung sollte bereits im Kindesalter stattfinden. Zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat erfolgt meist die erste Impfung, jedoch sollten spätestens mit Ende des 2. Lebensjahres die Kinder ein weiteres Mal geimpft werden. Wer die Erkrankung überstanden hat, ist lebenslang gegen Röteln immun.

Mumps

Mumps, auch als Ziegenpeter oder Parotitis epidemica bezeichnet, ist eine Viruserkrankung, die in erster Linie bei Kindern auftritt. Das typischste Symptom sind die dicken Backen (Hamsterbacken), welche durch eine Schwellung der Ohrspeicheldrüsen entstehen. Hinzu können Kopf-, Hals- oder Gliederschmerzen sowie Appetitlosigkeit und ein allgemeines Müdigkeitsgefühl kommen. Bei einem Drittel der Patienten treten sogar keine oder lediglich unspezifische Symptome auf. Die Übertragung der Viren erfolgt durch Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen. Erste Mumps-Symptome kommen erst 16 bis 18 Tage nach der Infizierung zum Vorschein. In der Regel verläuft die Erkrankung sehr harmlos, jedoch kann es bei Jugendlichen und Erwachsenen zu schweren Komplikationen kommen. Für Ungeborene ist das Virus bei werdenden Müttern nur im ersten Schwangerschafts-Drittel gefährlich. Der beste Schutz gegen Mumps ist eine Impfung und derjenige der Mumps einmal überstanden hat, ist ab diesem Zeitpunkt immun gegen das Virus.

Keuchhusten

Keuchhusten ist eine Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Es handelt sich weltweit um eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege. Durch den Keuchhusten-Erreger werden Giftstoffe gebildet, durch die es zu einer Schädigung der Schleimhäute der Luftwege kommt. Anfangs treten leichte Erkältungsbeschwerden auf, darauf folgt die Phase der Husten-Erkrankung. Als typisch gilt ein langwieriger, trockener Husten mit einem keuchenden Einziehen der Luft. Letztlich schließt die Erkrankung mit einer Erholungsphase ab. Die Übertragung von Keuchhusten erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder Sprechen. Die Inkubationszeit beträgt 7 bis 20 Tage. In Deutschland sind viele Kinder gegen Keuchhusten geimpft, daher sind oftmals nicht ausreichend geschützte Jugendliche und Erwachsene von der Krankheit betroffen. In der Schwangerschaft können schwere Hustenanfälle zu verfrühten Wehen führen. Eine erneute Ansteckung ist aber auch nach überstandener Erkrankung möglich.

Windpocken

Windpocken gehören zu den häufigsten und hoch ansteckenden Kinderkrankheiten. Als typisches Symptom gilt ein roter, stark juckender Hautausschlag. Meist treten die roten Flecken in mehreren Schüben überall am Körper auf. In einigen Fällen kommen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein allgemeines Müdigkeitsgefühl hinzu. Die Übertragung von Windpocken erfolgt durch Tröpfchen- und Schmierinfektionen. Daher ist einerseits eine Ansteckung mit den Viren durch direkten Kontakt mit der hoch ansteckenden Flüssigkeit in den Hautbläschen und andererseits durch Husten, Niesen oder Sprechen möglich. Die Inkubationszeit liegt in der Regel zwischen 14 und 17 Tagen. Bei Kindern verläuft die Erkrankung meist harmlos, daher treten Komplikationen eher bei Erwachsenen auf. Während der Schwangerschaft sind Windpocken besonders gefährlich. Die Vorbeugung mit einer Impfung ist seit 2004 möglich. Normalerweise treten Windpocken nach bereits überstandener Erkrankung nicht noch einmal auf.

Koliken

Der Sammelbegriff Kolik steht für jedes unkontrollierte Weinen eines ansonsten gesunden Babys. In der Regel ist es sehr schwierig, Babys mit Koliken zu beruhigen, was bei vielen Eltern Hilfslosigkeit hervorruft. Koliken können im Alter von zwei bis vier Wochen auftreten und enden in der Regel im Alter von drei oder vier Monaten, daher wird auch von Dreimonatskoliken gesprochen. Es kann aber auch vorkommen, dass die Koliken bis zum sechsten oder neunten Monat andauern. Neben den regelmäßigen Schreianfällen ziehen Babys bei Koliken die Beine an den Bauch und drücken beim Weinen den Rücken durch. Hinzu kommen Blähungen beim Weinen. Auf die Frage, warum Babys Koliken bekommen, haben die Wissenschaftler bis heute keine Antwort. Oft lassen die Weinkrämpfe ganz von selbst nach und verschwinden wieder. Eltern die unsicher sind, ob es sich wirklich um Koliken handelt, sollten mit ihrem Baby zum Arzt gehen, damit dieser einen Leistenbruch oder ein anderes medizinisches Problem ausschließen kann.

Die vorangehenden Texte stellen eine unabhängige Patienteninformation dar, die von uns erarbeitet wurde, um unseren Besuchern und Mitgliedern hochwertige Informationen bereitzustellen und medizinisches Fachwissen verständlich zu veranschaulichen. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Zu weiterführenden Informationen raten wir zur Konsultation eines behandelnden Arztes, bzw. des Hausarztes, denn die hier veröffentlichten Inhalte sind keine ärztliche Beratung und ersetzen auch keine Diagnose oder Therapie.

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