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Schwangerschaft

Das Leben verändert sich, wenn ein neues Leben entsteht. In der Schwangerschaft haben Körper und Seele erweiterte Bedürfnisse

Schwangerschaft

Schwangerschaft – Gesundheit für Mutter und Kind

Als Schwangerschaft wird der Zeitraum des Heranreifens der befruchteten Eizelle im Körper einer werdenden Mutter zu einem Kind bezeichnet. Die Dauer der Schwangerschaft von der Befruchtung bis zur Geburt beträgt durchschnittlich 266 Tage und in der Regel erfolgt die Berechnung erst ab dem ersten Tag der letzten Menstruation. Demnach liegt die Dauer dann bei etwa 280 Tagen oder 40 Wochen bzw. neun Monaten. Das heranreifende Kind wird in den ersten acht Wochen nach der Befruchtung der Eizelle Embryo genannt. Nach der Ausbildung der inneren Organe wird das heranreifende Kind als Fetus (auch Fötus) bezeichnet. Das Wort „Schwangerschaft“ wird nur bei Menschen gebraucht, der entsprechende Zustand wird bei anderen Säugetieren Trächtigkeit genannt. Verschiedene Zeichen können auf eine Schwangerschaft hinweisen, wie das Ausbleiben der Monatsblutung sowie morgendliches Erbrechen und Übelkeit. Mittels einer Sonografie kann ganz sicher festgestellt werden, ob eine Schwangerschaft vorliegt.

Sport & Schwangerschaft

Sport & Schwangerschaft – Geht das? Lange Zeit galt es als gefährlich, wenn man als schwangere Frau Sport trieb. Die normale Herzfrequenz beim Fötus liegt bei etwa 140 Schlägen pro Minute. Nachdem die Mutter trainiert hat, beträgt der Babypuls im Schnitt 160, dieser beruhigt sich aber relativ schnell wieder. Heutzutage empfehlen Mediziner und Sportwissenschaftler sogar regelmäßiges Training, denn dieses hält die Mutter fit und typische Rückenprobleme und Wassereinlagerungen sowie eine zu starke Gewichtszunahme, Schwangerschaftsdiabetes und Depressionen werden vermindert. Liegt aber eine Risikoschwangerschaft vor, sollte die werdende Mutter ihr Training mit einem Arzt besprechen. Für alle anderen werdenden Mütter sind moderater Ausdauersport, wie Walking, Radfahren und Schwimmen, sowie Muskeltraining, wie Yoga, Pilates oder leichtes Krafttraining, zu empfehlen. Tabu sind extreme Belastungen, Tauchen, Kampf- und Risikosportarten, wie Skilaufen, Reiten oder Inlineskating, sowie Sport bei großer Hitze oder in der Höhe.

Schwangerschaftsvorsorge

Für das Ungeborene besteht auch im geschützten Mutterleib die Gefahr von Krankheiten. Daher sind eine gute medizinische Betreuung und eine Schwangerschaftsvorsorge wichtig, damit das Kind gesund zur Welt kommt. Für jede Schwangere sind mindestens zehn Termine für eine Vorsorgeuntersuchung eingeplant. Bei der großen Erstuntersuchung wird Blut aus der Armvene entnommen. Dabei werden Blutgruppe der Mutter, Rhesusfaktor und Abwehrkraft gegen Infektionskrankheiten, die dem Ungeborenen Schaden zufügen könnten, bestimmt, ebenso der Eisengehalt des Blutes errechnet. Zur Vorsorgeuntersuchung gehören das regelmäßige Blutdruck messen, sowie Urin-Untersuchungen, die anzeigen, ob Entzündungen bei der werdenden Mutter vorliegen. Ab der zwölften Schwangerschaftswoche werden Herzton-Kontrollen durchgeführt und es gibt mindestens drei Untersuchungen per Ultraschall während der gesamten Schwangerschaft. Auch wird der Ultraschall beim ersten Arzttermin vorgenommen, um die Schwangerschaft zu bestätigen.

Ultraschall

Mit Hilfe von Ultraschall kann während der Schwangerschaft das Kind in der Gebärmutter dargestellt werden. Drei Ultraschall-Untersuchungen sind vorgesehen. Weitere Ultraschall-Kontrollen sind nur bei Komplikationen oder Auffälligkeiten notwendig. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Zwischen der neunten und zwölften Schwangerschaftswoche erfolgt die erste Ultraschall-Untersuchung. Die anderen beiden Kontrollen finden zwischen der 19. und 23. sowie zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche statt. In allen Ultraschall-Untersuchungen wird auf die Lage des Kindes, den regelmäßigen Herzschlag des Ungeborenen, eventuelle Auffälligkeiten, die Vitalität des Kindes, körperliche Entwicklung und Körperumriss des Ungeborenen, Mehrlingsschwangerschaft, Menge des Fruchtwassers sowie Lage und Struktur des Mutterkuchens geachtet. Bei der ersten Ultraschall-Untersuchung wird zudem der voraussichtliche Geburtstermin bestimmt. Alle diese Ergebnisse werden im Mutterpass notiert.

Schwangerschaftshormon HCG

Das Schwangerschaftshormon HCG, was für Humanes Choriongonadotropin steht, wird ausschließlich in der Schwangerschaft gebildet und ist dafür verantwortlich, dass diese erhalten bleibt. Daher wird der HCG-Wert während der Schwangerschaft auch regelmäßig kontrolliert. Bei einem Schwangerschaftstest wird mittels des Teststäbchens die Konzentration des Hormons im Urin gemessen. Die Ausschüttung des Hormons erfolgt bereits eine Woche nach der Befruchtung. Im Blut ist es circa neun Tage danach feststellbar. Nach der Einnistung steigen die HCG-Werte explosionsartig an, dass zeigt sich daran das in den ersten zwei Wochen etwa alle zwei Tage eine Verdopplung erfolgt. Ihren Höhepunkt erreicht die HCG-Kurve zwischen der neunten und zehnten Woche, danach fällt sie wieder ab. Der steigende HCG-Spiegel ist vermutlich auch der Grund für Übelkeit, eine empfindliche Nase und Ekel vor bestimmten Speisen während der ersten Schwangerschaftswochen.

Risikoschwangerschaft

Zu Freude und Neugier kommen bei vielen Schwangeren aber auch Besorgnis und Ängste, zu den gefürchteten Risikoschwangerschaften zu gehören. Deshalb ist die Nachricht dazuzuzählen zunächst erschreckend. Bei einer Risikoschwangerschaft besteht die Gefahr, dass während der Schwangerschaft oder Geburt Komplikationen auftreten können. Zudem ist das Risiko für eine kindliche Störung erhöht. Eine Minimierung der meisten Risiken ist inzwischen durch eine intensive Vorsorge und Überwachung möglich und viele verschiedene Risiken sind heutzutage bekannt. Dazu gehören mütterliche Vorerkrankungen, Probleme, die bei vorangegangenen Schwangerschaften vorkamen, sowie Komplikationen, die vom Schwangerschaftsverlauf abhängig sind. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko bei Schwangeren unter 18 oder über 35 Jahren. Wichtig bei Risikoschwangerschaften sind ausführliche Gespräche, regelmäßige Kontrollen sowie ein vertrauensvolles Verhältnis zum Frauenarzt. Dies hilft auch beim Abbau von Ängsten.

Haut und Haare

Das Thema Haut und Haare in der Schwangerschaft hat positive und negative Seiten. Viele Schwangere können sich ab der achten Woche über eine glatte Gesichtshaut freuen, da es durch den erhöhten Östrogenspiegel zu Wassereinlagerungen im Gewebe kommt. Fältchen verschwinden und die Haare werden meist voller. Doch nicht auf alle Frauen treffen diese positiven Nebenwirkungen zu, da die Wirkung der Hormone nicht genau vorhergesagt werden kann. Manche Frauen klagen während der Schwangerschaft über fettige oder trockene Haut und Haare. Hinzu kommen Schwangerschaftsstreifen und die Haut zeigt eine empfindlichere Reaktion auf Sonne. Gegen trockene Haut hilft eine sanfte, pH-neutrale Waschlösung, bei Pickeln und Mitessern sind Produkte mit Zink empfehlenswert. Bei trockenem Haar wird ein Mal pro Woche zu einer Haarkur geraten und zusätzlich hilft es, hin und wieder etwas Olivenöl in die trockenen Spitzen oder Längen einzumassieren. Vitamine und Mineralien, wie Spinat, Nüsse oder Fisch, geben dem Haar zusätzlich Kraft.

Sodbrennen

Bei Sodbrennen steigt salzsäurehaltiger Magensaft in die Speiseröhre auf, wodurch diese gereizt wird und es zu einem heftigen Brennen hinter dem Brustbein kommt. Gegen Ende der Schwangerschaft leiden viele Schwangere unter Sodbrennen, was aber eine ganz normale Begleiterscheinung ist. Weder für die Mutter noch für das Kind stellt Sodbrennen eine Gefahr dar und einige Experten denken sogar, dass Sodbrennen zur Förderung der Entwicklung des Babys beiträgt. Der Gang zum Arzt ist ratsam, wenn die Schmerzen unerträglich werden. Wer unsicher ist, sollte lieber einmal mehr zum Arzt gehen, denn vor allem für Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, ist es schwierig einzuschätzen, welche Symptome vollkommen normal sind oder welche auf eine Krankheit hinweisen. Mandeln, Haselnüsse, Reiswaffeln oder Haferflocken helfen bei Sodbrennen, da diese die Magensäure besonders gut aufsaugen und die Verdauung unterstützen. Bei vielen Schwangeren helfen auch Akupressur und homöopathische Mittel.

Diabetes

Als Diabetes in der Schwangerschaft (Schwangerschaftsdiabetes), wovon zwei bis 14 % der Schwangeren betroffen sind, wird die Zuckerkrankheit bezeichnet, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt. Schwangerschaftsdiabetes ist durch einen ungewöhnlich hohen Blutzuckerspiegel gekennzeichnet und verschwindet oftmals nach der Entbindung wieder. Bei Schwangeren, die bereits in einer früheren Schwangerschaft unter Schwangerschaftsdiabetes litten oder bereits ein oder mehrere große Kinder entbunden haben, ist das Risiko am höchsten. Wer den Diabetes gewissenhaft kontrolliert, hat sehr gute Chancen, das Kind gesund zur Welt zu bringen, nur in seltenen Fällen kann der Diabetes zu Stoffwechselstörungen beim Baby führen. Vom Arzt erhalten Schwangere mit Schwangerschaftsdiabetes Ratschläge, wie der Blutzuckerspiegel gesenkt werden kann. Zuckerhaltige Lebensmittel sollten vermieden werden, dagegen sind Vollkornprodukte und auch Sport empfehlenswert.

Toxoplasmose

Bei Toxoplasmose handelt es sich um eine Infektion, deren Ursache ein kleiner in Katzen lebender Parasit ist. Die Infizierung erfolgt über Katzenkot, aber auch über mit Katzenkot verunreinigte Erde kann man mit dem Parasiten in Kontakt kommen. Die Infizierung ist zudem durch das Essen von rohem, geräuchertem oder halbgarem Fleisch, über Küchenutensilien, die zur Verarbeitung dieses Fleisches verwendet wurden, durch das Trinken nicht pasteurisierter Ziegenmilch oder das Essen von Ziegenkäse aus dieser Milch sowie beim Essen von ungewaschenem Obst möglich. In der Regel verläuft eine Toxoplasmose meist unbemerkt, doch in der Schwangerschaft kann diese zu ernsthaften Konsequenzen führen. Im frühen Stadium einer Schwangerschaft kann es zu einer Fehlgeburt kommen. Zudem kann das Baby einen Hydrocephalus (früher als Wasserkopf bezeichnet) entwickeln. Schäden am Gehirn, den Augen oder anderen Organen des Kindes sind ebenfalls möglich. Zur Behandlung von Toxoplasmose wird meistens Antibiotika eingesetzt.

Die vorangehenden Texte stellen eine unabhängige Patienteninformation dar, die von uns erarbeitet wurde, um unseren Besuchern und Mitgliedern hochwertige Informationen bereitzustellen und medizinisches Fachwissen verständlich zu veranschaulichen. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Zu weiterführenden Informationen raten wir zur Konsultation eines behandelnden Arztes, bzw. des Hausarztes, denn die hier veröffentlichten Inhalte sind keine ärztliche Beratung und ersetzen auch keine Diagnose oder Therapie.

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