Botox-Injektionen bei Migräne

Seit einigen Jahren ist Botox, zur Prävention von Migräneanfällen zugelassen. Die Botox Behandlung richtet sich an erwachsene Patienten mit mehr als 15 Kopfschmerztagen pro Monat (chronischer Migräne) die auf keine andere Prophylaxe Therapie ansprechen oder diese nicht vertragen. Der durchschnittliche Vorteil beläuft sich auf 1,56 Episoden, wenn die Injektionen sich alle 12 Wochen wiederholen und ist statistisch ausgezeichnet. Bei Patienten mit weniger als 15 Kopfschmerztagen „episodischer Migräne“ ist der Vorteil weniger groß und die Therapie somit nicht zu empfehlen.

Mit dem Beck-Depressions-Inventar bzw. unterschiedlichen Fragebögen wurde während den Studien abgefragt, ob sich die Lebensqualität während den Behandlungen verbessert hat. Das Ergebnis dieser Auswertung war positiv. Leider gibt es bei den Botox-Spritzen, in sieben bestimmte Muskelregionen von Kopf und Nacken (trapezius, temporalis, occipitalis, mm. corrugator, procerung, frontalis und cervicalis Para spinalis) auch Nebenwirkungen. Diese sind z. B. Muskelschwäche, Blepharoptose, Myalgie, Sedierung, Schwindel, Diplopie, Hypästhesie, Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung, Dysphagie, Dyskinesie, Asthenie, Sedierung, Nackenschmerzen sowie vermehrte Hautspannung.

Botox vs. Triptane

Die Injektionen sollten deshalb, so empfehlen es die Leitlinien, nur von sehr erfahrenen Ärzten, welche die Spritztechniken beherrschen, durchgeführt werden. Damit soll auch verhindert werden, dass es zu schweren Komplikationen kommt, die es so während den Studien nicht gab. Obwohl es, aufgrund der Studienergebnisse, keine Beschwerdefreiheit durch diese Therapie geben wird, betrachtet Chaput sie als effektiv und sicher. Der Allgemeinmediziner Dr. med. Thomas G. Schätzler aus Dortmund schreibt in einem Leserbrief hierzu folgendes: Er findet, den durchschnittlichen Rückgang der Kopfschmerztage von 1.56 Episoden bei Patienten mit chronischer Migräne, die mit Botox-Injektionen behandelt wurden und diese aufwendige Prozedur auch noch alle 12 Wochen wiederholen müssen, als armselig. Ebenso beurteilt er die Signifikanz bei den Patienten, mit weniger als 15 Kopfschmerzperioden pro Monat als nicht mal messbar, weil der durchschnittliche Rückgang nur 0,17 Episoden umfasst. Selbst den plastisch-rekonstruktiv tätigen Chirurgen müsste es somit klar sein, dass ihre Anti-Migräne Behandlungsmethoden mit Botox so gut wie wirkungslos sind. Triptane, könnten es seiner Meinung nach, besser.

 

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