Hasch ohne ‚High‘ – Cannabis als Wunder-Medikament?

Es war ein lautes Seufzen zu hören, als Anfang 2014 die Nachricht bekannt wurde, dass im US-Bundesstaat Colorado legal Marihuana geraucht werden darf. Als Medizin gibt es die Droge bereits in vielen US-Staaten. In Europa hat zuletzt Frankreich das Cannabis-Medikament Sativex, das gegen spastische Schmerzen bei Multipler Sklerose eingesetzt wird, zugelassen. Laut Betäubungsmittelgesetz (BtMG) ist der „Erwerb und Besitz von allen Pflanzenteilen und Saatgut von Hanf“ in Deutschland strafbar beziehungsweise genehmigungspflichtig.

Seit 2009 gibt es eine Ausnahmegenehmigung für die medizinische Verwendung von Cannabis, seit Mai 2011 ist Cannabis verschreibungsfähig. In Israel ist Cannabis schon seit langem als Arzneimittel gegen verschiedene Krankheiten im Einsatz. Kürzlich wurde eine neue Form von Marihuana-Pflanze gezüchtet, die den Konsumenten nicht mehr high machen soll.

Welche medizinische Wirkung hat Cannabis?

Der Wirkstoff hilft bei Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen und Psychosen, Krebs, AIDS, Hepatitis, dem Tourette-Syndrom, Kardiomyopathie oder Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder colitis ulcerosa. Bei vielen weiteren Krankheiten liegt es zudem sehr nahe, dass Cannabis eine positive Wirkung hat. Das Spektrum reicht von der Parkinson-Krankheit über Schlaganfall bis zu Anämie. Leider hat das Mittel aber auch medizinisch unerwünschte Wirkungen wie Schwindel, Gedächtnisverlust, Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen. Bei der gegenwärtigen Forschung geht es deshalb vor allem darum, diese herauszufinden und zu beseitigen, damit der Wirkstoff der Hanfpflanze in Arzneimitteln verwendet werden kann.

Wie wirkt Cannabis?

Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) bilden die wesentlichen Inhaltsstoffe von Cannabis. Zudem besteht es aus rund 600 Substanzen, deren Zusammenspiel bis heute noch nicht genau bekannt ist. Dabei wirkt THC stark psychoaktiv, CBD dagegen kaum. Letzteres senkt den Augeninnendruck und den Blutzuckerspiegel. Es reduziert Psychosen, Kontraktionen des Dünndarms und die Symptome der Schuppenflechte.

CBD verlangsamt Autoimmunerkrankungen und senkt den Blutzuckerspiegel. CBG wirkt antibiotisch, fördert das Knochenwachstum und hilft bei Leberentzündung. THC, das den High-Effekt auslöst, beruhigt und wirkt krampflösend und appetitanregend. Es erweitert die Bronchien. Es reduziert zum einen den Rückfluss von Magensäure, zum anderen die Symptome von Alzheimer. CBC bekämpft Bakterien und Pilze und lindert Migräne. Das tut auch CBN. Zudem wirkt es antioxidativ und krampflösend.

Was hat das mit der Pflanze, die nicht stoned macht, auf sich?

Die größte Cannabis-Farm Israels heißt Tikun Olam, übersetzt etwa Rettung der Welt. Sie liegt im fruchtbaren Norden Israels. In den vom Gesundheitsamt überwachten Gewächshäusern werden Pflanzen nur für den medizinischen Bedarf gezogen. Darunter befindet sich seit kurzem eine Züchtung, die großenteils ohne bewusstseinsveränderte Substanzen auskommt. Durch das vorsichtige Kreuzen von Pflanzen wurde das psychoaktiv wirkende THC (Tetrahydrocannabinol) aus der Pflanze so gut wie entfernt. Daher macht sie weder high, noch benebelt. Die Cannabis-Farm arbeitet seit einiger Zeit mit einem israelischen Altersheim zusammen.

Ein Beitrag des ARD-Weltspiegels zeigte, dass die Gabe von Cannabis dort die Lebensqualität der Senioren wesentlich verbessert hat. Ruth Gallily, Immunologin am Hadassa-Krankenhaus bei Jerusalem, dämpft allerdings die Hoffnungen: „Die Pharmaindustrie hat natürlich kein Interesse, dass sich Cannabis als Medikament durchsetzt. Man kann eine Pflanze nicht patentieren lassen. Und obendrein: Cannabis und selbst die synthetische Gewinnung von CBD sind wahnsinnig billig. Die Pharmaindustrie will ihnen aber Cortison und viele andere stinkteure Medikamente verkaufen.“

 

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