Karies ohne Bohren behandeln? Geht!

Karies ist eine Krankheit, die besonders häufig Heranwachsende betrifft. Ist es aber erstmal so weit, dass Karies ausgebrochen ist, gibt es meist nur eine und zwar eher unangenehme Methode dem Ganzen beizukommen: Bohren. Das eher nervtötende, grässliche Geräusch eines Bohrers, der in einen von Karies befallenen Zahn bohrt, dürfte so ziemlich keinem Menschen gefallen. Die Zahnmedizin versucht nun deshalb ohne diese Maßnahme auszukommen.

Diese neue Denkrichtung ist australischen Forschern zu verdanken, die über mehrere Jahre hinweg eine Methode entwickelt haben, die nicht-invasiv gegen Karies vorgeht. 19 australische Zahnarztpraxen nahmen an der Studie teil. Alle Studienteilnehmer bekamen einen Fluroid-Lack auf ihre Zähne aufgetragen, eine präzise Anleitung fürs Zähneputzen und eine Ernährungsberatung, die das Kariesrisiko eindämmt.

Karies-Management funktioniert

Nach sieben Jahren zeigte sich, dass das Karies-Risiko auf diese Weise reduziert werden konnte. Das Risiko der behandelten Gruppe zeigte sich um 30 bis 59 Prozent geringer und unterstützt die Hypothese, dass es im Schnitt vier bis acht Jahre dauert bis Karies vom Schmelz bis zum Zahninneren vorgedrungen ist, sprich gefährlich wird. Somit scheint Karies-Management, wie die Mediziner diese Methode nennen, zu funktionieren.

Die Infiltrationsmethode

Sind die Schäden allerdings bereits groß, hat der Mediziner Hendrik Meyer-Lückel mit einem Kollegen aus Berlin eine Methode entwickelt, die das Bohren ebenfalls unnötig macht. Die Mediziner haben einen flüssigen Kunststoff entwickelt, der in die Poren des Zahns eindringt und den Karies auf diese Weise stoppt. Die Behandlungskosten liegen zwischen 60 und 100 Euro. Ist bereits eine Füllung oder Krone beim Betroffenen vorhanden, kann die Infiltration nicht mehr vorgenommen werden.

Zu wenig Langzeitstudien vorhanden

Meyer-Lückel testete sein entwickeltes Produkt an 22 Patienten selbst. 29 Stellen wurden entweder vorgeblich mit der Infiltrationsmethode behandelt oder tatsächlich. Die Studie ergab, dass nach 18 Monaten bei 27 Prozent der lediglich vorgeblich behandelten Stellen Karies voran geschritten war und bei sieben Prozent der wirklich behandelten Stellen.

Die aktuelle Studienlage belegt die Wirkung von mikro-invasiven Methoden gegen Karies. Allerdings fehlen nach wie vor Langzeitstudien, welche die Wirkung auf Dauer bescheinigen. Für Betroffene ist es daher ratsam bei der Behandlung von Karies genau hinzuschauen. Achtet auf eine genaue Diagnostik des Karies-Stadiums und Präventionsmaßnahmen, die sich auf den Bereich der Ernährung und der Zahnpflege erstrecken. Das sogenannte Karies-Management könnte auch aufgrund der geringen Vergütung, die für eine Beratung erfolgt, uninteressant für viele Mediziner sein, es scheint aber echte Alternative zum Bohren zu sein.

 

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