Schmerzmittel können die Nieren schädigen

Der Fall des Ivan Klasnic löste 2008 nicht nur in der Fußballwelt für Aufsehen: Der ehemalige Stürmer des Bundesligisten Werder Bremen warf damals den Ärzten des Vereins vor, trotz ihres angeblichen Wissens um die Gefahr einer Nierenerkrankung weiterhin Schmerzmittel verabreicht zu haben. Doch der Fall des kroatischen Nationalspielers ist leider kein Einzelphänomen:

Auch viele Amateursportler greifen schnell zu schmerzlindernden Medikamenten wie Diclofenac, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS). Die Hemmschwelle ist oft gering, da die meisten Wirkstoffe ohne Rezept in jeder Apotheke erworben werden können. Auch die Tatsache, dass man mit dem Sport ja etwas Gesundes tue, lenkt viele von der Gefährlichkeit der regelmäßigen Einnahme von Schmerzmitteln ab. Was bei Leistungs- sowie Breitensportlern nämlich gerne verkannt wird, ist, dass der Schmerz als natürliches Warnsignal vor schwerwiegenden Verletzungen bewahren kann.

Marathonläufer und Schmerzmittel

Vor allem bei Marathonläufen scheint eine nicht geringe Zahl der Sportler auf Schmerzmittel zu vertrauen: Eine 1998 durchgeführte Untersuchung im Rahmen des alljährlich im Berner Oberland stattfindenden Jungfrau-Marathons markierte die erste groß angelegte Dopingkontrolle unter Breitensportlern; von den knapp 3.000 angemeldeten Läuferinnen und Läufer wurden knapp 4 Prozent zur Urinprobe gebeten. Bei 34,6 Prozent der Proben wurde die Einnahme von Schmerzmitteln nachgewiesen, wobei mehr als die Hälfte der Frauen (55,6 Prozent) und knapp ein Drittel der Männer (29,4 Prozent) zu Medikamenten griffen. Zwar waren die getesteten Wirkstoffe nicht auf der Dopingliste aufgeführt, alarmierend sind die Befunde dennoch – erlauben sie doch einen (wenn auch vorsichtigen) Rückschluss auf den Umgang mit Schmerzmitteln in der Gesellschaft.

Eine teilweise Entwarnung gibt jedoch Kay Brune, Professor der Universität Erlangen sowie Vizepräsident der Deutschen Schmerzgesellschaft: Der Großteil der Deutschen verwende Schmerzmittel nämlich in einem verantwortungsvollen Rahmen, nur vereinzelt müsse man von Medikamentenmissbrauch sprechen. Am häufigsten trete ein zu laxer Umgang mit den Arzneien Aspirin, Ibuprofen und Diclofenac auf. Neben der Unterdrückung des Schmerzes als wichtiges Warnsignal werden auch die als Prostaglandine bezeichneten Schutzhormone des Körpers in ihrer Wirkung gehemmt. In jungen Jahren sei dagegen eine gelegentliche Nutzung von Schmerzmitteln gefahrlos möglich; auch müsse die Art der Therapie, das Alter des Patienten sowie die Dosis berücksichtigt werden, bevor von einem schädigenden Effekt des Schmerzmittels gesprochen werden könne. Mit fortschreitendem Alter steige aber die Gefahr, dass durch die Hemmung der Prostaglandine die Nierenfunktion stark eingeschränkt wird.

Die Einnahme von Schmerzmitteln, seien sie mit oder ohne Rezept erhältlich, sollte also soweit wie möglich reduziert werden. Vor einer regelmäßiger Anwendung ist außerdem unbedingt ein Arzt zu konsultieren.

 

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