Schokolade statt Hustensaft

Britische Wissenschaftler testen ein auf Kakao basierendes Hustenmittel mit Diphenhydramin, Levomenthol und Ammoniumchlorid. Zu dieser Studie wurden erwachsene, nicht rauchende Testpersonen (57 % Prozent davon weiblich) ausgesucht. Teil der Studie war es, die Entwicklung des Hustens innerhalb der nächsten 3 Tage zu beobachten und nach Schweregrad, Schlafstörungen, Hustenhäufigkeit zu kategorisieren und den Gesundheitszustand festzustellen. Die Probanden berichteten über weniger Schlafstörungen, dass auf das im Kakaosirup enthaltene Diphenhydramin zurückzuführen ist und die Hustenanfälle reduziert. Wie ein Schutzfilm legt sich der Sirup über die entzündete und gereizte Schleimhaut. Dadurch kommt es zu weniger Hustenreiz und die Nerven sind auch besser geschützt. Natürlich kommt es nicht nur auf den Kakao-Sirup an, sondern die Mixtur macht es aus. Das Antihistamin mindert den Hustenreflex, das Menthol kühlt und das Ammoniumchlorid sorgt dafür dass der Husten sich lockert.

Lebensqualität bei anhaltendem Husten

In einer weiteren Studie untersuchen die Briten die Wirkung von Theobromin. Dabei wurde in einer parallel laufenden Studie Probanden Placebo und Theobromin verabreicht. Methylxanthin, das in Kakaobohnen und Schokolade enthalten ist, hat eine ähnliche Struktur wie Koffein. Es wirkt hustenstillend und erweitert die Gefäße. Theobromin hemmt die Wirkung bestimmter Enzyme und blockiert gleichzeitig Adenosin-Rezeptoren. Das bewirkt, dass der Vagusnerv im Gehirn beruhigt wird, was wiederum den anhaltenden Hustenreiz mindert. Nach 14 Testtagen sollten die Studienergebnisse anzeigen, wie sich Theobromin auf die Lebensqualität der Patienten auswirkt. Die Testergebnisse lieferten keine überzeugende Überlegenheit von Theobromin, was die bessere Lebensqualität bei stark hustenden Probanden angeht. Es wirkt zwar besser bei der Verringerung des Hustenschweregrades als die Placebos, aber statistisch gesehen, ist dies nicht wirklich signifikant. Zur Behandlung von hartnäckigem Husten, sehen die Wissenschaftler Theobromin dennoch als eine vielversprechende Option an. Es wirkt schnell und über einen Zeitraum von mehr als vier Stunden. Damit ist es wesentlich wirksamer als Koffein bei der Hemmung des, durch Zitronensäure induzierten Hustens und mindestens genauso wirksam wie Theophyllin. Schokolade kann daher kein Ersatz für Hustensaft sein. Jedoch wird die Lebensqualität während einer Erkältungsphase durch Schokolade deutlich erhöht, weil Naschen bekanntlich glücklich macht.

 

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