Autismus: Das Krankheitsbild

Autistische Menschen unterscheiden sich in ihrem Verhalten grundsätzlich stark von ihrer Umwelt. Auffällig ist, dass offenbar mehr Männer und Jungen unter dieser Krankheit leiden als Frauen und Mädchen. In der Regel wird Autismus meist bereits im Säuglings- und Kleinkindalter festgestellt.

Symptome

Autisten sind kaum in der Lage Blickkontakt zu ihren Mitmenschen aufzunehmen. Sie lächeln nicht und sprechen kaum, auch der körperliche Kontakt wird vermieden. Spricht ein Autist, so werden Worte oder ganze Sätze wiederholt, die Gespräche drehen sich meist um die andere Person und nicht um sich selbst.

Ein Merkmal des Autismus ist die Unfähigkeit, die Gefühle anderer Menschen zu erkennen. Emotionen wie Traurigkeit sind für Autisten unbekannt. Sie sind nicht in der Lage Trost bei anderen Personen wie etwa den Eltern zu suchen. Autistische Kinder spielen lieber allein und entwickeln kaum Freundschaften. Eine weitere Auffälligkeit sind die immer gleichen Abläufe im Leben der Autisten. So dürfen sich etwa Wege nicht ändern und auch das Umfeld muss immer gleich bleiben. Auf Veränderungen wie etwa das Umstellen von Möbeln, reagieren Autisten sehr stark.

Diagnose

In den meisten Fällen wird die Diagnose Autismus schon im frühen Lebensalter gestellt. Wird eine autistische Störung vermutet, so gilt es zunächst, körperliche Erkrankungen auszuschließen. Dazu führt der Kinderarzt einen Seh- und Hörtest durch. Anhand der Reaktionen des Kindes, wie etwa fehlender Augenkontakt mit den Eltern, ist der Arzt in der Lage, die entsprechende Diagnose zu stellen.

Ursachen

Was die Ursachen für den Autismus betrifft, so sind sich die Fachleute nicht immer einig. Es wird jedoch vermutet, dass die Veranlagung zum Autismus vererbt wird. Oft ist es so, dass mehrere Geschwister betroffen sind, oder zumindest Auffälligkeiten im Verhalten vorliegen.

Es gibt Fälle, bei denen sich der Gehalt an Botenstoffen im Gehirn von gesunden Personen unterscheidet. Eine weitere Möglichkeit kann eine Störung in der Durchblutung des Gehirns sein. Zudem sind dann oft die Regionen des Gehirns nicht ausreichend entwickelt, in denen die sprachlichen Fähigkeiten oder das soziale Verhalten angelegt sind.

Eine Rötelinfektion während der Schwangerschaft erhöht das Risiko, ein autistisches Kind zu bekommen. Aber auch wenn ein genetisch vorbelastetes Kind psychisch vernachlässigt wird, kann sich eine Form des Autismus bilden.

Verlauf

Je jünger ein Patient ist, umso ausgeprägter ist die Krankheit. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Symptome des Autismus sich bessern oder sogar fast völlig zurückgehen. Dabei haben die Patienten, die unter dem sogenannten Asperger-Syndrom leiden die größten Chancen, ein selbstständiges Leben zu führen. Zwar schotten sie sich meist völlig von ihrer Umwelt ab, sind jedoch in der Lage, sich selbst zu versorgen.

Anders sieht es bei Menschen aus, die unter dem Kanner-Syndrom leiden. Diese erweiterte Form des Autismus zeichnet sich durch eine unzureichende geistige Entwicklung aus. Als Babys suchen diese keinen Blickkontakt zu den Eltern und schreien oft stundenlang völlig ohne Grund. Die Betroffenen mögen es nicht berührt zu werden und bleiben dabei ein Leben lang auf die Hilfe anderer angewiesen.

Aber nicht jeder, der an Autismus leidet, ist auf Hilfe angewiesen. Viele Autisten sind in der Lage, einen Beruf zu ergreifen und ein fast normales Leben zu führen.

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