Autismus

Viele haben wohl schon einmal von der Diagnose Autismus gehört. Fragt man, wie sich die Krankheit äußert können doch nur wenige antworten. Die Krankheit, die statistisch gesehen mehr Jungen als Mädchen betrifft, wird zumeist schon im Kindesalter erkannt. Eine autistische Störung ist eine tiefgreifende Störung der Entwicklung. Der Psychologe Leo Kanner berichtete erstmals von der Störung. Das von ihm beschriebene Krankheitsbild tritt immer vor dem 3. Lebensjahr auf. Aufgrund dessen wird es auch als frühkindlicher Autismus bezeichnet. Eine leichtere Form des Autismus ist das Asperger-Syndrom.

Das Fehlen von gesellschaftlicher Interaktion und die Bildung der Sprache

Menschen, die an Autismus leiden, haben meist ein grundlegendes Defizit in der gesellschaftlichen Interaktion. Ihnen fehlt das Verständnis für die Gedanken und Gefühle anderer und oftmals ist das Einfühlungsvermögen stark begrenzt. Aufgrund dieses Unverständnisses halten sich Autisten häufig nicht an gesellschaftliche Normen und Regeln. Ebenso können sie nicht oder nur sehr schwer stete zwischenmenschliche Bindungen aufbauen. Ihnen fehlt das Interesse an ihrem Gegenüber und Blickkontakt wird von Betroffenen gescheut. Kinder spielen lieber allein und halten sich fern der anderen Kinder auf. Nur sehr selten verändern sie ihre Mimik oder lassen anhand derer ihre Emotionen erkennen. Sie versuchen Körperkontakt zu vermeiden und umgehen Umarmungen sooft es ihnen möglich ist. Stattdessen nehmen sie lieber Kontakt mit ihren anderen Sinnen auf, wie dem Riechen oder Tasten.

Autistische Kinder weisen oftmals Besonderheiten in ihrer Sprache auf. Da sie es möglichst vermeiden sich verbal zu äußern, entwickelt sich die Sprache verzögert oder gar nicht. Es ist typisch, dass sie bestimmte Wörter oder Wortgruppen wiederholen. Meist haben Autisten Schwierigkeiten mit dem Wort „ich“. Sie benutzen es nur sehr eingeschränkt und sagen stattdessen lieber „du“. Alles Gesagte verstehen sie grundsätzlich wörtlich, (ohne Ironie oder Humor). Anders als Gehörlose können sich autistische Menschen, haben sie nicht gelernt sich verbal zu äußern, kaum durch ihre Mimik und Gestik verständigen, da sie nicht in der Lage sind durch Imitation zu lernen oder eine Gefühlsregung auszudrücken.

Ein geregelter Alltag ist wichtig

Ein Autist liebt die Gleichförmigkeit des Alltags und die vielen kleinen Rituale in ihm. Das Schaukeln in der Sonne während man die Finger vor den Augen tanzen lässt. Anders als andere Kinder beschäftigen sich Kinder mit einem Frühkindautismus meist nicht Puppen oder Autos, sondern lediglich mit einem Teilaspekt derer – wie etwa dem Rad eines Autos. Rollenspiele mit diesen Spielzeugen sind ausgeschlossen. Das Beobachten von technischen Geräten oder fließendem Wasser ist für viele Autisten eine Lieblingsbeschäftigung, der sie mehrere Stunden am Tag widmen können.

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