Die Symptome und der Verlauf von Sexsucht

Analogien zu anderen Süchten

Die Symptome der Sexsucht sind vergleichbar mit den Anzeichen aller nicht-stoffgebundenen Süchte. Ein deutliches Anzeichen ist die Steigerung der „Dosis“. Der Betroffene steigert seine sexuelle Aktivitäten ständig. Was mit zweimaligem Sex begann, kann daher eine tagesfüllende Tätigkeit werden. Zudem sind die Gedanken ständig bei der Sexualität und der Süchtige sucht ständig nach neuen Möglichkeiten. Sind diese nicht vorhanden, befriedigt sich die Person einfach selbst. Eine echte Befriedigung entsteht dadurch allerdings nicht. Verzichtet der Süchtige, dann fühlt er sich leer und kann sogar Ängste entwickeln.
Soziale Probleme entstehen

Ein weiteres Problem ist in sozialer Hinsicht gegeben. Personen in einer Partnerschaft suchen den Kontakt zu ihrem Partner, der daraufhin abwehrend reagiert. Sex wird zur Belastung und Probleme in der Partnerschaft treten auf. Diese können dann sogar zur Trennung führen. Mit zunehmendem Suchtdruck kommt es zudem zu Störungen in beruflicher Hinsicht, die dann zu finanziellen Problemen führen. Die finanzielle Situation verschlechtert sich, da der Süchtige Geld in die eigene Sucht investiert und beispielsweise Prostituierte aufsucht.

Kontrollverluste

Die Kontrolle über die Sexualität geht verloren. Zwar leiden die Betroffenen stark unter ihrer Sucht. Allerdings ist ein Zwang vorhanden, der sie immer wieder zu der Handlung treibt. Der Sex kann nicht mehr begrenzt werden und muss ständig ausgelebt werden. Negative Folgen sind dem Süchtigen zum großen Teil bewusst, wodurch er versucht, enthaltsam zu leben. Dies gelingt allerdings nicht, so dass der Kreislauf weiterhin fortgeführt wird.

Ein Ersatz wird gesucht – Von wirkungslosen Fantasien

Häufig werden sexuelle Fantasien entwickelt, die dann als Puffer dienen sollen. Dadurch – so hofft der Süchtige – werden die Probleme verringert. Gerade in Situationen, in denen negative Gefühle vorhanden sind, wird dieser Versuch unternommen, ohne dass er eine wirkliche Wirkung hat. Der Drang wird größer, bis er schließlich ausgelebt wird. Am Ende des Vorgangs stehen dann Schuldgefühle und es kommt zu einer inneren Leere.

Viel Raum im täglichen Leben und ein Gewichtsverlust

Sex nimmt den wichtigsten Platz im Leben ein. Die gesamte Freizeit wird darauf verwendet, die Handlungen auszuführen. Da die Anstrengungen enorm sind, ist auch die Erholung zwischen den Handlungen ein großer Teil der Freizeitplanung.

Sexualität verbraucht viel Energie. Daher nehmen die Betroffenen häufig stark ab oder müssen sehr viel Essen, um das Gewicht zu halten.

Steht kein Partner zur Verfügung, dann wird häufig ein Bordell besucht. Auch Parkplatzsex und andere anonyme Orte werden aufgesucht. Damit versucht der Betroffene, seine Sucht zu verbergen, was ihm teilweise gelingt, da ihn niemand kennt. Häufig werden die Betroffenen selbst zum Dienstleister und gehen in die Prostitution. Auch Sexhotlines und Ähnliches werden immer wieder angerufen und dienen als Ersatz für die Intimität mit einer realen Person.

Kriminalität gehört auch zu dieser Sucht

Auch kriminelle Handlungen gehören zum Erscheinungsbild. Häufig vertreten ist der Voyeurismus oder der Exhibitionismus. Zudem sind auch sexuelle Handlungen an minderjährigen im Spektrum vorhanden. Dies führt zu Konflikten mit dem Gesetz und häufig kommt es zu massiven Strafen, da die Handlungen auch ausgeführt werden, wenn die negativen Folgen bereits eingetreten sind.

Vom Anfang zum Ende – Der Verlauf

Der Verlauf der Sucht ist linear zu sehen. Häufig beginnt alles ganz harmlos und kann noch kontrolliert werden. Nur langsam steigt die Anzahl der sexuellen Handlungen, so dass sie kaum bemerkt wird. Die Betroffenen selbst sind kaum in der Lage ihre Sucht zu bemerken. Die Partnerschaft ist häufig noch nicht gestört und die sexuellen Handlungen können in einem akzeptierten Rahmen stattfinden. Problematisch wird die Sucht daher erst, wenn der Partner keine Lust hat. Ist die Sucht bereits stark genug, kommt es zur Selbstbefriedigung und später wird dann ein Ersatzpartner aufgesucht.

Schließlich nimmt der Sex einen immer größeren Raum im Leben ein, bis er schließlich alles bestimmt. Die Partnerschaft leidet und es kommt zu einer sozialen Isolation. Schließlich verlieren viele Menschen ihre Arbeit und alles wird unkontrolliert. Durch ständig wechselnde Sexualpartner steigt die Gefahr für Geschlechtskrankheiten. Der Körper ist vollkommen leistungsunfähig. Finden sich keine passenden Möglichkeiten, dann wird die Sucht in der Öffentlichkeit gezeigt. Hier kommt es dann zu den Straftaten. Erst zu diesem Zeitpunkt wird dann die Erkrankung bemerkt und kann therapiert werden.

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