Wie wirksam ist Mentaltraining?

Meditieren wird häufig mit dem Bereich der Esoterik in Verbindung gebracht. Doch Forscher des Max-Planck-Instituts haben nun untersucht, wie Methoden des Mentaltrainings wirklich wirken.

Haben verschiedene Arten des Mentaltrainings unterschiedliche Wirkungen?

Mittlerweile ist auch wissenschaftlich anerkannt und belegt, dass Meditation und Methoden des Mentaltrainings zur Entspannung beitragen können und Geist und Körper fit und gesund halten. Bisher wurde allerdings noch nicht erforscht, welche verschiedenen Arten und Methoden der Meditation sich in welcher Weise auf den menschlichen Körper auswirken. Hier setzte also die Studie des Max-Planck-Instituts an.

Das Erlernen der täglichen Meditation

Prof. Dr. Tania Singer und ihr Forscherteam aus dem Bereich der Kognitions- und Neurowissenschaften luden für ihre wissenschaftlichen Untersuchungen etwa 230 Probanden ein. Zwei Monate lang wurden den Teilnehmer, die alle zuvor noch keinerlei Erfahrungen mit Mentaltraining oder Meditation gemacht hatten, verschiedene Praktiken und Übungen dieses Feldes vorgestellt und beigebracht. Sie sollten diese dann täglich eigenständig ausführen.

Präsenz, Perspektive und Affekt

Das Training der Testpersonen wurde in drei verschiedene Phasen unterteilt. Die Präsenz-Phase, die Perspektiven-Phase und die Affekt-Phase. Während der unterschiedlichen Übungen ging es hauptsächlich darum, seine eigene Achtsamkeit bezüglich geistiger und körperlicher Verhaltensweisen und Prozesse zu stärken, seine Emotionen positiv und konstruktiv zu kanalisieren und sozio-kognitive Erkenntnisse zu erweitern.

Verschiedene Formen – verschiedene Ergebnisse

Sämtliche Arten der Meditation, die die Probanden praktizierten, bewirkten ein deutliches Wachstum positiver Emotionen. Die Testpersonen berichteten, sie seien weniger abgelenkt und könnten sich viel besser als zuvor auf das Hier und Jetzt fokussieren. Doch es wurde ebenfalls ersichtlich, dass zwischen den verschiedenen Formen und Inhalten des Mentaltrainings große Unterschiede bestehen.

Mehr als nur gesundheitsfördernd

Das Präsenztraining führte beispielsweise dazu, dass die Teilnehmer ihren eigenen Körper bewusster und stärker wahrnehmen konnten. Das Perspektivtraining hingegen erhöhte die Wahrnehmung und Intensität positiver Gedanken gegenüber anderen Personen. Durch das Affekttraining wiederum wurden die eigenen Gefühle und Gedanken auf positive Art und Weise hervorgehoben. Aus diesem Grund vermuten die Wissenschaftler, dass Mentaltrainings und Meditationsformen meist weit mehr bewirken als die Verbesserung unseres Gesundheitszustandes.

 

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