Sexsucht - ein allgemeines Problem

Gesunde Wirkung der Sexualität

Nach neuen Studien schützt regelmäßiger Sex den Mann vor Arterienverkalkung, Osteoporose, Herzinfarkt und Krebs. Beim Sex steigt der Testosteronspiegel an, was die Gedächtnisleistung verbessert und zudem das Risiko für Schlaganfälle vermindert. Schmerzen nehmen durch Substanzen ab, die opiumähnlich sind und somit wird Stress zuverlässig minimiert.

Und auch die Bindung zwischen den Partnern wird durch die Ausschüttung des Oxytocins während des Geschlechtsverkehrs verstärkt. Sexualität sollte daher ein Segen sein – sowohl in gesundheitlicher, wie auch in sozialer Hinsicht. Doch was wenn aus normalem Verlangen nach Sex eine Sexsucht entsteht?

Wenn Sex zum Problem wird

Zum Problem wird der Drang nach sexueller Befriedigung erst, wenn ein Mensch sich übermäßig mit diesem Thema beschäftigt. Die Gedanken richten sich vollständig auf die Sexualität aus und andere Bereiche des Lebens treten in den Hintergrund. Die Sexualität führt nicht mehr oder kaum zu einer Befriedigung, wodurch der Drang nach erneuter sexueller Betätigung größer wird. Der Drang wird in der Öffentlichkeit verschwiegen und der Leidensdruck nimmt zu. Die Betroffenen sind in einer Sackgasse gefangen. Sie können ihre Probleme nicht öffentlich machen und leben ihre übersteigerte Sexualität daher geheim aus.

Die Methoden, um die Sucht zu befriedigen, können dabei höchst unterschiedlich sein. Während einige Personen ihre Sucht offen bei Prostituierten ausleben, befriedigen sich andere Personen selbst – und zwar ständig. Tückisch ist, dass die Sucht nicht auf einem gleichbleibenden Niveau verbleibt. Vielmehr nimmt sie – wie bei anderen Süchten auch – ständig zu. Was mit zweimaligem Sex täglich begann, kann dann zu einer Dauerbeschäftigung werden. Einige Betroffene stehen dann sogar in der Nacht auf, nur um die Sucht zu befriedigen.

Volkskrankheiten und Tabus

War das Thema zu früheren Zeiten eher hinter verschlossenen Türen anzutreffen, gelangt es heute durch die neuen Medien immer mehr an die Oberfläche. Es wird versucht, diese Sucht genau zu definieren. Genaue Studien sind allerdings bis heute nicht vorhanden, weshalb alle Daten nur Vermutungen und Annäherungswerte darstellen. Dabei scheint gerade dieser sehr leicht zugängliche Suchtstoff relativ weit verbreitet zu sein. Es wird vermutet, dass jeder zehnte erwachsene Bundesbürger von Sexsucht betroffen ist. Dies entspricht in absoluten Zahlen immerhin mehreren Hunderttausend Menschen. Daher ist die Sucht nach Sexualität eigentlich sogar als Volkskrankheit zu werten, die ähnliche Ausbreitungen zeigt, wie das Rheuma oder die Multiple Sklerose.

Ein Grund für die Tabuisierung des Themas ist sicherlich auch der Umgang mit dem Thema selbst. Noch in den 1960er Jahren sprach niemand über Sex und seine sexuellen Neigungen. Nackte Menschen auf Fotografien waren eher selten anzutreffen. Einzig die künstlerischen Darstellungen auf Ölbildern waren erlaubt. Weiblichkeit bedeutete zu dieser Zeit, dass durch die Kleidung bestimmte Proportionen erkennbar waren. Und auch wenn die Menschen mit diesem Thema offener umgingen, gab es verschiedene Themen, die auf keinen Fall angesprochen werden durften, wie die Homosexualität. Das Krankheitsbild wurde daher ebenfalls tabuisiert. Dabei wurde diese Problematik erstmals 1830 beschrieben.

Männer sind häufiger betroffen

Auffällig ist, dass die Sexsucht vor allem Männer betrifft. Aus welchem Grund dieser Umstand existiert, konnte bisher nicht geklärt werden. Selbst die Ursachen liegen noch weitgehend im Verborgen. Derzeit werden der Problematik die üblichen Suchtgrundlagen zugesprochen. Danach entwickle sich die Sucht – wie Fachleute annehmen – durch Suchtproblematiken, die im Elternhaus vorlagen.

Zugleich seien psychische Stressoren wie psychische und körperliche Misshandlungen für die Auslösung verantwortlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies zutrifft, ist hoch. Und dennoch stellt sich die Frage, ob diese Umstände tatsächlich ausreichend sind, um das Phänomen zu erklären. Trotz aller Unsicherheiten bezüglich der Auslöser bleibt es dennoch eine Krankheit – auch wenn einige Fachautoren das Gegenteil behaupten. Schließlich stellt die Sucht ein gesellschaftliches Problem dar, das für die Betroffenen belastend ist und zudem einen großen Teil der Gesellschaft betrifft.

 

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