Glücklich ohne Ehe?

Eine Studie zu dem Thema, wann eine Ehe die Betreffenden glücklicher macht

Schon in der Vergangenheit haben sich Forscher immer wieder mit der Frage beschäftigt, in wie weit sich eine Eheschließung auf das subjektive Glücksempfinden der Ehepartner auswirkt. Die bisherigen Ergebnisse zeigten, dass verheiratete Paare zwar glücklicher seien, dies aber nicht nur mit der Ehe selbst sondern auch den damit verbundenen inneren Einstellungen zusammenhing. So wurde angenommen, dass verheiratete Paare religiöser seien und sich in einer festen Bindung sicherer fühlten und somit mehr Glück empfunden.

Doch nun hat eine bahnbrechende Studie des Instituts für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität zu Köln einen völlig neuen Zusammenhang zwischen Glück und Ehe aufgedeckt.

Die Studie

An der erwähnten Studie nahmen 22.000 verheiratete und unverheiratet liierten Frauen aus insgesamt 28 Ländern teil. 900 dieser Frauen leben in Deutschland. Sie wurden gebeten, ihr subjektives Glücksempfinden auf einer vorgegeben Skala von 0 bis 7 einzuschätzen. Der Wert 0 stand hierbei für „glücklich“, während ein Wert von 7 für „absolut unglücklich“ stand. Neuartig war in diesem Zusammenhang, dass die Forscher diese „Glückswerte“ in den Kontext der gesellschaftlichen Werte stellten, die in den Ländern der Probandinnen vorherrschten.

Das Ergebnis

Schnell zeigte sich ein Zusammenhang zwischen dem subjektiv empfundenen Glück der Befragten und der in ihrem Heimatland vorherrschenden traditionellen Rollenerwartung an die Frau. Je konservativer die Gesellschaft, in der die Frauen leben, desto unglücklicher waren die unverheiratet verpartnerten im Vergleich zu den verheirateten Teilnehmerinnen. Länder, in denen die Kluft zwischen den „Glückswerten“ der beiden befragten Gruppen besonders weit auseinander klaffen, waren die USA, Mexiko, Brasilien, Bulgarien und die Slowakei.

In Bulgarien beispielsweise waren verheiratete Frauen im Schnitt um 0,8 Punkte glücklicher. Während sich in Skandinavien kein Unterschied auf der „Glücksskala“ zwischen verheirateten und unverheiratet verpartnerten Frauen feststellen lässt, ist dieser auch in Deutschland verschwindend gering. Der hier vorherrschende Gleichstellungsgedanke ist sicherlich nicht unschuldig daran. Zu erklären sind die Ergebnisse damit, dass ein Mensch immer nur so glücklich mit seinem Lebenswandel sein kann, wie dieser von der Gesellschaft um ihn herum toleriert wird. So sind z.B. gläubige Menschen in religiösen Ländern glücklicher und Arbeitslose in Staaten mit s.g. Leistungsgesellschaften unglücklicher.

 

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