Das passiert beim Broken-Heart-Syndrom

Am Broken-Heart-Syndrom leidende Menschen können plötzlich unter Stress zusammenbrechen. Wissenschaftler haben jetzt entdeckt, dass die Krankheit gemeinsam mit charakteristischen Mustern im Gehirn auftritt. Laut einem Forschungsbericht im European Heart Journal scheint die Kommunikation zwischen verschiedenen Hirnregionen bei Menschen mit Broken-Heart-Syndrom eingeschränkter zu sein, als bei gesunden Menschen.

Das Broken-Heart-Syndrom und seine Symptome

Das Broken-Heart-Syndrom zeigt, wie intensiv sich Gefühle wie Trauer oder Freude auf unseren Organismus auswirken können. Die herzinfarktähnlichen Symptome wie Luftnot und Schmerzen in der Brust deuten meist auf genau diese Erkrankung hin. Auch die Veränderungen in der Herzstromkurve beim EKG oder eine Erhöhung der Herzenzymwerte im Blut sind messbar. Doch nach einer Herzkatheter-Untersuchung zeigt sich: Alle Gefäße sind offen. Dann ist das Broken-Heart-Syndrom sehr wahrscheinlich. Es wird in der Fachsprache auch Stress-Kardiomyopathie genannt.

Ärzte verstehen unter dem Begriff des Broken-Heart-Syndrom eine sehr selten auftretende Funktionsstörung des Herzmuskels. Sie ist dem Herzinfarkt sehr ähnlich und äußert sich sehr plötzlich nach körperlicher oder extremer emotionaler Belastung. Die linke Herzkammer verformt sich. Sie bleibt am Vorhof schmal und vergrößert ihr Volumen am unteren Ende. Die Form erinnert auf diese Weise an einen in Japan für den Tintenfischfang typischerweise verwendeten Tonkrug „Tako-Tsubo“, entsprechend trägt die Krankheit den Namen Tako-Tsubo-Kariomyopathie. Die publizierende Forschungsgruppe wollte herausfinden, ob und wie das Broken-Heart-Syndrom sich auf die Hirnaktivität auswirkt bzw. ob Zusammenhänge in diese Richtung erkennbar sind. Dazu wurden 15 Patienten untersucht, die im Durchschnitt etwa ein Jahr zuvor die Diagnose des Broken-Heart-Syndroms erhalten haben. Die Ergebnisse wurden mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie ermittelt und mit den Ergebnissen von 39 gesunden Personen verglichen. Dabei wurde offensichtlich, dass unterschiedliche Hirnregionen, darunter zum Beispiel der Gyrus cinguli, der Hippocampus und die Amygdala, nicht so gut zusammenarbeiten. Die genannten Hirnregionen sind zu einem zentralen Teil an der Regulierung von Gefühlen sowie beim Gedächtnis- und Lernprozess beteiligt. Bis auf den Hippocampus haben sie außerdem direkte Auswirkungen auf das autonome Nervensystem, welches für sämtliche unbewusst laufenden Prozesse in unserem Körper verantwortlich ist. Dazu zählt zum Beispiel der Herzschlag.

Folge oder Ursache?

Den Ergebnissen zufolge kommunizieren ausgerechnet die Hirnareale weniger stark miteinander, welche die Antwort auf Stress kontrollieren. Das könnte der Grund dafür sein, dass die Betroffenen entsprechend auf Belastungen, psychischer oder physischer Art, reagieren. Allerdings bleibt unklar, ob die Hirnveränderungen aus dem Broken-Heart-Syndrom folgen oder umgekehrt. Um hier Sicherheit zu haben, müssen weitere Studien folgen, dann mit Daten dazu, wie die Inaktivität bei den Teilnehmern vor der Diagnosestellung aussah.

Tritt das Broken-Heart Syndrom auf, wird der Herzmuskel mit Stresshormonen überflutet. Grund dafür ist eine massive physische oder psychische Belastung. Die Stresshormone belasten die Herzwand und führen dann zu Krämpfen und anderen herzinfarktähnlichen Symptomen. Im Übrigen gibt es dieses Syndrom auch bei stark positiver psychischer Belastung. Dann wird es Happy-Heart-Syndrom genannt.

Fakt ist weiterhin, dass es zwischen dem Broken-Heart-Syndrom und dem Gehirn Zusammenhänge gibt. Denn Patienten mit dem Syndrom zeigen eine auffällig schwache Kommunikation zwischen den Hirnarealen Gyrus cinguli, Hippocampus und Amygdala. Glücklicherweise besteht ein für Betroffene entscheidender und erfreulicher Unterschied zwischen einem Herzinfarkt und dem Broken-Heart-Syndrom: Es gibt praktisch keine Folgeschäden und Langzeitschäden.

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