Die Blicke der Anderen veränderten mich – der Tag eines Obdachlosen

Auf der Straße, auch bei Kälte, schlafen zu müssen, sei nicht das Schlimmste, erzählt Sascha. Sascha ist seit 13 Jahren obdachlos. Seine Kindheit war von Besuchen in Kinderheimen, verschiedenen Pflegeeltern und Gewalt geprägt. Als er dann endlich einen Beruf ergreifen konnte, dachte er einen Ausweg gefunden zu haben. Doch dann kam alles anders. Die Blicke der Anderen seien schlimmer als alles, auf das er verzichten muss, seitdem er obdachlos ist. Sascha wird täglich als Sozialschmarotzer beleidigt, manchmal treten die Menschen nach ihm, wenn er am Boden sitzt und stumm mit Hilfe eines Pappschilds um Geld bittet und manchmal spucken sie in seinen Kaffeebecher, der das wenige Geld sammelt, das ihm täglich bleibt. Sascha ist einer von inzwischen 300.000 Menschen, die als obdachlos gelten, am Rande der Gesellschaft angekommen sind und die von der Mehrheit nicht mehr als Mensch, als sozial kompatibel, angesehen werden.

Wie kommt es zu Obdachlosigkeit?

Die Geschichte von Sascha ist ähnlich der eines jeden Obdachlosen. Sie allen waren einmal Friseure, Einzelhandelsangestellte oder Bäcker. Durch einen Umstand verloren sie ihren Job und dann ging es nur noch bergab in der sozialen Spirale. Der Jobverlust verhindert, dass die Miete gezahlt werden kann, man wird rausgeklagt und landet auf der Straße.

Krankheiten kommen schneller als man es erwarten konnte. Die ständige Kälte, mangelnde Hygiene und Unterernährung fordern ihren Preis. Natürlich gibt es auch andere Biographien, aber sie haben alle den gleichen Fixpunkt, dass ihnen nämlich Hilfe verwehrt wird in ihr altes Lebens zurück zu finden. Sie verbleiben in neuen Mustern und wissen oft keinen Ausweg. Dabei könnten schon kleine Veränderungen, ein wenig Unterstützung ein Neuanfang für sie bedeuten.

Der Tag als Obdachloser

Auch wenn man meinen könnte Obdachlose haben keinen geregelten Tagesablauf, so ist das Leben für viele ein Spießrutenlauf, in der jede Sekunde zählt. Zunächst muss der Ort festgelegt werden, an dem man um Geld bitten kann. Oftmals muss ein Obdachloser sich vor der Öffnung eines Geschäfts bereits dort platzieren und bemerkt ihn ein Arbeitgeber, wird er meist schneller verscheucht als er etwas sagen kann. Er gilt als nicht gesellschaftsfähig, man schämt sich für ihn. Sascha wechselt also täglich den Ort, versucht etwas Geld zusammen zu bekommen, spielt Straßenmusik, verkauft Straßenzeitungen und erntet meist nur mitleidige oder abschätzige Blicke.

Oftmals geht sein „Arbeitstag“ von 7 bis 21 Uhr. Von dem wenigen Geld kauft er sich ein Brötchen zum Frühstück, Brot zum Mittagessen und wenn es langsam kalt wird, hofft er in einem der Obdachlosenheime Unterschlupf zu finden. Zumindest für eine Nacht. Diese sind oftmals überfüllt und dort ist längst nicht für jeden Platz. Eine Nacht im Obdachlosenheim ist wie ein Luxusgeschenk, das nicht jedem obliegt, weshalb die Schlange sich bereits Stunden vor Einlass bildet. Schwieriger sind die Nächte auf der Straße, an Häusereingängen. Dort mangelt es an allem: Wärme, Hygiene, Decken und vielem mehr. Mit den kleinen Dingen könnte vielen Obdachlosen bereits geholfen werden. Eine Decke in einer kalten Winternacht, Seife und Handtücher zur Tageshygiene oder eine Zahnbürste und Zahnpasta. Obdachlosigkeit zeigt sich vor allem im Kleinen, wenn es heißt, dass Handtücher ein Luxusgut sind. Wir haben davon doch genug, wieso also nicht das Leben eines Menschen mit einer derart einfachen Geste grundlegend verändern?

 
Wenn Du die Organisationen, die sich für Obdachlose einsetzen unterstützen möchtest, haben wir hier eine Liste derer, die auf Geldspenden angewiesen sind. Alle Organisationen bieten auf ihrer Website auch die Möglichkeit zu Onlinespenden, die teilweise auch via Paypal möglich sind an.
 
www.gegen-armut-siegen.de
 
Adresse:
Gegen armut siegen!?  
Förderung der Diakonischen Wohnungslosenhilfe e.V.
In der Herrenwiese 5  
57076 Siegen
 
Spendenkonten:
Sparkasse Siegen
IBAN: DE19 4605 0001 0000 0747 40
BIC: WELADED1SIE
oder
Volksbank Siegerland
IBAN: DE50 4606 0040 0767 8084 00
BIC: GENODEM1SNS
 
 
http://www.caritas-spenden-berlin.de/62140.asp
 
Adresse:
Peter Wagener
Leiter Fundraising
Residenzstraße 90
13409 Berlin
Telefon: (030) 6 66 33 10 44 
 
Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft Berlin
IBAN: DE31100205000003213500
BIC: BFSWDE33BER
 
 
https://www.heilsarmee.de/obdachlosenhilfe.html
 
Adresse:
Die Heilsarmee in Deutschland
Territoriales Hauptquartier
Salierring 23-27
50677 Köln
Telefon: (+49) (0)221 20819-0
 
 
Spendenkonto:
KD-Bank
IBAN: DE33 3506 0190 1011 3500 26
BIC: GENODED1DKD

Wenn Du keine Geldspende entrichten möchtest, kannst Du auch einfach die Obdachlosen in Deiner Stadt ansprechen und ihnen eine warme Mahlzeit anbieten oder Dich an die gemeinnützigen Organisation in Deiner Nähe wenden.

Jede noch so kleine Tat, ist eine gute Tat.

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