Narzissten können Empathie lernen

In der heutigen Ellenbogen- Gesellschaft wird dieser Typ Mensch immer bekannter: Der Narzisst. Der Narzisst liebt lediglich sich selbst. Sein Charakter zeichnet sich ja eben durch die Selbstliebe zu dem Bild, das er von sich hat, aus. Dieser Begriff geht auf den griechischen Mythos des Jünglings Narziss zurück, der sich verliebt wähnt, als er sein Spiegelbild betrachtet und schließlich erkennen muss, dass er sich selbst liebt und keine andere Person.

Im Alltagsgebrauch wird Narzissmus mit Egoismus, Selbstsucht und anderen Ich-bezogenen Charaktereigenschaften verbunden. Neusten Erkenntnissen zufolge kann der Narzisst allerdings durchaus auch Empathie empfinden. Nach bisherigen Auffassungen steht dies seinem Charakterwesen gänzlich entgegen.

Neuste Studie zum psychologischen Bild des Narzissten

Britische Forscher haben nun herausgefunden, dass das, was Narzissten bislang gänzlich abgesprochen wurde, nämlich Mitgefühl mit anderen Lebewesen oder auch nur ein gewisses Interesse an anderen zu haben, für sie lernbar ist. 300 Probanden mit stark ausgeprägten narzisstischen Zügen wurden innerhalb der Studie untersucht. Die Betroffenen wiesen allerdings keine psychischen Störungen auf und konnten ihren Alltag gegenüber Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung bewältigen. Den zweitgenannten fällt es oft schwer mit Menschen in Kontakt zu treten, sie leiden immens unter Trennungen und sind extrem unflexibel.

Die Studie

Die Probanden waren also „erfolgreiche“ Narzissten. Während der Studie wurde den Narzissten zunächst von einer Trennung erzählt, die in Abstufungen sehr dramatisch zu Ende ging. Beispielsweise verfiel der Verlassene in eine Depression. Bei diesem Modell konnte keiner der Probanden Mitgefühl empfinden.

Fühle mit!

Im zweiten Durchlauf wurden den weiblichen Probanden eine Videoaufnahme gezeigt, in der eine Frau Opfer häuslicher Gewalt wurde. Nach Aufforderung sich in das Opfer hinein zu versetzen, konnten einige Probanden tatsächlich Empathie für die betroffene Frau empfinden. Probanden, denen keine Aufforderung zu Teil wurde, zeigten keinerlei Empathie.

Der Aufforderungscharakter ist demnach entscheidend für die Fähigkeit Empathie zu empfinden. Empathie oder Mitgefühl lässt sich auch medizinisch erfassen. Eine erhöhte Herzfrequenz kann beispielsweise daraufhin deuten, wie sehr ein Proband mit dem Gesehenen mitleidet. Bei den Narzissten waren diese Werte stetig gleichbleibend. Erst nach der konkreten Aufforderung sich in das Opfer hinein zu versetzen, erfolgte eine Veränderung. Auch bei Psychopathen konnte ein ähnliches Empathiemuster nach gewiesen werden.

Motivation ist das Schlüsselwort

Diese Erkenntnis ist nicht nur für die Umwelt des Narzissten von nutzen. Auch die Betroffenen können dadurch den Umgang im Job und Freundeskreis für alle Parteien verbessern. Die Bewusstwerdung, für einen anderen Menschen mitzufühlen, ist bei Narzissten oftmals nicht vorhanden und muss daher angeregt werden. Die Motivation ist der entscheidende Faktor für die Bereitschaft zur Empathie. Möglicherweise wäre es daher sinnvoll dem Narzissten selbst mit Empathie zu begegnen oder ihm zu zeigen, dass er nur durch empathisches Verhalten Teil der Gemeinschaft sein kann.

Frauen und Männer reagieren übrigens durchaus unterschiedlich, wenn es um empathisches Verhalten geht. Männer zeigen den zuvor als fair eingestuften Menschen Mitleid, während sie die „Fieslinge“ links liegen lassen. Frauen hingegen können auch mit den „Bösen“ Mitleid empfinden, ebenso wie mit den Opfern.

 

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