Warum wurde Luis Suarez zum Wut-Beißer?

Es geht dieser Tage durch alle Medien: Der Nationalspieler Luis Suarez beißt einem Spieler der gegnerischen Mannschaft in die Schulter. Und das war keineswegs eine Einzeltat, sondern kam schon geschlagene zwei Mal in seiner Karriere als Fußballspieler vor. Fußball kann bei Spielern zu höchsten Emotionen führen. Auch der National-Torwart Oliver Kahn biss dem Dortmunder Spieler Heiko Herrlich in den Hals.

Kurz vor dem Siegtor der Italiener biss Luis Suarez dem Spieler Giorgio Chiellini in die Schulter. Eine kleine Rangelei ging dem Zwischenfall zwar voraus, allerdings konnte kein erkennbarer Grund für die übersteigerte Wut von Suarez ausgemacht werden. Was lief in Suarez selbst ab?

Die orale Phase?

Sigmund Freund erklärte die Beisslust von Kindern mit der sogenannten oralen Phase. Kinder würden laut Freud so lange mit Bissen reagieren, bis sie merken, dass dies kein gesellschaftlich akzeptiertes Verhalten widerspiegelt. Die orale Phase halte bis zum zweiten Lebensjahr an. Sportpsychologen schließen eine Rückkehr in diese Phase im Fall von Luis Suarez aus und sprechen vielmehr von einer Übersprungshandlung.

Diese Handlung sei durch den immensen Druck während eines Länderspiels, die ansteigenden Temperaturen und den Frust über den Spielverlauf begründet gewesen. Die genannte Rauferei habe das Fass sprichwörtlich zum Überlaufen gebracht.

Für die Zuschauer war diese „übertriebene“ Wut nicht nachvollziehbar. Allerdings ist die Frustrationsgrenze bei jedem Menschen individuell angelegt und zudem reagiere auch jeder Mensch individuell auf solche Belastungssituationen. Menschen, die in einem raueren Familienumfeld aufgewachsen sind, greifen möglicherweise schneller körperlich durch. Wieder anderen schreien wie wild um sich. Beobachtern ist oftmals nicht bewusst, wie sich das Innenleben des Betrachteten gestaltet. Das ist keine Entschuldigung für Suarez Tat, lediglich eine Erklärung.

Häufigkeit von menschlichen Bissen

Eine Erhebung unter Hals-, Nasen- und Ohrenärzten hat gezeigt, dass jede vierte Bisswunde von einem Menschen zugefügt wurde. Diese werden besonders häufig im Streit oder unter Alkoholeinfluss ausgeübt. Die Infektionsgefahr ist bei menschlichen Bissen doppelt so hoch wie bei Bissen von Hunden. Der menschliche Speichel enthält den Erreger Eikenella corrodens, der sich sich schnell infektiös weiter entwickelt.

 

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