Was ist eigentlich toxische Männlichkeit?

Wie wir uns den modernen Mann vorstellen, hat uns eigentlich schon Jesus im Neuen Testament gezeigt. Aber es gibt immer noch Stimmen, die den traditionellen Macho sehen möchten, obwohl er alles andere als zuträglich für ein Zusammenleben ist.

Jesus vs. toxische Männlichkeit

Die toxische Männlichkeit ist das, wovon sich Jesus als erster Mann befreit hat. Er überbrachte die Botschaft der Liebe und sein Erscheinungsbild war eher sanft, die toxische, alttestamentarische Männlichkeit hatte er nicht nötig. Er konnte sich auch so Gehör verschaffen. Das lange Haar und die weichen Gesichtszüge sorgten für ein neues Männerbild, das bis heute mit dem alten, traditionellen Männerbild ringt.

Die Diskussionen über den modernen Mann gibt es nur, weil in der Vergangenheit immer nur das traditionelle Männerbild Anerkennung fand. Der Wunsch nach einer neuen Männlichkeit wird heute angegriffen. Warum? Es ist die Angst, die im Raum steht, dass der Mann von morgen verweichlicht und unmännlich ist. Diese Angst wurde geschürt von dem neuen Begriff „toxische Männlichkeit“. Kommt der traditionelle Macho damit klar, nun ein „toxischer“ Mann zu sein? Es heißt, dass nur Feministinnen den männlichen Mann als toxisch bezeichnen können. Ein wahrer Mann würde dies nie tun.

Heftiger Widerstand gegen den Begriff

Die American Psychological Association, kurz APA, prägte den Begriff der toxischen Männlichkeit und stießen auf heftigen Widerstand. Auch von dem slowenischen Philosophen Slavoj Žižek wurde heftige Kritik laut. Es könne nicht sein, dass man es als Krankheit ansehe, wenn ein Mann traditionell sei. Es sei undenkbar, dass das klassische Männerbild sogar als toxisch bezeichnet würde. Sowas könne nur von einer angriffslustigen Feministin stammen, aber weit gefehlt. Žižeks Meinung: Ein Mann bedeute Männlichkeit in ihrem ganzen Spektrum.

Wachsende Kritik

Psychologe Jordan Peterson unterstrich die Kritik aus Slowenien. Seine klaren Darstellungen von Mann und Frau entsprechen eher der intellektuellen Ansicht, dass Männern und Frauen bestimmte Eigenschaft zugesprochen werden können. Peterson vertritt sogar die These, dass der Mann seine toxische Seite gar nicht ausleben müsse, wenn die Frau ihre monogamen Liebesdienste ordentlich ausführe. Der Psychologe meint sogar, dass auch die weit verbreitete Misshandlung von Frauen nichts mit der Toxizität des Mannes zu haben. Der slowenische Philosoph Zizek verkündete sogar, dass Erotik und die männliche Sexualität kaputt gingen, wenn eine Frau zu oft über ihre Genitalien spricht. Diese Thesen lassen jede gesund denkende Person erschaudern.

Beide Herren erfreuen sich großer Bekanntheit in den Medien. Es gibt Interviews und Podiumsdiskussionen, in denen die beiden „Spezialisten“ ihre Meinung bzgl. der intellektuellen Männlichkeit verbreiten. Selbst, wenn diese Veranstaltungen nicht sehr gut besucht sind, wird das Gegenteil publiziert. Damit wird vorgespielt, dass die sehr radikale Ansicht der Herren allgemeinen Zuspruch findet.

Der männliche Mann

Von toxischer Männlichkeit sprechen wir, wenn „männliche“ Verhaltensmuster vertreten und gelebt werden. Tut ein Mann dies, schadet er definitiv dem Zusammenleben, denn eine Seite wird stets klein gehalten.

Peterson war kürzlich als Gastdozent in die Universität in Cambridge eingeladen. Diese Einladung wurde allerdings rückgängig gemacht, da die Einstellung Petersons nicht mit dem integrativen Umfeld der Universität konform geht. Das soziale Zusammenleben beruht auf Institutionen und Strukturen, die stark auf Prinzipien beruht, die das Wirken und Handeln eben dieser begründen.

In der europäischen Politik sieht man immer mehr Verbindungen, in denen der Frauenanteil erschreckend niedrig ist. Vielleicht wäre es besser, sich mit der Art der Männlichkeit auseinanderzusetzen, die als „toxisch“ bezeichnet wird. Als Nächstes muss dann überlegt werden, wie die Dinge entfernt werden können, die unser gesellschaftliches Zusammenleben vergiften.

Der moderne Mann ist eine Bereicherung für die Gesellschaft

Der moderne Mann, verständnisvoll und voller Liebe, ist mitnichten ein Weichei. Er kann unser gesellschaftliches Zusammenleben bereichern. Das, was als toxische Männlichkeit bezeichnet wird, ist die harte, traditionelle Männlichkeit, die soziale Strukturen wahrlich schwächt.

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