Motivation und Gehirnentwicklung

Das Gehirn ist kein statisches Gebilde. Vielmehr verändert es sich ständig. Verknüpfungen werden gelöst und neue Verbindungen aufgebaut, woraus eine dauerhafte Veränderung resultiert. Der Aufbau findet nicht nur im Verlauf der Kindheit in rasendem Tempo statt, sondern auch während der Pubertät beginnt ein umfassender Umbau, der bis zum 30. Lebensjahr anhält. Auch im Erwachsenenalter treten weitere Entwicklungen auf. Ein wesentlicher Katalysator bei der Entwicklung ist dabei die Motivation.

Motivation und Entwicklung

Grundsätzlich lernt der Mensch am Besten, wenn die emotionale Nähe zum Gegenstand des Prozesses gegeben ist. Das bedeutet: Je mehr Spaß der Mensch an einem Thema oder einer Tätigkeit hat, desto besser wird er sich neue Erkenntnisse in diesem Bereich aneignen. Der Motivation kommt daher im Lernprozess eine wesentliche Bedeutung zu.

Wie beispielsweise der Hirnforscher der Universität Göttingen Gerald Hüther annimmt, kann bei einem normalen Fitnesstraining nicht das Ausmaß der Entwicklung beobachtet werden, das in Kombination mit hoher Motivation vorhanden ist. Das Gehirn, so der Hirnforscher, sei kein Muskel, der beliebig trainiert werden könne. Vielmehr müsse die richtige emotionale Anregung vorhanden sein. Die Bedeutung selbst könne durch die Aktivierung der Emotionszentren im Gehirn festgestellt werden.

Bei einer guten Motivation und somit bei einer hohen Aktivierung der Zentren werden im Gehirn Botenstoffe wie Dopamin, Peptidhormone und Endorphine ausgestoßen, die im Gehirn die Voraussetzungen für neue Verknüpfungen in den jeweiligen Zentren schaffen. Je näher die Menschen einem Ziel kommen, desto motivierter sind sie und desto verformbarer wird damit das Gehirn.

Wird diesen Aussagen gefolgt, dann ist das Lernen und somit die Entwicklung des Gehirns besonders effektiv, wenn der Betroffene einen direkten Bezug zum Gelernten hat. In der Praxis bedeutet dies, dass eine Leistungsorientierung vorhanden sein muss.

Was Motivation ist und wie sie wirkt

Um eine gute Hirnentwicklung zu fördern, ist es daher wichtig, die Motivation zu fördern. Motivation selbst ist jener Aspekt, der eine Handlung beginnt, sie aufrechterhält und sie wieder beendet. Ihr liegt immer ein Motiv zugrunde, das als wiederkehrendes statisches Gebilde gesehen werden kann. Grundsätzlich besteht die Motivation daher aus Zuständen, die im wesentlichen ein Suchen von erwünschten Zuständen und ein Vermeiden von unerwünschten Zuständen beinhaltet.

Erwünschte Zustände können dabei sowohl natürlich sein, als auch im Leben erlernt werden. Natürliche erwünschte Zustände sind häufig biologisch angelegte Bedürfnisse, die das Überleben sichern. Hunger, Durst, das Wärmen des Körpers im Winter oder auch das Abkühlen im Sommer sind solche natürlichen Bedürfnisse, die dann zu einer Motivation führen. Erlernt sind hingegen Bedürfnisse wie der Besitz von Geld, Statussymbole oder auch die Einhaltung eines bestimmten Körpergewichts.

Daher sind diese Bedürfnisse in ihrer eigentlichen Bedeutung neutral. Sie werden erst dann zu einem wichtigen Motivator, wenn das Individuum lernt, dass sie eingesetzt werden können, um die biologischen und grundlegenden Bedürfnisse zu befriedigen. Ein Beispiel hierfür ist das Geld. Es dient dann als Motivator, wenn das Individuum erkennt, dass damit der Hunger in Form von Lebensmitteln gestillt werden kann.

Grundsätzlich wirkt die Befriedigung dieser Bedürfnisse auf das Mittelhirn. Hier werden dann Botenstoffe ausgestoßen, wie das Dopamin. Das Gehirn belohnt sich daher und stößt dabei jene Stoffe aus, die auch die Formbarkeit des Gehirns beeinflussen. Die Motivation hat daher einen direkten Einfluss auf die Lernfähigkeit und damit auch auf die Entwicklung des Gehirns.

Eine Zusammenfassung

Bedingt durch diese Grundlagen erscheint es naheliegend, dass Motivation der beste Lehrmeister ist. Ist eine Person motiviert, dann werden Stoffe ausgestoßen, die das Gehirn in den jeweiligen Zentren formbar machen. Werden die Handlungen ausgeführt, dann vergrößern sich die Zentren im Gehirn. Im Resultat wird die Entwicklung durch die Motivation gefördert. Insgesamt bedeutet dies, dass zu einer guten Entwicklung des Gehirns auch immer eine gute Motivation notwendig ist. Motivationsloses Lernen ist mühsam und führt nicht zu den gewünschten Ergebnissen.

 

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