Etwas vergessen? Zurückgehen hilft!

Das Gedächtnis arbeitet nicht immer einwandfrei. Vergesslichkeit kann jeden Menschen im Verlauf des Lebens betreffen und es ist normal, wenn hin und wieder etwas vergessen wird. Es stellt sich dannallerdings oftmals die Frage: „Was kann ich tun, um das Vergessene wieder an die Oberfläche zu holen?“ Hierfür gibt es verschiedene Tricks und Tipps. Einer davon ist, einfach wieder an den Ort zurückzukehren, an dem der Einfall kam oder mit dem das Vergessene in Beziehung gesetzt wird.

Warum wir überhaupt vergessen

Jeder Mensch vergisst Informationen. Nach einem Tag sind rund 66 Prozent aller am Vortag aufgenommenen Informationen nicht mehr in unserem Gedächtnis verankert. Dieser Vorgang wird sogar als sinnvoll erachtet, denn ein Überschuss an gespeicherten Informationen hat negative Folgen. Ein Beispiel hierfür ist das Hyperthymestische Syndrom. Bei dieser Erkrankung können die Menschen nicht mehr vergessen. Sie erinnern sich auch nach Jahren noch an jede Einzelheit ihres Lebens. Daher sind sie beispielsweise in der Lage, sowohl das Wetter an einem bestimmten Tag als auch das Mittagessen und andere Episoden genau festzuhalten.

Sie wissen unter Umständen sogar auf die Minute genau, wann sie morgens aufstanden und können die genaue Reihenfolge ihrer Handlungen an einem bestimmten Tag rekonstruieren. Dies hat zur Folge, dass diese Menschen ständig über ihr Leben nachdenken und die Erinnerungen können ebenfalls sehr belastend sein, sodass es immer wieder zu psychischen Problemen kommt. Selbst unangenehme Dinge wie Unfälle und Ähnliches können nicht mehr aus dem Gedächtnis gelöscht werden.

Das Vergessen ist damit ein wichtiger Bereich im menschlichen Leben, ohne den die Flut an Erinnerungen groß genug wäre, um ernsthafte psychische Folgen auszulösen. Gerade wenn es um unzusammenhängende Dinge geht, vergisst das Gehirn besonders schnell. Zusammenhängende und logische Inhalte werden hingegen weit besser gespeichert und können somit besser abgerufen werden.

Wird etwas vergessen, dann kann es damit zu tun haben, dass einfach kein, für das Gehirn ersichtlicher, Zusammenhang zwischen der Handlung und dem Vergessenen bestand oder dass das Vergessene in der Situation nicht wichtig genug war, um dauerhaft im Gedächtnis zu verbleiben. Ein weiterer Umstand, der zum Vergessen führen kann, ist, dass früher Gelerntes nachfolgende Gedächtnisinhalte verdrängen kann. In einer Situation, in der neue Inhalte vermittelt wurden, wie bei einem Gespräch zu einem spannenden Thema, stehen diese Inhalte im Vordergrund. Gleiches gilt auch für die Konzentration auf eine Sache oder ein Gespräch, wodurch dann die Filter nicht mehr auf das vergessene Objekt oder die vergessene Handlung ausgerichtet waren.

Warum zurückgehen hilft

Viele Psychologen sind allerdings der Meinung, dass das Gedächtnis nichts vergessen kann. Vielmehr wird alles abgespeichert. Allerdings kann nicht alles gleichermassen abgerufen werden. Das Gedächtnis ist damit ein Wechselspiel von Speicherung und Abrufen von Informationen. Wenn wir vergessen, liegt daher eine Störung des Abrufs vor.

Die Inhalte verbleiben allerdings im Gedächtnis und sind unterbewusst vorhanden. Informationen werden nicht isoliert aufgenommen, sondern immer in einen Bezug gesetzt und mit anderen Reizen kombiniert. Das bedeutet in der Praxis, dass das Abrufen von Informationen – also das Erinnern – leichter fällt, wenn diejenigen Reize beim Abrufen vorhanden sind, die auch bei der Speicherung vorhanden waren.

Praktisch sollte ein Mensch zum Erinnern daher die Umgebung aufsuchen, die ihn bereits bei der Speicherung umgab. Durch die Verknüpfungen der Reize mit den Inhalten kann dann leichter erinnert werden. Die Informationen werden aus dem Unterbewusstsein geholt und tauchen dann als Erinnerung wieder auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Person den realen Ort oder die Erinnerung an den Ort nutzt. Auch die Vorstellung aktiviert die gespeicherten Informationen und trägt dann zum Erinnern bei.

Eine Möglichkeit, die auf einem ähnlichen Prinzip basiert, ist das Pendeln. Beim Pendeln wird auf das Unterbewusstsein zugegriffen. Wird etwas vergessen, das mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann, hilft es oft ein Pendel einzusetzen. Dabei werden vorher die Reaktionen des Pendels festgelegt. Beispielsweise soll er bei einem „Ja“ seitlich und bei einem „Nein“ vor und zurück pendeln. Werden dann die Fragen gestellt, beeinflusst unser Unterbewusstsein das Pendel. Leichte körperliche Reaktionen bringen ihn dabei zum Schwingen, ohne dass es von der ausführenden Person bemerkt wird.

 

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