Selbstgespräche – Pro und Contra

Selbstgespräche helfen dem Menschen bei der Konzentration und beim Lernen, können jedoch auch Anzeichen einer psychischen Störung sein. Die Abstufungen sind in diesem Zusammenhang groß. Während manche Menschen lediglich laut über den Fundort des Autoschlüssels nachdenken, so führen andere ausgiebige Selbstgespräche über jegliche Gegebenheiten des Alltags.

Andere sehen diesem Selbstgespräch argwöhnisch entgegen; sie können allerdings aus psychologischer Sicht sehr hilfreich sein, da der Dialog mit sich selbst oft einen großen Merkeffekt erzielt. Gedanken können besser strukturiert und geordnet werden, Gefühle deutlicher identifiziert und wichtige Entscheidungen werden besser und gezielter getroffen, sowie die Leistung gesteigert. Um die Motivation und die Konzentration zu steigern, kann man in vielen Bereichen des Sports die Athleten im Selbstgespräch beobachten.

Auch Kinder kann man oft mit sich selbst sprechen sehen. Diese Gespräche sind völlig normal und beginnen im Alter von zwei Jahren. Im Alter von drei bis fünf Jahren reflektieren Kinder oft vorm Zubettgehen ihren Tagesablauf. Laut Wissenschaftlern dient dieses Verhalten der intensiven Fantasie und der Entwicklung des Gehirns. In Tests wurde herausgefunden, dass Kinder, die oft mit sich selbst sprechen viel schneller Rätsel lösen. In diesem Zusammenhang hat das Selbstgespräch also eine ähnliche Funktion wie bei Erwachsenen.

Das typische Schamgefühl des Erwachsenen wird Kindern meist ab dem sechsten Lebensjahr antrainiert. Allerdings können auch bestimmte psychische Erkrankungen im Bereich Psychosen Selbstgespräche auslösen. Viele Patienten mit Depressionen und Demenz neigen zum Dialog mit sich selbst. Wiederholungen der immer selben Sätze, laute Selbstgespräche in öffentlichen Einrichtungen und Schimpftiraden sind oft Symptome psychischer Erkrankungen. Diese Art des Selbstgespräches ist anders. Meist hören diese Menschen Stimmen oder sprechen mit Verstorbenen und die eigene Stimme wird als fremdartig empfunden. Erst wenn die Trennung von eigener/realer Stimme und äußerlicher Stimme nicht mehr vorgenommen werden kann, tritt ein krankhafter Zustand ein.

Diese Wahrnehmung kann die Grenze vom normalen zum krankhaften Selbstgespräch sein. Dabei fehlt die Fähigkeit zu Unterscheiden, ob Töne von innen oder von außen kommen und das Ordnen der eigenen Gedanken entfällt. In Therapien können solche dysfunktionalen Selbstgespräche erkannt und reprogrammiert werden. Selbstgespräche können auch positiv genutzt werden und helfen dabei Ängste zu überwinden oder die eigene Stimmung aufzuhellen. Das richtige Maß ist sehr wichtig bei Selbstgesprächen und kann durchaus positiv wirken.

 

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