Vergesslichkeit: Wie viel ist normal?

Vergesslichkeit: Wie viel ist normal?

Wer kennt das nicht? Man steht plötzlich mitten im Raum und weiß gar nicht mehr, wohin man wollte. Mit solchen Gedächtnislücken muss nicht gleich vom Schlimmsten ausgegangen werden. Der Vergesslichkeit liegen viele Ursachen zugrunde.

Das Vergessen von Namen und ähnlichen Dingen betrifft nicht nur Ältere, sondern auch viele junge Menschen. Gibt es Gründe verunsichert zu sein? Vergesslichkeit ist bis zu einem gewissen Grad normal und nicht besorgniserregend, sofern die Aussetzer nur mäßig  auftreten. Schließlich ist unser Gedächtnis nicht aus Stein gemeißelt, sondern verändert sich stetig und knüpft neue Verbindungen. Beispielsweise wird neues Wissen eingebaut, alte Inhalte überarbeitet, überschrieben oder in den Hintergrund geschoben. Dabei verändern sich ständig die einzelnen Verknüpfungen. Laut Professor Hans Förstl, Direktor an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in München, erinnern wir uns eigentlich nie zweimal genau an dasselbe. Doch was können Gründe für Gedächtnislücken sein?

Vergesslichkeit: Flüssigkeitsmangel, Stress und Erschöpfung

Werden die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt – zeitweise – kann sich dies auf unser Erinnerungsvermögen auswirken. Beeinträchtigt werden sie beispielsweise durch Stresssituationen, wie eine Prüfung, oder auch mentale und psychische Erschöpfung, sowie Müdigkeit. Meist liegt die Beeinträchtigung jedoch nur während dieses Zeitraumes vor. Ist der Körper wieder erholt, funktioniert auch wieder das Gedächtnis.

Bei Flüssigkeitsmangel als Ursache kann es brenzliger werden. Fehlt dem Körper auf Dauer Flüssigkeit, kann dies bis zu Verwirrtheitszuständen führen. Das Betrifft häufig ältere Menschen, die oft zu wenig trinken. Um dem vorzubeugen, empfiehlt sich eine tägliche Flüssigkeitsmenge von eineinhalb bis zwei Litern, sofern vom Arzt nicht anders verordnet.

Emotionen gepaart mit Umgebung

Emotionen und die aktuelle Umgebung spielen bei unserem Erinnerungsvermögen ebenfalls eine große Rolle. Beispielsweise erinnern wir uns an den Namen unseres Geschäftspartners auf der Arbeit eher, als bei einer zufälligen Begegnung in der Stadt. Studenten könnten darin jedoch einen Vorteil im Lernen sehen: Möglicherweise könnten sie sich besser an das Erlernte erinnern, wenn sie sich in dem Hörsaal vorbereiten in dem auch die Klausur geschrieben wird.

Medikamente und Krankheiten

Mit der Schwächung des Körpers erlahmen auch viele andere Prozesse, wie das Erinnerungsvermögen. Fieber, Infektionen, Depressionen, schlecht eingestellter Diabetes oder auch Durchblutungsstörungen haben Einfluss auf das Gedächtnis. Neben äußeren schädlichen Einflüssen, wie Drogen und zu viel Alkohol, die das Gehirn auch dauerhaft Schaden können, können ebenfalls Medikamente einen entscheidenden Anteil an einem schlechten Erinnerungsvermögen haben. Sollte das Gefühl auftreten, dass die geistige Leistung durch das Medikament beeinflusst wird, sollte ein Arzt oder Apotheker aufgesucht werden – niemals jedoch das Mittel eigenhändig absetzten, Risiken können folgen.

Wann sollte ein Arzt konsultiert werden?

Gedächtnisstörungen können auf eine Demenz hinweisen, ja. Allerdings könnten auch die oben genannten Punkte der Auslöser sein. Wachsam sollte jedoch jeder werden, wenn die Aussetzer zunehmen oder jemand merkt, dass er sich Dinge, die früher kein Problem waren, nicht mehr merken kann oder sonst vertraute Arbeitsabläufe nun Schwierigkeiten bereiten. Demenz ist ein schleichender Prozess und wird im Frühstadium nur schwer bemerkt. Stell Dich als Patient dem Gedächtnisproblem, es kann sich nur lohnen.

Wichtig ist schon im Vorfeld das Gedächtnis zu stärken und Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen. Dabei hilft ein Lebensstil mit gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung, sowie geistige Anregungen durch anspruchsvolle Hobbys oder vermehrten Kontakt mit anderen Menschen.

 

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