Wer entspannt altert, lebt länger

Weltweit durchgeführte Studien belegen, dass Altersdiskriminierung leider noch immer ein nicht zu unterschätzendes Problem darstellt. Dabei haben Experten nun herausgefunden, dass wir etwa 7 ½ Jahre länger leben können, wenn wir das ganze Thema des Älterwerdens entspannter betrachten.

Altersdepression und Einsamkeit

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) veröffentliche kürzlich einen Bericht, in dem davor gewarnt wird, dass Altersdiskriminierung psychische und damit auch gesundheitliche Folgen haben kann. Die Organisation kritisiert, dass diese Form der Diskriminierung immer noch einen viel zu großen Platz in unserer Gesellschaft einnehme.

Alte Menschen können schnell in Depressionen verfallen. Sie haben das Gefühl, mit ihrem Kummer und ihren Sorgen alleine dazustehen. Sie fühlen sich verlassen. Ihren Familienmitgliedern fallen sie nur noch zur Last, denken sie. Vereinsamung und Altersdepressionen sind schwerwiegende Probleme mit denen ein beachtlicher Teil der Bevölkerung konfrontiert ist. Dies geht aus zahlreichen demographischen und psychologischen Studien hervor, die in den vergangenen Jahren zum Thema älterer Menschen in unserer Gesellschaft durchgeführt wurden.

Ältere werden zu wenig respektiert

Dabei fanden Experten heraus, dass Menschen, die ihr Älterwerden pessimistisch und negativ betrachten, durchschnittlich bis zu 7 ½ Jahre früher sterben als ältere Menschen, die entspannt und gelassen in ihre Zukunft schauen. Umfrageergebnisse belegen, dass über die Hälfte der Menschen dieser Welt der Meinung sind, ältere Frauen und Männer würden zu wenig respektiert werden in unserer Gesellschaft. In den sogenannten reicheren Ländern ist die Zahl vermutlich noch deutlich höher.

Bei der Studie handelte es sich um ein groß angelegtes Projekt. Verschiedenste Menschen ab dem Alter von 18 Jahren aus 57 Ländern wurden zu ihrer Meinung und ihrem Befinden gegenüber älteren Menschen befragt – insgesamt etwa 83.000 Personen nahmen an dieser Studie teil. John Beard ist Vertreter der WHO und erklärte, dass die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Altersdiskriminierung auch noch heutzutage ein großes Problem in unserer Gesellschaft darzustellen scheine.

Ab 41 schon alt

Experten bekräftigen, dass wir es hierbei mit einer Problematik zu haben könnten, die mit dem Sexismus und Rassismus der 20er bis 40er Jahre durchaus vergleichbar wäre. Zwar wird Altersdiskriminierung im Studienbericht der WHO nicht genauer definiert, doch schreiben die Autoren, dass nicht nur über 60-Jährige Rentner betroffen seien, die am liebsten noch arbeiten würden, sondern gleichermaßen auch 50-Jährige, denen es schier unmöglich gemacht würde, auf dem Arbeitsmarkt einen neuen Job zu finden.

Aus diesem Grund hat die WHO nun angeregt die Beschreibung „alt“ neu zu definieren, erklärt Beard. Da die Lebenserwartung von Land zu Land variieren kann, soll nun jede und jeder, die oder der die Hälfte der erwarteten Lebenszeit überschritten hat, als „älter“ gelten. Dies würde beispielsweise bedeuten, dass in Großbritannien bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von momentan 81 Jahren, alle Personen, die das Alter von 41 Jahren überschreiten, als „älter“ gelten.

Alternde Gesellschaft

Weltweit sind laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation momentan etwa 600 Millionen Frauen und Männer mindestens 60 Jahre alt. Schätzungen zufolge soll sich dieses Jahr bis 2025 bereits verdoppeln und bis 2050 könnte die Zahl sogar auf 2 Milliarden ansteigen, prognostizieren Experten. Die Studie der WHO ist bisher einzigartig, aus diesem Grund liegen keine Vergleichsstudien früherer Jahre vor. Nichtsdestotrotz warnt die Weltgesundheitsorganisation eindringlich vor einem sich abzeichnenden Anstieg der Altersdiskriminierung in unserer Gesellschaft.

 

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