Burnout und Depressionen unter Studenten häufen sich

Im Rahmen der Untersuchung der Gesundheit von Studenten in Deutschland, kamen die großen Krankenkassen zu besorgniserregenden Erkenntnissen. Eine Vielzahl der angehenden Akademiker leider unter großem Stress sowie immer häufiger unter Depressionen. Infolgedessen nimmt auch die Einnahme von Medikamenten gegen diese Probleme zu. Vielen Studenten macht der Dauerstress an ihrer Hochschule so zu schaffen, dass sie Hilfe vom Psychologen brauchen.

Immer häufiger psychologische Betreuung

In einer Umfrage gab jeder Vierte (27 Prozent) zu, dass sie schon einmal unter so großem Druck standen, dass übliche Entspannungsstrategien nicht mehr gereicht hätten. Von den 27 Prozent suchte sich deshalb etwa die Hälfte professionelle Hilfe. In der Regel nehmen die Studenten ambulante Therapien oder Beratungsangebote an der Hochschule wahr. Knapp sechs Prozent beantworteten die Frage nach einer stationären Behandlung mit Ja. Die bundesweit größte Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse, hatte das Forsa-Institut beauftragt, 1.000 repräsentativ ausgewählte Studenten zu ihrem Lebensstil zu befragen. Gesammelt wurden die Ergebnisse im „TK-CampusKompass“ und „TK-Gesundheitsreport 2015“. Im Vergleich zur TK-Analyse im Jahr 2009 ist der Anteil der Studenten, die mindestens einmal jährlich eine psychische Diagnose bekommen, um 4,3 Prozent höher. Noch deutlicher sind die Anteile derer, die mindestens einmal vom Arzt ein Rezept für Medikamente zur Behandlung von Depressionen erhielten: Hier sind es 53 Prozent mehr als 2006. In diesem Zeitraum stieg auch das gesamte Arzneimittelvolumen für Studierende um etwa 50 Prozent.

Stärkere Belastungen im Alter

Für ihre Erkenntnisse wertete die TK auch Arznei- und Patientendaten aus. Dabei handelte es sich um rund 190.000 Studierende, die im Jahr 2013 eigenständig bei der TK versichert waren. Demnach diagnostizierten Ärzte bei 30 Prozent der Studentinnen psychische Probleme. Bei den männlichen Studenten waren es 15 Prozent. Daraus schließen die Experten, dass die Studierenden heute einer zunehmende Belastung standhalten müssen. Besonders mit zunehmenden Alter sind die Auswirkungen noch stärker. Die Studie ergab, dass das Alter der Studenten eine wichtige Rolle bei Erkrankungen wie Depressionen, Belastungs- und Angststörungen spielt. Wer mit 30 Jahren noch studiert, kann Belastungen nicht mehr so einfach wegstecken. Wichtige Prüfungen, Probleme mit der Studienfinanzierung und eventuelle Kinder können große Stressfaktoren darstellen.

Lernen mit Stress umzugehen

Vielen Gesundheitsproblemen kann man vorbeugen, indem man einen guten Umgang mit Stress findet. Dazu zählen weiterhin vernünftige Medien- und Computernutzung sowie besonders viel Bewegung. Erschreckenderweise ist Sport nur für drei Viertel der Studierenden ein wichtiger Zeitvertreib. Ein Viertel hingegen bewegt sich kaum. Während der Umfrage sagten sieben von zehn Studierenden, dass sie online gehen, um zu entspannen. Männliche Studenten greifen dabei auf Video- und Computerspiele zurück, während sich Studentinnen die Zeit in sozialen Netzwerken vertreiben. Die Experten von der Krankenkasse halten aber Computerspiele am Ende von stressigen Tagen für wenig geeignet, um runterzukommen. Besonders wenn man im Laufe des Tages bereits viel Zeit vor einem Bildschirm sitzt, sollte man dies abends vermeiden. Relevant beim Thema Entspannung ist auch Alkohol. In etwa ein Drittel der Frauen und 43 Prozent der Männer unter den Studenten geben an, dass sie gerne den Stress weg trinken. Generell ist zu beobachten, dass männliche Studenten ungesündere Methoden nutzen, um sich zu entspannen. Dazu gehören auch Rauchen, Cannabis und Aufputschmittel – die bei Studentinnen wesentlich seltener vorkommen.

 

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