Vistano Psychologie

jederzeit & überall

gut beraten in jeder Beziehung!

Psychologie Seitenslider Klein

Studien zur Online Psychotherapie

Funktioniert Psychotherapie auch Online? Wirksamkeit, Vorteile, Nachteile

Studien Online Psychotherapie

Online Therapie – Moderne Psychotherapie

Die Zeiten ändern sich – und wir in ihnen. Moderne Zivilisationserkrankungen sind uns allen ein Begriff, aber neben der bekannten Ernährungsproblematik nehmen auch psychische Erkrankungen mehr und mehr zu. Wir kennen die steigenden Zahlen geschiedener Ehen, aber vergessen das Mehr an belasteten Ehepartnern. Wir hören das Wort „Stress“ mehrfach am Arbeitsplatz, machen uns aber kaum bewusst, das Stress eine Überbelastung ist, die zu Burnout / Depressionen führen kann. Wir machen wie selbstverständlich unsere 10 Tage Urlaub und vergessen, dass die Erholung meist erst nach 10 Tagen einsetzt.

Ein Mangel an Therapeuten zur konventionellen Behandlung verstärkt das Problem zusätzlich. Unsere Vision einer modernen Online Therapie verifizieren wir anhand von Untersuchungen, die wir Dir im Folgenden gerne vorstellen möchten.

Studien zur internetbasierten Hilfe bei Depressionen

Psychodynamisch begleitete Selbsthilfe für Erwachsene bei Depressionen mittels Internet

Psychodynamic Guided Self-Help for Adult Depression through the Internet: A Randomised Controlled Trial

Individuelle psychodynamische Therapie (PDT) ist eine effektive Therapie für Patienten mit „Major Depressive Disorder“ (MDD). Aber nicht alle Patienten, die diese Behandlung benötigen, haben auch die Möglichkeit sie durchzuführen. Das Internet bietet bei dieser Problematik die Möglichkeit, den Patienten einfacher und effektiver mit dem Therapeuten zu verbinden.

Das Ziel dieser Studie ist es, festzustellen, wie effizient eine Internet basierte individuelle psychodynamische Selbsthilfebehandlung bei MDD Patienten ist. An der 10-wöchigen Studie haben 92 Personen mit diagnostizierter MDD teilgenommen. Nach 10 Monaten wurde bei der Nachsorge bei allen Teilnehmern die positive Wirkung der Behandlung noch anhaltend festgestellt.

Internet basierte individuelle psychodynamische Selbsthilfebehandlung bei MDD Patienten, ist ein effektiver Behandlungsweg, der das Potential aufweist, den Zugang und die Erreichbarkeit für eine individuelle psychodynamische Therapie für MDD Patienten zu erhöhen.

Johansson, R., Ekbladh, S., Herbert, A., Lindström, M., Möller, S., Petitt, E., Poysti, S. Larsson, M.H., Rousseau, A., Carlbring, P., Cuipers, P. & Andersson, G. (2012). Psychodynamic Guided Self-Help for Adult Depression through the Internet: A Randomised Controlled Trial. PLoS One7(5):e38021

Effektivität einer einer neuartigen, integrativen Online Behandlung gegen Depressionen

Effectiveness of a Novel Integrative Online Treatment for Depression (Deprexis): Randomized Controlled Trial

Depressionen sind mit viel Leid und dazu auch noch mit hohen Kosten verbunden. Viele Patienten erhalten dazu noch ungenügende Pflege wegen der begrenzten Verfügbarkeit von Behandlungsmöglichkeiten. Auf Online Therapie basierte Behandlungen können die zunehmend wichtige Rolle zur Schließung der Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bilden. Das integrative, internetbasierte Programm „Deprexis“ deckt therapeutische Ansätze, wie Verhaltensaktivierung, kognitive Umstrukturierung, Achtsamkeit / Akzeptanz Übungen und das Training sozialer Fertigkeiten ab.

Ziel der Studie war es, festzustellen, ob die Wirksamkeit der internetbasierten Behandlung in einer randomisierten kontrollierten Studie nachzuweisen ist. An der 9-wöchigen Studie nahmen 396 Erwachsene teil, die über depressionsbezogene Internetforen in Deutschland rekrutiert wurden. An den Vor- und Nachbehandlungen und der Nachsorge im sechs Monatszyklus (6-Monats-Follow-up), wurden Depression (Beck Depression Inventory) als primärer Zielparameter und soziale Funktionsfähigkeit (Work and Social Adjustment Scale) als sekundärer Endpunkt gemessen.

Die Analysen zeigten eine signifikante Reduktion des Schweregrads der Depression (BDI) und eine signifikante Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit. Diese Verbesserungen wurden bei dem 6-Monats-Follow-up nachgewiesen. Intention-to-treat-Analysen bestätigten eine erhebliche Reduzierung der Symptome von Depressionen und eine Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit. Mehr als 80 Prozent der Anwender fühlten subjektiv, dass das Programm hilfreich war.

Diese integrative, internetbasierte Behandlung war wirksam zur Verringerung der Symptome von Depressionen und bei der Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit. Die Ergebnisse legen nahe, dass das Programm als Begleittherapie oder Stand-alone-Tool Behandlung für Patienten mit Symptomen der Depression dienen könnte.

Meyer, B., Berger, T., Caspar, F., Beevers, C. G., Andersson, G. & Weiss, M. (2009). Effectiveness of a novel integrative online treatment for depression (Deprexis): Randomized controlled trial.Journal of Medical Internet Research, 11(2), e15

Internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie bei leichter bis mittelschwerer Depression

Standardized Web-Based Cognitive Behavioural Therapy of Mild to Moderate Depression: A randomized controlled trial with a long-term follow-up

Depressionen sind weit verbreitet, aber es fehlt an ausreichender therapeutischer Behandlung. Internetbasierte Selbsthilfe kann eine allgemein zugängliche Behandlungsalternative für leichte bis mittelschwere Depressionen bieten, jedoch kann der Mangel an therapeutischer Anleitung die Wirksamkeit beschränken.

Ziel dieser Studie ist die Beurteilung der Wirksamkeit von internetbasierter und therapeutengeführter, kognitiver Verhaltenstherapie, bei leichter bis mittelschwerer Depression. 54 Personen mit chronischen, mittelschweren Depressionen nahmen an einer randomisierten kontrollierten Studie, mit einem 18-Monats-Follow-up teil. Primäre Endpunkte waren die Beck Depression und das Ausmaß der Depression (Symptom Checklist-90-Revised).

Die sekundären Endpunkte waren die Depression-Anxiety-Stress-Scales (DASS) und die Well-Being-Questionnaire. Die Analyse ergab, dass die Kovarianz der Teilnehmer bei der Behandlung ihren Zustand deutlich mehr verbesserten, als die in der Warteliste unter Kontrollbedingung.

Im Durchschnitt waren die Auswirkungen bis zu 18 Monate stabil. Die Ergebnisse zeigen, dass die Web-CBT, also internetbasierte, kognitive Verhaltenstherapie bei leichten bis mittelschweren Depressionen wirksam ist. Weiterhin wird die Wichtigkeit der therapeutischen Führung bei psychologischer Behandlung herausgestellt.

Ruwaard, J., Schrieken, B., Schrijver, M., Broeksteeg, J., Dekker, J., Vermeulen, H. & Lange, A. (2009). Standardized Web-based cognitive Behavioural therapy of mild to moderate depression: A randomized controlled trial with a long-term follow-up. Cognitive Behaviour Therapy 38 (4), 206-221

Effektivität einer internetbasierenden Selbsthilfe Intervention gegen Symptome der Depression, Angst und Stress

Effectiveness of a Web-Based Self-Help Intervention for Symptoms of Depression, Anxiety, and Stress: Randomized Controlled Trial

Selbsthilfe Therapien sind oft wirksam bei der Verringerung von psychischen Problemen. Die neue, internetbasierte Selbsthilfebehandlung, basierend auf einer Problemlösungstherapie, darf bei Menschen mit verschiedenen Arten von komorbiden Problemen angewandt werden: Depression, Angst und Stress am Arbeitsplatz.

Das Ziel war es, zu untersuchen, ob eine internetbasierte Selbsthilfebehandlung bei der Verringerung von Depression, Angst und Stress am Arbeitsplatz (Burnout) wirksam ist. Dazu nahmen 213 Teilnehmer an dem 4-wöchigen, internetbasierten Kurs teil. Jede Woche bekamen die Teilnehmer eine automatisierte E-Mail, in der ihnen der Fahrplan und die Übungen für die kommende Woche erläutert wurden. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer von geschulten Psychologiestudenten unterstützt, die bei Rückfragen per E-Mail zur Verfügung standen.

Das Kernelement der Behandlung ist ein Verfahren, bei dem die Teilnehmer lernen, sich lösbaren Problemen in einer strukturierten Art und Weise zu nähern. Bei Pre- und Post-Tests wurden die folgenden primären Endpunkte gemessen: Depression (CES-D und MDI), Angst (SCL-A und HADS) und Stress am Arbeitsplatz (MBI). Lebensqualität (EQ-5D) wurde als sekundärer Endpunkt gemessen. Bei allen Teilnehmern, wurde eine Wirksamkeit der Behandlung festgestellt, im Beruf auf die Verringerung der Symptome der Depression und Angst, sowie die Verbesserung der Lebensqualität.

Die Studie demonstriert, dass sie statistisch und klinisch signifikante Effekte auf die Symptome von Depressionen und Angstzuständen hat. Diese Effekte waren noch ausgeprägter bei den Teilnehmern mit schweren Baseline Problemen und für Teilnehmer, die den Kurs vollständig abschlossen. Die Auswirkungen auf arbeitsbedingten Stress und Lebensqualität waren weniger klar. Unserem Kenntnisstand nach ist dies die erste Studie mit einer internetbasierten, Problemlösungsbehandlung für Menschen mit verschiedenen Arten (Komorbidität) von emotionalen Problemen.

Die Ergebnisse sind vielversprechend, vor allem für die Behandlung von Symptomen von Depressionen und Angstzuständen. Weitere Forschung ist notwendig, um die Wirksamkeit für Stress am Arbeitsplatz zu verbessern.

Van Straten, A., Cuijpers, Pim, Smits, Niels (2008). Effectiveness of a Web-Based Self-Help Intervention for Symptoms of Depression, Anxiety, and Stress: Randomized Controlled Trial.Journal of Medical Internet Research, 10 (1): e7

Studien zur internetbasierten Hilfe bei Burnout

Internetbasierende Rehabilitation bei chronischem Schmerz und Burnout Syndrom

Internet-based Rehabilitation for Individuals with chronic Pain and Burnout: A randomized trial

Diese Studie untersucht die Wirksamkeit der Zuhilfenahme des Internets bei der Rehabilitation von Menschen mit chronischen Schmerzen und / oder Burnout und ihrer daraus resultierenden langfristigen Arbeitsunfähigkeit.

55 Personen nahmen an der Studie teil und wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Die Ziele waren zum einen die Gesundheit der Teilnehmer zu verbessern und zum andern die Lebensqualität zu steigern. Weiterhin, wenn möglich, die Arbeitsfähigkeit derjenigen zu erhöhen, die nicht Berufunfähigkeitsrente erhielten. Nach dem 20 Wochen Programm, mit 19 Filmen zu verschiedenen Themen, schriftlichem Material und einem sokratischen Dialog, der über das Internet geführt wurde, waren statistisch signifikante Verbesserungen in der behandelten Gruppe im Vergleich zur Warteliste Gruppe zu beobachten. 57 Prozent der Teilnehmer erhöhten auch ihre Arbeitsfähigkeit.

Die Rehabilitation von Langzeitkranken mit Hilfe des Internets ist eine gute Ergänzung zu anderen Rehabilitationsmaßnahmen.

Brattberg, G. (2006). Internet-based rehabilitation for individuals with chronic pain and burnout: a randomized trial. International Journal of Rehabilitation Research, 29(3): 221-227.

„Interapy“ Burnout: Prävention und Behandlung von Burnout über das Internet

„Interapy“ Burnout: Prevention and Therapy of Burnout via the Internet

In den letzten Jahren sind viele computergestützte Selbsthilfeprogramme entwickelt worden, bei denen keine Patient / Therapeut Interaktion stattfindet. Diese Programme haben unterschiedliche Erfolge erzielt. Das Internet bietet die Möglichkeit, Behandlungsprogramme so zu gestalten, dass Patienten mit ihrem Therapeuten interagieren, ohne dass ein persönliches Treffen nötig ist. Der Therapeut und der Patient kommunizieren im virtuellen Raum. Das ist die Essenz des niedrigschwelligen Interapy Programms zur Behandlung von Burnout (Stress am Arbeitsplatz): www.interapy.nl

In einer randomisierten kontrollierten Studie werden zwei Gruppen miteinander verglichen: Gruppe 1 wird behandelt. Gruppe 2 ist die Kontrollgruppe, die nur eine Psychoausbildung erhält. In der behandelten Gruppe (1) wurden signifikante Reduzierung der Burnout Symptome, sowie Reduzierung der Symptome bei Angst und Depression erzielt, welche in der Kontrollgruppe (2), die nur die Psychoausbildung erhielt, nicht nachgewiesen werden konnten.

Lange, A., van de Ven, J.-P., Schrieken, B., & Smit, M. (2004). ‚Interapy’ Burn-out: Prävention und Behandlung von Burn-out über das Internet. Verhaltenstherapie, 14:190-199.

Studien zu internetbasierten Hilfen bei Ängsten

Internet basierte Selbsthilfe mit Therapeutenbegleitung bei sozialen Ängsten

„Internet-based self-help with therapist feedback and in vivo group exposure for social phobia: a randomized controlled trial.

Bei dieser Studie wurden 64 Personen mit sozialer Phobie (social anxiety disorder) in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei eine Gruppe an einer multimodalen kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung teilnahm und die zweite Gruppe auf eine Warteliste kam und damit der Kontrollgruppe zugeordnet wurde. Die Behandlung bestand aus einem 9-wöchigen, internetbasierten Selbsthilfe Programm, das mit Expositionsitzungen im wirklichen Leben und einem minimal therapeutischen Kontakt per E-Mail kombiniert wurde.

Die Ergebnisse wurden auf einer Intention-to-treat-Basis analysiert, einschließlich aller randomisierten Teilnehmer. Vom Vortest bis zu allen Nachtests zeigten die behandelten Teilnehmer, im Gegensatz zur Kontrollgruppe, signifikante Verbesserungen bei den meisten gemessenen Symptomen:  Soziale Phobie (Social anxiety scales), allgemeine Angst, Depression und Lebensqualität. Die Nachbehandlung ein Jahr später zeigte, dass die Behandlungserfolge noch immer anhielten.

Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die regelmäßige Nutzung und Entwicklung von internetbasierten Selbsthilfe Programmen für Menschen, bei denen soziale Phobie diagnostiziert wurde.

Andersson, G., Carlbring, P., Holmström, A., Sparthan, E., Furmark, T., Nilsson-Ihrfelt, E., Buhrman, M., Ekselius, L. (2006). Internet-based self-help with therapist feedback and in vivo group exposure for social phobia: a randomized controlled trial. J Consult Clin Psychol. 74(4):677-86.

Wirksamkeit der Internet Therapie bei Panikstörung

Efficacy of internet therapy for panic disorder

Bei dieser Studie wurden 55 Menschen mit Panikstörung (panic disorder PD) zu einer internetbasierten, kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) mit E-Mail Kontakt randomisiert. Die Therapeuten assistierten durch Telefonkontakt nach CBT Handbuch oder nur CBT Informationen. Beide CBT Behandlungen waren wirksamer bei der Verringerung von Panikstörung (PD) Symptomen, der panischen Wahrnehmung, schlechtem Affekt, und der Anzahl der Hausarztbesuche. Eine Verbesserung der körperlichen Gesundheit wurde erreicht.

Betrachtet man die Verringerung der klinisch bewerteten Agoraphobie und die Anzahl der Besuche beim Hausarzt in der Nachbeurteilung, war die internetbasierende Behandlung wirksamer als die Behandlung nach dem CBT Handbuch. Bei der Nachuntersuchung hielten diese Effekte für beide CBT Gruppen an. Die internetbasierte kognitive verhaltenstherapeutische Gruppe (CBT) hatte bessere Ergebnisse, was die Verbesserung der körperlichen Gesundheit und die Reduzierung der Hausarztbesuche betraf.

Diese Studie belegt die Wirksamkeit von internetbasierter kognitiver Verhaltenstherapie (CBT).

Klein, B., Richards, J.C., Austin, D.W. (2006). Efficacy of internet therapy for panic disorder. J Behav Ther Exp Psychiatry. 37(3):213-38.

Internet angeleitete Selbsthilfe per Konfrontationstherapie bei Angst- & Panikstörung

Internet-guided self-help with or without exposure therapy for phobic and panic disorders.

Da viele Personen, die an Angst- oder Panikstörungen leiden, keine geeignete Therapeuten finden können, wurden Routineaspekte der Therapie auf computergestützte und internetbasierende Selbsthilfegruppen, mit oder ohne erklärenden Anleitungen übertragen.

Personen mit indizierter Phobie / Panik wurden von computergestützter Selbsthilfe über das Internet,  in einem Verhältnis von 2:1, entweder mit selbstgeleiteter kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) oder mit minimaler kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) ohne Anleitung randomisiert. Alle Patienten erhielten telefonisch eine kurze Anleitung über die Nutzung des Computers durch einen Arzt.

Am Ende der Behandlung waren beide Therapieformen wirksam, ob mit oder ohne erklärende Anweisungen. Bei einer Nachkontrolle nach einem Monat waren einige Maßnahmen effektiver, die bei der Behandlung erklärende Anweisungen hatten.

Es muss analysiert werden, warum nicht angeleitete kognitive Verhaltenstherapie (CBT)  einen kurzfristigen Effekt hat.

Schneider AJ, Mataix-Cols D, Marks IM, Bachofen M. (2005). Internet-guided self-help with or without exposure therapy for phobic and panic disorders. Psychother Psychosom. 74(3):154-64.

Therapeutenunterstützte Internet Behandlung bei Panikstörungen

Therapist-Assisted, Internet-Based Treatment for Panic Disorder: Can General Practitioners Achieve Comparable Patient Outcomes to Psychologists?

Das Ansteigen von psychischen Erkrankungen erregt weltweit Besorgnis. Das Behandeln von Störungen wie Angst und Depression fällt weitgehend Hausärzten oder Allgemeinmedizinern (GPs) zu. Allerdings haben Hausärzte oft nur wenig Zeit und ihnen fehlt die notwendige Ausbildung, um die Bedürfnisse dieser Patienten adäquat zu behandeln. Evidenzbasierte Internetbehandlungen bieten eine potenziell wertvolle Ressource, um die Belastung durch die Pflege und die Kosten für die Verwaltung psychischer Störungen in der primären Gesundheitsversorgung zu reduzieren und gleichzeitig, Patientenergebnisse zu verbessern.

Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob die Wirksamkeit eines therapeutengestützten Internet-Behandlungsprogramms bei Panikstörung (Panic Online) verlängert werden kann, wenn Panic Online von Allgemeinmedizinern oder Psychologen unterstützt wurde.

96 Personen mit einer primär diagnostizierten Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie) schlossen das 12 Wochen lange Panic Online Behandlungsprogramm ab. 53 von ihnen mit der therapeutischen Unterstützung von ihrem Hausarzt. 43 Personen, die an der Studie teilnahmen, hatten ein spezielles Training in kognitiver Verhaltenstherapie oder einen klinischen Psychologen zur Unterstützung.

Die Teilnehmer führten ein Telefon Interview zur klinischen Diagnostik mit einem Psychologen. Weiterhin füllten die Patienten eine Reihe von Online Fragebögen aus, um Panik Symptome über drei Zeiträume (Vorbehandlung, Nachbehandlung und 6 Monats-Follow-up) beurteilen zu können.

Beide Behandlungen führten, von der Vorbehandlung bis zur Nachbehandlung, zu klinisch signifikanten Verbesserungen der Panik und panikbezogenen Symptome. Bei beiden Gruppen wurde gezeigt, dass sich die Symptome über die Zeit signifikant verbesserten. Die Verbesserungen bei beiden Gruppen hielt auch bei Follow-up Untersuchungen an, wobei die Gruppen sich hier signifikant in zwei Bereichen der Lebensqualität (physisch und umweltbedingt) unterschieden. Die Abnahme der Lebensqualität war signifikant höher bei denen, die von ihrem Hausarzt behandelt wurden.

Diese Studie liefert Hinweise darauf, dass internetbasierte Behandlungen eine effektive Ergänzung zur bestehenden psychiatrischen Versorgung sind.

Shandley, K., Austin, D.W., Klein, B., Pier, C., Schattner, P., Pierce, D., Wade, V. (2008). Therapist-assisted, Internet-based treatment for panic disorder: can general practitioners achieve comparable patient outcomes to psychologists? J Med Internet Res. 10(2):e14.

Internetbasierende Verhaltenstherapie bei Symtomen für Depressionen & Angst

Internet-based cognitive behaviour therapy for symptoms of depression and anxiety: a meta-analysis.

Diese Studie untersucht, inwieweit internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie (CBT) Programme bei Symptomen der Depression und Angst wirksam sind. Eine Meta-Analyse von 12 randomisierten kontrollierten Studien.

Die Auswirkungen der internetbasierten CBT wurden verglichen mit den Kontrollbedingungen in 13 Gegensatz Gruppen mit einer Gesamtzahl von 2334 Teilnehmern. Eine Meta-Analyse über die Behandlungskontraste führte zu einer mäßigen bis großen mittleren Effektstärke, gemischter Effekte-Analyse und signifikanter Heterogenität. Daher wurden zwei Serien von Post-hoc-Subgruppenanalysen durchgeführt. Die Analysen zeigten, dass für diese Art von Symptomen die Behandlungen für die Symptome der Depression eine kleine mittlere Effektstärke hatte und signifikante Heterogenität.

Weitere Analysen zeigten, dass eine Studie als Ausreißer angesehen werden konnte,  denn Analysen ohne diese Studie zeigten einen kleinen bis mittleren Größeneffekt und moderate, nicht signifikante Heterogenität. Behandlungen für Angst hatten einen großen Effekt mittlerer Größe und sehr niedriger Heterogenität. Bei der Prüfung der zweiten Serie von Untergruppen, die auf Therapeutenunterstützung basiert, wurde keine signifikante Heterogenität festgestellt. Behandlungen mit Therapeutenunterstützung hatten einen großen Effekt mittlerer Größe, während Behandlungen ohne Therapeutenunterstützung einen kleinen Effekt mittlerer Stärke hatten.

Im Allgemeinen war die Wirkung von internetbasierten Behandlungen für die Symptome der Angst größer, als die Wirkung auf depressive Symptome, das könnte durch die Unterschiede der Anzahl von therapeutischer Unterstützung erklärt werden.

Spek, V., Cuijpers, P., Nyklícek, I., Riper, H., Keyzer, J., Pop, V. (2007). Internet-based cognitive behaviour therapy for symptoms of depression and anxiety: a meta-analysis. Psychol Med. 37(3):319-28.

Wirksamkeit der internetbasierten Selbsthilfe bei sozialer Phobie und Ängsten

Treating university students with social phobia and public speaking fears: Internet delivered self-help with or without live group exposure sessions.

Diese Studie untersuchte die Wirksamkeit eines internetbasierten Selbsthilfeprogramms mit minimalem therapeutischem Kontakt per E-Mail für schwedische Studenten mit sozialer Phobie und Ängsten öffentlich zu sprechen. Das Hauptziel war es zu testen, ob das internetbasierte Selbsthilfe Programm effektiver ist, wenn es durch fünf „Live-Gruppe Exposition Sitzungen“ ergänzt wird.

Bei 38 Studenten wurde das diagnostische und statistische Handbuch psychischer Störungen, die 4th edition criteria für soziale Phobie, in zwei verschiedenen Behandlungsgruppen randomisiert: Eine Internet gestützte kognitive Verhaltenstherapie kombiniert mit fünf Exposition Gruppensitzungen (ICBT + exp), oder das Internetprogramm allein (ICBT kombiniert ).

Die Ergebnisse wurden in einer Intention-to-treat-Basis analysiert. Beide Behandlungsgruppen zeigten eine signifikante Verbesserung vom Vor- bis zum Nachtest, und vom Vortest auf 1-Jahres-Follow-up, bei allen gemessenen Dimensionen (soziale Angst, allgemeine Angst, Depression Ebenen, und die Lebensqualität). In beiden Gruppen war festzustellen, dass die durchschnittlichen Effektstärken der primären sozialen Angstskala (Cohen’s D) innerhalb der jeweiligen Gruppe vergleichbar waren mit den traditionell durchgeführten kognitiven Verhaltenstherapie (CBT). Das zeigte sich auch im Nachtest und beim 1- Jahres-Follow-up. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das internetbasierte Selbsthilfeprogramm alleine wirksam ist bei der Behandlung von Studenten mit sozialer Phobie.

Zusätzliche Exposition Gruppensitzungen verbessern das Ergebnis nicht deutlich.

Tillfors, M., Carlbring, P., Furmark, T., Lewenhaupt, S., Spak, M., Eriksson, A., Westling, B.E., Andersson, G. (2008). Treating university students with social phobia and public speaking fears: internet delivered self-help with or without live group exposure sessions. Depress Anxiety. 25(8):708-717.

Studien zur Wirsamkeit von psychologischer Online- / Telefontherapie

Telefontherapie ist ebenso effektiv wie Vis-à-vis Therapie

Therapy over the phone as effective as face-to-face

Ein neues IAPT-Programm – Improving Access to Psychological Therapies (Verbesserung des Zugangs zur Psychotherapie) soll den Zugang zu Gesprächstherapien bei psychischen Problemen verbessern. Forscher der Universität Cambridge fanden innerhalb einer Studie zusammen mit dem National Institute for Health Research Collaboration for Leadership in Applied Health Research & Care (NIHR CLAHRC) und dem nationalen Gesundheitsdienst NHS Midlands & East heraus, dass das Angebot einer Gesprächstherapie über das Telefon den Zugang zur Psychotherapie für Menschen mit häufig auftretenden psychischen Störungen verbessert und kosteneffektiver gestaltet.

Innerhalb der Studie wurden für den Vergleich zwischen der persönlichen und der telefonischen kognitiven Verhaltenstherapie Daten von 39.000 Patienten bei sieben niedergelassenen Diensten des IAPT-Programms herangezogen. Das Ergebnis besagt, dass in allen Fällen, mit Ausnahme einer seltenen, identifizierbaren klinischen Gruppe mit einer schwereren Erkrankung, die Therapie am Telefon ebenso effizient wie ein persönliches Gespräch ist und die Kosten pro Sitzung dabei 36,2 Prozent geringer ausfielen.

Das Angebot von telefonischer Therapie hilft nicht nur Einzelpersonen dabei dringend benötigten Zugang zu psychischer Versorgung zu erhalten; es ist auch eine kosteneffiziente Möglichkeit des Therapiezugangs in einer Zeit, in der wir innovativ und effizient sein müssen, so Professor Peter Jones, Projektleiter der Studie der Universität Cambridge.

Professor Peter Jones