Wann beginnt die Spielsucht?

Spielsucht ist weit weniger offensichtlich als es beispielsweise bei der Sucht nach Heroin, Alkohol oder anderen Drogen der Fall ist. Daher wird sie meistens erst sehr spät erkannt. Die Problematik der Spielsucht besteht zugleich darin, dass nur schwer eingeschätzt werden kann, ab wann ein Mensch wirklich süchtig nach dem Glücksspiel ist.

Oftmals wird die Sucht erst dann erkannt, wenn die Situation nahezu auswegslos ist. Dennoch: Spielsucht setzt bereits weit vor den ersten deutlichen Zeichen ein.

Symptome

Der Süchtige selbst denkt nur an das Glücksspiel. Alles andere steht hinter diesen Gedanken zurück. Beginnt er mit dem Spielen, dann wird das Ende lediglich aufgrund von mangelnden finanziellen Mitteln abgebrochen. Das gesamte Geld wird verwendet, um die Sucht zu befriedigen. Schulden, Straftaten und der Verlust des sozialen und familiären Umfelds sind ebenfalls deutliche Zeichen der Spielsucht, die allerdings erst dann auftreten, wenn das Vollbild bereits gänzlich entwickelt wurde.

Ist eine ausschließliche Beschäftigung mit dem Glücksspiel gegeben, dann besteht bereits eine Sucht. Ein erstes Alarmsignal ist allerdings dann gegeben, wenn sich ein Betroffener immer häufiger damit beschäftigt, mit dem Glücksspiel Geld zu verdienen. Er geht daher immer häufiger an den Automaten und versucht ein System zu entwickeln, um zu gewinnen.

Damit einhergehend wird die Zeit länger, die mit dem Spielen verbraucht wird. Waren es anfangs einige Minuten dehnt sich die Zeit aus, bis bereits einige wenige Stunden am Tag davon eingenommen werden können. Eine Zeitspanne, die sich auch danach noch vergrößert.

Danach beschränkt sich das Spiel nicht mehr auf einen einzigen Automaten, sondern es werden parallel mehrere Spiele gespielt. Dadurch soll die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass ein Gewinn erzielt wird. Zugleich wird das gesamte verfügbare Geld in das Spielen investiert. Das Spiel nimmt eine Entlastungsfunktion ein, sodass Probleme des Alltags auf diese Weise kurzzeitig in den Hintergrund rücken.

Nach der ersten Phase setzen bereits deutliche Anzeichen für die Spielsucht ein. Unter einem Vorwand wird von Freunden und Bekannten plötzlich Geld geliehen, das dann direkt in die Spielautomaten investiert werden. Wofür das Geld wirklich verwendet wird, wird von den Betroffenen nicht gesagt. Vielmehr verheimlicht der Betroffene, dass er täglich an den Spielautomaten sitzt und sein gesamtes Geld investiert.

Eine Motivation ist für die Spielsüchtigen bereits gegeben, wenn sie zwar keine Gewinne erzielen, allerdings den Verlust ausgleichen können. Dies wird häufig als Beleg genutzt, um die Funktionalität eines Systems zu beweisen. Der Eindruck des Gewinnens ist dann subjektiv und objektive Berechnungen ergeben das Gegenteil. In der Folge steigert sich das Problem, bis schließlich ein vollständiger Zusammenbruch droht.

Drei Phasen werden durchlaufen

Der Spieler durchläuft drei Phasen, die allerdings eher undeutlich sind und verschwimmen. In der ersten Phasen – der Gewinnphase – wird gelegentlich gespielt. Dabei ist der Spieler positiv erregt. Der angehende Spielsüchtige ist optimistisch, obwohl es keinen Grund hierfür gibt. Viele kleine oder ein großer Gewinn verstärken die positiven Erfahrungen, sodass ein Lernprozess stattfindet, der die freudige Erwartung steigert. Dabei steigen die Beträge, die für das Spiel eingesetzt werden und es wird immer häufiger gespielt.

In der zweiten Phase, die auch als Verlustphase bezeichnet werden kann, werden die Verluste bagatellisiert und der Betroffene prahlt mit Gewinnen, die nur in seiner Vorstellung vorliegen. Er spielt nun alleine und subjektiv scheinen die Verluste mit den Gewinnen ausgeglichen zu werden. Der Spielsüchtige denkt immer häufiger nur an das Spiel und zugleich entstehen die ersten großen Verluste, die allerdings nicht als solche erkannt werden.

Vielmehr wird darauf verwiesen, dass es sich um eine momentane Pechsträhne handelt. Freunde, Bekannte und Familie werden vernachlässigt. Zugleich werden die ersten Kredite aufgenommen, damit das Spielen überhaupt noch finanziert werden kann. Die Arbeit wird vernachlässigt und selbst während der Arbeitszeit liegen die Gedanken hauptsächlich beim Spielen. In dieser Phase wird das Spielen allerdings bereits sehr deutlich. In der letzten Phase kommt es bereits zum Zusammenbruch.

Bereits in der Gewinnphase beginnt die Sucht

Von der beginnenden Spielsucht wird daher bereits in der Gewinnphase gesprochen. Die Zeichen sind eher subtil und können von Außenstehenden kaum erfasst werden. Wird allerdings in dieser Phase erkannt, dass eine Spielsucht in der Entwicklung ist, dann präventiv interveniert werden. Je früher die Problematik erkannt wird, desto weniger schwerwiegend sind die Auswirkungen. Zugleich sind die Chancen auf eine schnelle Beseitigung besser, je früher die Problematik erkannt wird.

 

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