Therapie gegen Albträume

Die meisten Menschen leiden von Zeit zu Zeit unter Albträumen. Die Szenarien, die sich dabei abspielen sind ganz unterschiedlich. Viele Betroffene fliehen vor bekannten oder unbekannten Gefahren.

Ein Klassiker ist dabei die Vorstellung, dass man vor einem Verfolger davonläuft, dabei jedoch bewegungslos verharren muss. In der Regel sind diese Träume harmlos und treten auch nur dann auf, wenn das Gehirn am Tag gemachte Erfahrungen über Nacht verarbeiten muss.

Auch Kinder leiden häufig unter Albträumen. Ihr Gehirn muss täglich eine Fülle von Eindrücken verarbeiten und das führt in der Nacht häufig zu lebhaften Albträumen. Gerade in den ersten Lebensjahren treten diese Albträume regelmäßig auf und rauben den Eltern oftmals ebenfalls den Schlaf. Experten haben herausgefunden, dass etwa 5% der Bevölkerung ständig unter Albträumen leiden. Es ist jedoch möglich, durch spezielle Therapien den richtigen Umgang mit den nächtlichen Schreckensszenarien zu lernen.

Was passiert während eines Albtraums?

Ganz typisch bei einem Albtraum ist, dass man sehr starke negative Gefühle entwickelt. Die Gefühlspalette reicht dabei von Wut und Ekel bis zu Angst oder auch Scham. Während des Albtraums werden diese Gefühle immer intensiver und der Betroffene wacht schließlich auf. Diese Emotionen steigern die Anstrengung des Träumers, sodass es bei mehrmaligen Vorkommen zu einer starken Belastung werden kann. Albträume sind nicht-organische Schlafstörungen und zählen zu den Parasomnien, die Verhaltensabweichungen während der Schlafenszeit subsumieren.

Erfolgreiche Therapien gegen Albträume

An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde eine spezielle Therapie gegen Albträume entwickelt, die den Patienten ebenfalls in Form eines Online-basierten Trainings zur Verfügung steht. Möglich wurde dies durch die Kooperation mit der Uni Utrecht in Holland. Die ambulante Einzeltherapie verspricht eine deutliche Besserung in acht Sitzungen und nur zehn Wochen. Bestandteile der Therapie sind die generelle Informierung darüber, wie Albträume entstehen und welchen Mechanismen sie unterliegen.

Weiterhin formuliert jeder Betroffene seine Albträume und kann sich via Email, Chat oder Telefon mit einem Coach austauschen, der ihn täglich begleitet. Der Betroffene muss in der Folge acht Module durchlaufen, die ihn vor bestimmte Aufgaben stellen, so z.B Imaginationsübungen, die Träume erneut durchlaufen und verändern lassen. Ähnlich wie eine Verhaltenstherapie zielt jede Therapieform dieser Art darauf ab, die Ursachen der Träume zu eruieren und Mechanismen aufzudecken, die Träume beeinflussen können, sowie deren Folgen durch Entspannungstechniken zu mildern.

Was bewirken Albträume eigentlich?

Der Schläfer erlebt seine Träume meist sehr intensiv und kann sich nach dem Aufwachen exakt an den Inhalt des Traums erinnern. Viele dieser Träume sind Abbilder realer Probleme oder Ängste. Offenbar ist das eine Methode des Unterbewusstseins, um dem Menschen die Lösung seiner Probleme zu ermöglichen. Denn in der Regel handeln die Albträume von ganz realen existenziellen Gefahren.

Man selbst oder ein naher Angehöriger wird in irgendeiner Art bedroht, verfolgt oder verlassen. Dies führt zu einem Gefühl von Ohnmacht oder Versagen. Oft handelt der Traum aber auch von völlig bizarren Szenarien, wie etwa einem Absturz oder einer Verfolgungsjagd.

Wann ist eine Therapie sinnvoll?

In der Regel sind Albträume zwar erschreckend aber nicht wirklich gesundheitsschädlich. Nur wenn sie gehäuft auftreten, sollte der Betroffene medizinische Hilfe suchen. Als Faustregel gilt, dass ein Albtraum pro Woche über einen Zeitraum von sechs Monaten, der Anstoß für einen Arztbesuch sein sollte. Erst dann spricht man von einer eventuellen Albtraumstörung. Je nach der Höhe des persönlichen Leidensdrucks kann dieser Zeitpunkt aber auch schon früher oder später erreicht werden.

Neben der bereits beschriebenen Therapieform gibt es auch eine medikamentöse Lösung. Wirkstoffe wie Zopiclon, Venalfaxin oder Citalopram sind in verschiedenen Medikamenten enthalten. Wie bei allen psychischen Beschwerden können Medikamente meist nur kurzzeitig für Besserung sorgen. Erst wenn der Patient die seelische Ursache seiner Albträume erkennt, ist eine dauerhafte Besserung möglich. Ein Medikament kann jedoch für ruhige Nächte sorgen und so den Teufelskreis der Albträume unterbrechen.

 

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