Psychische Erkrankungen und Diabetes

Der Oberbegriff Diabetes Mellitus kommt aus dem Griechischen und deutet auf die Eruierungsmethode hin, die in der Antike genutzt wurde um Diabetes zu diagnostizieren. Der „honigsüße Durchfluss“ beschreibt den süßen Urin, der durch die Überzuckerung entsteht und so damals auf die Krankheit aufmerksam machte.

Ein/e Diabetiker/in leidet an Hyperglykämie: Zucker kann aufgrund von Insulinmangel nicht mehr in die Zellen aufgenommen werden und reichert sich deshalb im Blut an, sodass zu hohe Blutzuckerwerte entstehen. Diabetes spaletet sich dabei in zwei Untergruppierungen:

Typ-1-Diabetes

Diabetes des ersten Typs ist genetisch bedingt und kann durch das lebenslange spritzen von Insulin reguliert werden. Da das Immunsystem der Betroffenen die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die für die Insulinproduktion verantwortlich sind, zerstört, herrscht ein ständiger Insulinmangel. Der Insulinmangel resultiert in Wasser- und Nährstoffverlust, welcher Durchfall und Erbrechen auslöst und so zu einer Gewichtsabnahme führt.

Typ-2-Diabetes

Diabetes des zweiten Typs, oder früher auch Altersdiabetes genannt, kann durch die konsumorientierte Nahrungsaufnahme in Industrieländern auch bei starkem Übergewicht auftreten. Der Körper kann nicht genügend Insulin produzieren um den Zucker abzubauen. Folglich reichert dieser sich im Blut an, was durch die später altersbedingt geringere Insulinproduktion noch verschlimmert wird.

Diabetes und psychische Erkrankungen

Bisher blieb der Zusammenhang zwischen Diabetes und psychischen Erkrankungen relativ unbeachtet, bis nun neue Richtlinien die psychische Unterstützung von Diabetespatient einfacher möglich machen soll. Es ist ein Teufelskreis: Die Krankheit erschwert es dem Patienten psychisch gesund zu bleiben und die psychische Gesundheit bedingt die erfolgreiche Behandlung von Diabetes. Beispiele für häufige psychische Erkrankungen bei Diabetiker sind Depression, Angst- oder Essstörungen sowie Demenz. Die psychischen Leiden bedeuten dabei oft Folgeschäden und Komplikationen durch die Gefährdung einer fachgerechten Behandlung.

Diabetes kann so beispielsweise eine Depression auslösen: Durch schwankende Blutzuckerwerte und einer eventuellen Hypoglykämie kann Heißhunger oder Übelkeit auftreten, sowie eine Ohnmacht entstehen. Durch diese Belastung ist es möglich, dass Betroffene es meiden, unter Menschen zu gehen. Auch aus Angst, nicht schnell genug Hilfe zu erhalten, können Betroffene zur Isolation tendieren. Diese Einsamkeit resultiert dann in Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, was auf Dauer zur Depression führen kann. Ist ein Patient depressiv, fehlt die Energie sich fachgerecht selbst zu versorgen, sodass sich das Krankheitsbild verschlechtert.

Außerdem bewegen sich depressive Menschen in der Regel wenig bzw. weniger, sodass das Risiko zum Übergewicht steigt. Zusätzlich werden durch Diabetes die Blutgefäße im ganzen Körper, also auch im Gehirn, geschädigt, was Alzheimer begünstigt. Folglich leidet die Eigenbehandlung und es muss Hilfe der Angehörigen oder die eines Pflegedienstes in Ansprung genommen werden, sodass ein konstanter Insulinpegel gesichert werden kann.

 

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