Senkt eine nährstoffreiche Ernährung das Depressionsrisiko?

Mehr als drei Millionen Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren leiden an einer Form von Depression. Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) prognostiziert, dass die Depression bis 2020 die zweit verbreiteste Volkskrankheit weltweit sein wird. Bislang existieren einige Therapiemöglichkeiten. Neben Anti-Depressiva und leitlinienkonformer Psychotherapie, stellt sich einigen Forschern dieser Tage die Frage, ob sich nicht auch die Ernährung begünstigend auf das Depressionsrisiko auswirken kann.

Gründe für Depressionen

Die auslösenden Faktoren für Depressionen divergieren extrem. Ein psychisches Trauma, Trauerfall, Stress, genetische Faktoren oder auch eine physische Erkrankung können zu Depressionen führen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass im Gehirn der Betroffenen eine Stoffwechselstörung vorliegt. Ein Mangel an Nährstoffen begünstigt den Ausbruch von Depressionen, so belegen es neuste Studien. Also wieso diese Erkenntnis nicht zum Positiven nutzen?

Mit Ernährung gegensteuern?

Auch wenn keineswegs von einer Heilung durch Nährstoffzufuhr bei Depressionen die Rede sein kann, so versuchen Forscher aktuell die positive Beeinflussung des Heilungsprozesses bei Depressionen nachzuweisen. Zu diesen Nährstoffgruppen gehören Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Der Körper wandelt sie in Neurotransmitter wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin um. Diese regeln widerum unser Schlafverhalten, die Stimmung, unsere Konzentrationsfähigkeit und auch den Antrieb.

Die EU-Studie zum Thema

Zu diesem Thema werden innerhalb der EU aktuell mehr als tausend Probanden aus neun EU-Ländern und über einen Zeitraum von füng Jahren hinweg in Untersuchungen involviert. Die Kernfrage der Studie ist, ob die industrielle Lebensweise, die hinsichtlich der Ernährung zu Fertigprodukten und Fast Food tendiert, im Zusammenhang zu psychischen Problemen steht. Der Nährstoffmangel wird auf diese Weise also in Bezug zur psychischen Gesundheit gesetzt. Weitere Fragen sollen innerhalb der Studienlaufzeit beantwortet werden, so zum Beispiel, ob sich Nahrungsergänzungsmittel positiv auf das Depressionsrisiko auswirken können.

Vorgängerstudien

1999 hatte bereits eine spanische Studie bewiesen, dass die mediterrane Essenskultur, die eine reichhaltige Omega-3-Fettsäurenkonzentration vorsieht, das Depressionsrisiko im 30 % minderte. Eine weitere Studie ergab, dass die Beigabe von hohen Magnesiumdosen sich ebenfalls begünstigend auf das Risiko an Depressionen zu erkranken, auswirkte. Dass es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Depressionsrisiko gibt, ist unumstritten. Wie genau dieser Zusammenhang beschrieben und für die Medizin genutzt werden kann, soll nun geklärt werden.

Die Ernährung ist kein Allheilmittel

Wichtig ist in diesem Zusammenpunkt erneut zu betonen, dass eine Nährstoffreiche Ernährung zwar wünschenswert ist und sich wohlmöglich positiv auf das Depressionsrisiko auswirkt, allerdings keine Alternative zu der Einnahme von Antidepressiva sowie einer Psychotherapie darstellt.

 

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