Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) ist eine weltweit anerkannte Erkrankung. Sie kann sowohl mit Hyperaktivität (ADHS) wie auch ohne auftreten. Grundlage für die Erkrankung ist eine Fehlfunktion, die im Gehirn vorliegt. Die Betroffenen verfügen nicht über eine Filterfunktion, die eingehende Reize filtern und sortieren. Dadurch werden alle Reize gleichzeitig und in gleicher Stärke aufgenommen. Diese Funktion ist allerdings notwendig, damit die Konzentration und Aufmerksamkeit auf einen Punkt ausgerichtet werden kann. Da dies bei dieser Störung nicht möglich ist, kommt es zu Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsstörungen. Zugleich ist das Kurzzeitgedächtnis überlastet, so dass die Betroffenen neue Inhalte schnell vergessen. Darüber hinaus können die Kinder sowohl hyperaktiv wie auch verträumt sein. Sie sind hektisch, können sich kaum organisieren und verlieren schnell den Überblick. Regeln können nur schwer eingehalten werden. Bedingt durch die Reaktionen der Umwelt kommt es zu einem verminderten Selbstwertgefühl. In einigen Fällen verschlechtern sich die schulischen Leistungen. Das Sozialverhalten verschlechtert sich ebenfalls. Es kommt zu einer Isolation von der Gruppe, weshalb die Betroffenen häufig eine Außenseiterposition einnehmen. Abzugrenzen ist die Diagnose von den derzeit immer häufiger als ADHS diagnostizierten gewöhnlichen Verhaltensproblemen, die sich in einem hyperaktiven Verhalten äußern. Sie zeigen in der Regel keine neurologischen Symptome und entsprechen in vielen Punkten nicht den gängigen Kriterien der Erkrankung. Mehr als ein Viertel aller Diagnosen ist derzeit falsch, wie neue Studien zeigen. Es handelt sich dabei sehr oft um andere Störungsbilder, die sich ebenfalls in hyperaktivem Verhalten äußern. Für die Diagnose des ADS/ADHS reichen Fragebögen nicht aus. Vielmehr muss die Untersuchung alle relevanten körperlichen und psychischen Bereiche umfassen. Die Diagnose sollte stets von einem Neurologen und Psychiater erstellt werden. Kinder- und Jugendmediziner verfügen häufig nicht über die Möglichkeiten einer ausführlichen Diagnostik. Behandelt wird das Syndrom mit Psychostimulanzien wie Methylphenidat. Allerdings zeigen sie starke Nebenwirkungen und Gefahren. Deshalb sollte die Einnahme nach Möglichkeit vermieden werden, was in schweren Fällen allerdings nicht möglich ist. Darüber hinaus können begleitende ergotherapeutische Verfahren und Ähnliches eingesetzt werden. Der Inhalt der Website www.vistano-portal.com dient der Information interessierter Besucher. Wir weisen darauf hin, dass die Informationen und Inhalte keine ärztliche Beratung und Untersuchung ersetzen. Sie sind zur Stellung von Diagnosen und Vorgehensweisen nicht geeignet. Es ist immer ein Facharzt zu Rate zu ziehen.

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