Die Alkoholsucht ist eine stoffgebundene Sucht, die sich speziell auf den Konsum von Alkohol richtet. In der Familiengeschichte des Erkrankten finden sich häufig Personen, die ebenfalls von der Abhängigkeit betroffen waren oder sind. Daher ist eine genetische Beteiligung wahrscheinlich. Daneben sind oftmals noch weitere Faktoren wie psychische Traumata und sozio-ökonomische Faktoren vorhanden, die eine Sucht begünstigen. Daher handelt es sich um ein multifaktorielles Geschehen. Deutliches Anzeichen für das Vorliegen der Alkoholsucht ist die Steigerung der Dosis. Der Betroffene muss immer mehr Alkohol trinken, damit die Wirkung wieder einsetzt. Dies ist durch die körperliche Gewöhnung bedingt. Darüber hinaus zeigen die Betroffenen Entzugserscheinungen, wenn kein Alkohol getrunken wird. Es besteht ein zwanghaftes Verhalten, den Stoff zu konsumieren. Daneben werden Lebensaktivitäten vernachlässigt und alles dreht sich nur noch um den Konsum des Stoffes. Soziale Aktivitäten vermindern sich und der Alkoholiker wechselt häufig sein soziales Umfeld. Bedingt durch die Wirkung auf den Organismus kommt es zu körperlichen Schädigungen. Im Endstadium trinkt der Alkoholiker plötzlich weniger. Dies ist nicht durch eine Verbesserung des Zustands bedingt. Vielmehr ist die Leber stark geschädigt, so dass der bereits vorhandene Alkohol nicht mehr ausreichend abgebaut wird. Grundsätzlich wird die Therapie stationär durchgeführt. Zunächst muss der Suchtstoff entzogen werden. Hierbei können starke Komplikationen wie das Delirium tremens auftreten, die mit Halluzinationen, Herzrasen und anderen Symptomen einhergehen. Durch diese Problematik ist von einem ambulanten Entzug abzuraten. Grundsätzlich muss sich eine Verhaltenstherapie anschließen, in der der Betroffene lernt, ein Leben ohne Alkohol zu führen. Eine Lösung vom bisherigen sozialen Umfeld ist anzuraten, da die Rückfallgefahr sehr hoch ist.

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