Das amentielle Syndrom ist eine Begleiterscheinung von körperlich begründeten Psychosen. Ausgelöst wird es vor allem durch Hirnschädigungen und Alkoholdelir. Die Symptomatik ist akut zu sehen und tritt in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang zum Auslöser auf. Es kommt zu einer Desorientierung in zeitlicher, örtlicher und situativer Hinsicht. Auch die Orientierung gegenüber der eigenen Person kann gestört sein. Die Patienten wissen in vielen Fällen nicht, wo sie sind, in welcher Situation sie sich befinden und auch ihr Aufenthaltsort ist ihnen nicht bekannt. Darüber hinaus ist ihr Denken ohne erkennbaren Zusammenhang. In vielen Fällen kommt es zu einer illusionären Verkennung. Sie manifestiert sich in realen Gegenständen, die allerdings nicht in ihrer eigentlichen Form wahrgenommen werden, sondern fehlgedeutet werden. Sie sind damit den Halluzinationen ähnlich, die ebenfalls beim amentiellen Syndrom auftreten können. Die Betroffenen sind darüber hinaus ratlos und können sich in der vorliegenden Situation nicht zurechtfinden. Die Störung wird durch eine Behandlung der Grunderkrankung gemildert. Darüber hinaus können Psychopharmaka verabreicht werden.

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