Die Computersucht gehört der Kategorie der nicht-stoffgebundenen Süchte an. Es handelt sich dabei um den zwanghaften Drang, sich übermäßig mit dem Gerät zu beschäftigen. Dabei werden andere Aktivitäten massiv vernachlässigt. Der Drang das Gerät benutzen zu müssen, ist nahezu unkontrollierbar. Die am Monitor verbrachte Zeit dehnt sich stetig aus, was mit der Toleranzsteigerung bei Drogen vergleichbar ist. Dadurch werden andere Bereiche in Mitleidenschaft gezogen. Diese Folgen werden allerdings ignoriert. Wird der PC nicht genutzt, wirken die Betroffenen nervös und unruhig. Teilweise tritt Aggressivität auf. Sozialkontakte gehen verloren. Hobbys werden nicht mehr ausgeübt. Daher kommt es zu einer sozialen Isolation. Häufig entstehen sekundär weitere Probleme wie Depressionen. Die Therapie besteht zunächst aus einem „Entzug“. Darüber hinaus kann eine Verhaltenstherapie durchgeführt werden, damit normale Verhaltensweisen aufgebaut werden. Eltern sollten Interesse an den Aktivitäten des Kindes zeigen und unter Umständen auch selbst mitspielen. Feste Regeln für den Konsum des PCs sowie zeitliche Begrenzungen sind oftmals sehr effektiv. Bei Nichteinhaltung der Vereinbarungen müssen direkte Konsequenzen erfolgen. Diese sollten allerdings angemessen sein. Eltern sollten darüber hinaus über die Spiele informiert sein. Das Gerät kann passwortgeschützt werden. Dadurch wird ein unbefugter Zugriff verhindert. Darüber hinaus ist die Aufklärung des Kindes bezüglich des Jugendschutzes wichtig.

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