Die Eheberatung widmet sich Problemen in einer Ehe oder Partnerschaft. Deshalb kann sie auch die Vorbereitung auf eine Ehe einschließen sowie die Beratung bei einer Trennung. Die Beratungsform wird von freiberuflichen Spezialisten, kirchlichen Organisationen, Kommunen oder Sozialverbänden angeboten. Sind die Partner nicht verheiratet, dann wird von Paarberatung gesprochen. Wie auch die Paartherapie und andere Richtungen steht das bestehende System im Mittelpunkt der Beratungstätigkeit. Deshalb muss bei den Beteiligten die Einsicht vorliegen, dass beide Partner eine „Mitschuld“ an der Problematik haben. Zugleich müssen beide Betroffenen die Einsicht erlangen, dass sich beide Parteien um eine Lösung bemühen müssen. Für die Beratung selbst findet sehr häufig die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers Anwendung. Darüber hinaus werden gestalttherapeutische Methoden, Mediationstechniken, Kommunikationstrainings und Ähnliches angewendet. Die Eheberatung ist ein Teil der Familienberatung, deren Ziel es ist, eine Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Hierbei werden in der Regel wesentlich größere Systeme betrachtet werden, so dass die Methoden sich in vielen Bereichen unterscheiden können. Bedingt durch den Wandel der Gesellschaft ist der Begriff Eheberatung rückläufig. Vielmehr wird die Beratungsform inzwischen vielfach unter dem Begriff Partnerberatung geführt, die sowohl die Ehe wie auch eine Lebensgemeinschaft berät.

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