Die Epilepsie ist ein Anfallsleiden, das sich in die genuine und die symptomatische Epilepsie unterteilen lässt. Die genuine Form ist angeboren. Verletzungen im Zentralnervensystem lassen sich nicht erkennen. Die symptomatische Form hingegen äußert sich in Anfällen, die durch andere Erkrankungen oder Hirnverletzungen entstehen. Verantwortlich sind in der Regel Schädel-Hirn-Traumata, Tumore oder Entzündungen. Darüber hinaus leiden sehr oft Alkoholiker unter einem Anfallsleiden dieser Art. Als Ursache wird eine abnorme Erregbarkeit und Gleichschaltung von Neuronenverbänden angenommen. Die Anfälle können sowohl fokal wie auch generalisiert sein. Bei den einfachen fokalen Anfällen stehen Störungen der Körperempfindungen und motorische Funktionsstörungen im Vordergrund. Generalisierte Anfälle betreffen den gesamten Körper. Das bekannteste Bild ist der Grand-mal-Anfall, der sich dadurch auszeichnet, dass der gesamte Körper nach einem kurzen Schrei verkrampft. Das Bewusstsein ist abgeschaltet und die Pupillen sind geweitet. In vielen Fällen entwickelt sich eine kurzzeitige Sauerstoffarmut, so dass sich eine Zyanose einstellt. In einigen Fällen kommt es zum Einnässen oder Einkoten. Jene Anfälle finden in drei Stadien statt. Im ersten kommt es zur „Aura“. Hier beschreiben viele Menschen ein Gefühl, das aus dem Bauchraum aufsteigt. In vielen Fällen können die Empfindungen allerdings nicht verbalisiert werden. Danach kommt es zum eigentlichen Anfall mit den typischen Anzeichen. Schließlich erfolgt der Abschluss mit einer Neuorientierung. Der Betroffene erlangt sein Bewusstsein. Die Anfälle werden in vielen Fällen durch Flackerlicht ausgelöst. Hierunter fällt auch das Fernsehbild oder die Arbeit am Computer. Allerdings besteht dieses Problem am Computer durch die modernen TFT-Bildschirme nicht mehr. Darüber hinaus können auch Schlafentzug und Alkohol als Auslöser fungieren. Die Epilepsie wird medikamentös behandelt. Hier werden vor allem Carbamazepin und Valproat eingesetzt. In einigen Fällen werden auch operative Maßnahmen eingesetzt, bei dem das befallen Areal des Gehirns entfernt wird. Diese Methode wird nur eingesetzt, wenn die Epilepsie nicht durch Medikamente beeinflusst werden kann. Die Schäden durch die Operation können enorm sein, so dass dies ein letzter Ausweg ist und nicht zur generellen Behandlungsmethodik gezählt werden kann. Der Inhalt dieser Website dient der Information interessierter Besucher. Wir weisen darauf hin, dass die Informationen und Inhalte keine ärztliche Beratung und Untersuchung ersetzen. Sie sind zur Stellung von Diagnosen und Vorgehensweisen nicht geeignet. Es ist immer ein Facharzt zu Rate zu ziehen.

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