Die Familienaufstellung wird innerhalb der systemischen Psychotherapie eingesetzt. Kern der Therapie ist die Bewusstmachung und Neuordnung von Prägungen aus der Kindheit. Diese Methode entstammt ursprünglich der Familienskulptur. Sie ist derzeit überall in Europa verbreitet. Dafür war Bert Hellinger verantwortlich. Hellinger war Familientherapeut. Er entwickelte seine Methode aus der systemischen Familientherapie. Diese soll nach dem Therapeuten eine Methode der Lebenshilfe sein. Bei der Familienaufstellung nach Hellinger sucht sich der Klient aus einer Gruppe von Menschen Stellvertreter für die realen Familienmitglieder aus. Die Stellvertreter werden dann im Raum verteilt. Der Abstand beim Familienstellen zwischen den Personen entspricht der subjektiven Wahrnehmung des Klienten. Die Personen werden so angeordnet, wie er die Nähe oder Distanz zwischen den einzelnen Personen sieht. Durch das Familienstellen sollen dann emotionale und kognitive Erkenntnisse gewonnen werden. Zwar ist das Stellen der Beteiligten ein wesentliches Merkmal, Hellinger bezeichnete es selbst allerdings als wertneutral. Vielmehr diente die anfängliche Aufstellung ausschließlich zur Exploration der genauen Verhältnisse. Bis zu diesem Punkt ist die Methode stark mit der Familienskulptur von Virginia Satir verwandt. Bei der Bert-Hellinger-Familienaufstellung führen die Personen allerdings in ihren Rollen Bewegungen aus, die aus Impulsen entstehen. Sie resultieren aus der Stellung innerhalb des Systems. Die Bewegungen werden nicht von Tönen oder Worten begleitet, sondern finden vielmehr in Form von Bewegungsbildern statt. Diese Bilder sollten dann Auskunft über die Gefühle der Personen geben. Hellinger selbst lehnt einen therapeutischen Anspruch der Methode inzwischen ab. Er versteht sie vielmehr als Lebenshilfe.

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