Die Freizeit ist jene Zeit, die nicht von beruflichen Notwendigkeiten bestimmt wird. Sie gibt dem Individuum Raum zur Selbstentfaltung. Zugleich ist sie frei von Zwängen und Handlungsvorgaben. Sie kann deshalb von einer Person nach seinen eigenen Vorstellungen gestaltet werden. War die Freizeit am Ende des 19. Jahrhunderts noch eng begrenzt, nahm ihr Anteil am Leben bis in die Moderne immer weiter zu. Inzwischen nimmt sie eine wirtschaftliche Bedeutung ein. Ganze Branchen beschäftigen sich mit der individuellen Ausgestaltung der freien Zeit. Dieser Wirtschaftszweig wird als Freizeitindustrie bezeichnet. Darüber hinaus stellt sie inzwischen einen wichtigen Zeitraum dar, der für den Zugang zu Bildung und Kultur unabdingbar ist. Bedingt durch die Zunahme von frei verfügbarer Zeit hat sich innerhalb der Erziehungswissenschaft ein eigenes Arbeitsfeld entwickelt, das ausschließlich das Ziel verfolgt, Jugendliche und Erwachsene zur Nutzung dieser Zeit zu qualifizieren. Dieses Arbeitsfeld wird unter dem Begriff Freizeitpädagogik geführt. Die Methoden der pädagogischen Richtung können schulisch oder außerschulisch angewendet werden. Darüber hinaus entwickelt die Freizeitpädagogik auch Angebote für den Urlaub. Auf den Grundsätzen dieser Fachrichtung basieren beispielsweise die Jugendhäuser, Zeltlager etc.

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