Unter dem Begriff Fütterstörung wird ein kindliches Verhalten verstanden, das sich darin äußert, dass das Kind besonders langsam isst, nicht alle Nahrungsmittel aufnimmt oder sie vollständig verweigert. Im eigentlichen Sinn handelt es sich also um alle Schwierigkeiten, die beim Füttern auftreten. Um von einer Fütterstörung sprechen zu können, müssen andere Ursachen ausgeschlossen werden. Vor allem organische Erkrankungen können dazu führen, dass die Nahrungsaufnahme verweigert wird oder bestimmte Lebensmittel abgelehnt werden. Darüber hinaus kann auch eine Verwahrlosung oder Überforderung der Eltern und betreuenden Personen zu einer Störung dieser Art führen. Vor allem wenn die Säuglinge und Kinder Stress haben, kann sich eine Problematik dieser Art entwickeln. In einigen Fällen tritt das Problem mit einer Rumination in Kombination auf. Hierunter wird das Heraufwürgen der Nahrung verstanden. Nachdem sie sich wieder im Mundraum befindet, kann sie ausgespuckt oder wiedergekäut werden. Normalerweise ist dieses Verhalten ein Zeichen der Intelligenzminderung. Eine Verweigerung der Nahrungsaufnahme kann auch im Normalbereich vorkommen. Eine Vorstellung bei einem Arzt wird erst notwendig, wenn die Störung über einen längeren Zeitraum besteht und unter Umständen eine Gewichtsabnahme erfolgt. Die Therapie besteht in der Beratung der Eltern oder Betreuungspersonen. Bei organischen Ursachen muss immer die Grunderkrankung behandelt werden. Liegt eine Verwahrlosung vor, dann muss unter Umständen Hilfe von Ämtern angefordert werden. Im Mittelpunkt der Therapie steht immer das Erkennen der Faktoren, die zu der Verweigerung führen. Diese gilt es zu beseitigen.

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