Die Funktionale Verhaltensanalyse dient zur Analyse des Verhaltens einer Person. Darüber hinaus werden die Entstehungsbedingungen analysiert, die zum betrachteten Verhalten führten. Sie hat ihren Ursprung im SORKC-Modell. Die Abkürzung steht für die Komponenten, die in diesem Modell zusammengefasst sind und im wesentlichen Fragestellungen für ein Verhalten in einer Situation darstellen. Ausgeschrieben bedeutet die Abkürzung Stimulus-, Organismus-, Verhaltens-, Konsequenz-, Kontingenz-Modell. Mit diesen Punkten werden alle Einflüsse analysiert, die innerhalb einer bestimmten Situation vorhanden sind. Die Komponenten selbst sind aus den Theorien des operanten und klassischen Konditionierens abgeleitet. Die Stimuluskomponente analysiert, welche Reize eine gezeigten Verhalten vorausgingen und welche davon grundlegend für das Verhalten waren. Darüber hinaus werden die Konditionierungs- und Diskriminationsprozesse analysiert, die in diesem Zusammenhang auftraten. Die Organismuskomponente umfasst die für eine Person typischen psychosozialen und physiologisch-biologischen Faktoren, die in der betreffenden Situation eine Rolle spielten. Die Verhaltenskomponente untersucht die kognitiven, gelernten, gefühlsmäßigen und körperlichen Aspekte innerhalb der Situation. Die Konsequenzkomponente untersucht die Ereignisse, die zum Aufbau sowie zum Abbau oder zur Aufrechterhaltung des Verhaltens führten. Als letzte Komponente steht die Kontingenzkomponente. Hier wird beobachtet, welche Verstärker und Verstärkerpläne für die Ausformung eines gezeigten Verhaltens wesentlich waren.

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